Die besten Wettanbieter ohne Gebühren: Wo wirklich keine Kosten entstehen

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Gebührenfrei ist kein Versprechen, sondern eine Frage der Perspektive: Gebührenfrei heißt beim Blick auf das Konto, dass niemand für die Überweisung etwas abzieht. Es heißt nicht, dass die Wette nichts kostet. Zwischen Einzahlung und Auszahlung sitzen drei Posten, die kein Anbieter wegzaubert: die Sportwettensteuer, die der Veranstalter schuldet, sein Quotenschlüssel und die Bearbeitungszeiten, in denen das Geld zwar noch Ihres ist, aber nicht auf Ihrem Konto.

Ein Smartphone liegt neben einem Notizbuch und einem Kugelschreiber auf einem hellen Schreibtisch, das Display ist ausgeschaltet.
Bei Oddset beträgt die Mindestauszahlung 10 €; auf ein eWallet wie PayPal, Skrill oder Neteller dauert die Auszahlung bis zu 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage.

Stand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Zahlungsabwicklung: Wer die Kosten trägt und wer sie weiterreicht

Zahlungsabwicklung ist bei deutschen Sportwetten kein Nebenthema, sondern der Teil, an dem sich die Anbieter am wenigsten unterscheiden und am meisten behaupten. Die gute Nachricht zuerst, weil sie selten ausgesprochen wird: Gebühren auf Ein- und Auszahlung sind bei den hier geprüften Anbietern die Ausnahme, nicht die Regel. Sportingbet behält nichts ein, Oddset behält nichts ein, Bpremium behält nichts ein. Wo trotzdem Geld fehlt, liegt es fast nie an einer Gebühr, sondern an der Zeit, an der Mindestgrenze oder an einer Regel, die den Gewinn schmälert.

Der Quotenabschlag: die eine offene Gebühr

Ein Anbieter nennt die Sache beim Namen. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von ODDSET wird bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette erhoben, der Quotenabschlag. Für die Auszahlung maßgeblich ist danach der Nettogewinn. Das ist keine Fußnote, das ist die einzige echte Transaktionsgebühr, die in diesem Vergleich auftaucht, und sie trifft den Gewinn, nicht den Einsatz.

Rechnen Sie das einmal an einer gewonnenen Wette nach: 100 € Einsatz zu einer Quote von 2,00 ergeben 200 € brutto, davon 5 % sind 10 €, ausgezahlt werden 190 €. Der Abschlag wirkt also wie eine um 0,10 gesenkte Quote. Bei einer Quote von 1,50 sind aus 150 € brutto 142,50 € netto, ein Abzug von 7,50 €. Je höher die Quote, desto teurer wird der Abschlag in absoluten Euro – und bei einer Kombiwette mit hoher Gesamtquote frisst er am meisten. Wer bei einem Anbieter mit Quotenabschlag spielt, sollte das in sein Verhältnis von Risiko zu Ertrag einbauen, denn die 5 % gelten auf jeden Gewinn, nicht nur auf den ersten.

Bei allen anderen neun Anbietern dieses Vergleichs steht eine solche Gewinngebühr nicht in den Bedingungen. Das ist der Grund, warum der Abschlag im Quotenvergleich so schwer zu schlagen ist: Ein Anbieter mit 3 % schlechterer Quote und ohne Abschlag zahlt am Ende mehr aus als ein Anbieter mit Spitzenquote und 5 % auf den Gewinn.

Was bei einer Auszahlung in welcher Reihenfolge passiert

Die Reihenfolge ist immer dieselbe, und an zwei Stellen kann sie hängen. Die Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses zur Auszahlung freigegeben, das ist keine Schikane, sondern die Bedingung dafür, dass das Ergebnis feststeht. Danach beginnt die Prüfung. Bei Oddset sieht jede Auszahlung zuerst die Finanzabteilung, was bis zu 48 Stunden dauern kann. Bei AdmiralBet dauert die Prüfung der ersten Auszahlung je nach Zahlungsart 6 bis maximal 48 Stunden, danach läuft es werktags innerhalb von 24 Stunden. Wer nach dem Abpfiff sofort Geld braucht, merkt erst hier, dass eine Prüffrist keine Auszahlungsdauer ist, sondern eine Wartezeit davor.

Dann greift die Regel, die am häufigsten zu Nachfragen führt: Auszahlungen sind bei Oddset nur über eine Zahlungsmethode möglich, die bereits für eine Einzahlung genutzt wurde, und nur auf eine verifizierte Zahlungsmethode. AdmiralBet zahlt ebenfalls nur über dieselbe oder dieselben Zahlungsmethoden aus wie die Einzahlung. Das ist Geldwäscheprävention und kein Trick, aber es bindet Sie an die Methode, mit der Sie eingezahlt haben. Wer mit Lastschrift einzahlt, um bequem zu sein, muss sich überlegen, ob die Auszahlung auf demselben Weg für ihn passt.

Mindestbeträge: kleine Zahlen mit großer Wirkung

Bei der Mindestauszahlung sind sich die Anbieter auffällig einig. Oddset verlangt 10 €, Sportingbet 10 €, Bpremium 10 €, AdmiralBet 10 €. Das tückische Gegenstück ist die Mindesteinzahlung. Bei AdmiralBet beträgt sie laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen je nach Zahlungsmethode 5 € oder 10 €, bei Wettarena 10 € für alle Einzahlungsmethoden. Zusammen mit der Regel, dass Einzahlungen erst ausgezahlt werden können, nachdem sie eingesetzt wurden, ergibt sich daraus der eigentliche Kostenpunkt für kleine Budgets: Ein Fünfer ist oft nicht auszahlbar, weil er erst in einer Wette umgesetzt werden muss.

Vergleich der geprüften Anbieter: Erlaubnis, Erlaubnisinhaber und Startpunkt

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach dem, was amtlich nachprüfbar ist. Der Status bezieht sich auf einen Platz auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zum Stand vom 2. Oktober 2026; die Prozentangabe nennt, wie lange der Sportwetten-Anbieter bereits unter deutscher Erlaubnis steht, gerechnet vom Datum der Ersterlaubnis bis zum Stichtag der Liste. Die Liste selbst führt kein Enddatum, und sie führt nur die Erst- und Folgeerlaubnis, keine Laufzeitangaben.

Anbieter Whitelist-Status (Sportwetten) Erlaubnisinhaber Unter deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 geführt Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bwin geführt bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Sportingbet geführt Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico geführt Tipico Co. Limited 09.10.2020
Wettarena geführt I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
bpremium geführt Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano geführt Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Winamax geführt WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro geführt Torro Tec Limited 30.06.2021
Sportwetten.de geführt NetX Betting Limited 19.11.2020

Was die Spalte mit dem Erlaubnisinhaber verrät, ist weniger die Zahl als die Struktur: Fast alle Marken gehören maltesischen Gesellschaften, die jeweils eine deutsche Erlaubnis für genau eine Domain halten. Sechs Anbieter sind praktisch gleichzeitig im Oktober 2020 gestartet, als das regulierte Angebot anlief, Betano kam im Februar 2021 hinzu, Winamax und Tiptorro folgten im Sommer 2021, und Tiptorro erreichte die Whitelist am 30.06.2021, einen Tag nach Winamax. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, die Liste nennt aber nur Ausgabedaten, nie ein Ablaufdatum. Wer wissen will, ob eine Marke heute noch darf, muss den Whitelist-Eintrag heute nachsehen und nicht das Ersterlaubnisdatum fortschreiben.

Ein Nebeneffekt dieser Struktur betrifft die Kostenfrage direkt. Ein Erlaubnisinhaber in Gzira oder Ta’Xbiex und ein Sportsbook mit deutscher Erlaubnis sind zwei verschiedene Dinge, und die Whitelist zählt nur 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis. Ein Anbieter, der mit Casino- oder Pokerlizenz auftritt, hat damit noch keine Erlaubnis für Sportwetten. Die Domain in der Liste ist die Sportwetten-Domain; alles andere ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln.

Grundlagen: Welche Kosten bei Sportwetten überhaupt anfallen

Grundlagen heißt hier nicht, wie eine Wette funktioniert, sondern welches Geld unterwegs verschwindet. Drei Posten lassen sich sauber trennen, und nur zwei davon landen auf dem Kontoauszug des Spielers.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund steht ein Stadion unter Flutlicht in der Dämmerung.
Bei AdmiralBet beträgt die Mindestauszahlung 10 €; die Auszahlung erfolgt werktags innerhalb von 24 Stunden.

Sportwettensteuer: 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage, nicht auf den Einsatz

Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Bemessungsgrundlage sind nach §§ 17 und 18 die bezahlten Einsätze abzüglich der Steuer selbst, der Satz beträgt 5,3 %. Bezogen auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %, denn 5,3 geteilt durch 105,3 ergibt diesen Wert. In jedem Text, der aus diesen 5,3 % kurzerhand „5,3 % des Einsatzes“ macht, steckt derselbe Rechenfehler – richtig sind 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Wer die Steuer schuldet, ist in § 19 geregelt: der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Damit ist die entscheidende kostenrelevante Frage nicht die Höhe der Steuer, sondern die Frage, ob der Anbieter sie in seine Preisgestaltung einbaut. Er kann sie tragen und aus seiner Marge bezahlen, er kann sie über den Einsatz, über die Quote oder über den Gewinn weitergeben. Für einen Meinungsartikel wäre das eine Fußnote, für diesen Vergleich ist es der Kern.

Denn dieselbe gesetzliche Steuer schlägt sich bei zwei Anbietern völlig unterschiedlich nieder. ODDSET gibt sie als Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn offen an die Kunden weiter. Andere Anbieter nennen keine derartige Gewinngebühr und tragen die Steuer aus dem Quotenschlüssel – was bedeutet, dass sie dort steckt, wo kein Kunde sie einzeln sieht. Ob das günstiger ist, entscheidet nicht die Höhe der Steuer, sondern der Preis, zu dem der Anbieter eine Wette verkauft. Wer zwei Anbieter vergleicht, sollte also nicht nur schauen, ob die Steuer erwähnt wird, sondern wie sich die Quoten desselben Spiels unterscheiden.

Die Steuer fällt übrigens auch bei Anbietern an, die keine deutsche Erlaubnis haben. Gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis, und umgekehrt befreit eine ausländische Genehmigung nicht von der deutschen Steuerpflicht des Veranstalters.

Der Quotenschlüssel: die Gebühr, die nie auf dem Auszug steht

Die zweite Kostenkategorie ist die, die in jedem Wettprogramm steckt: die Summe der Kehrwerte der Quoten eines Marktes. Sind die Quoten eines 1X2-Marktes 1,80, 3,60 und 4,20, dann ist 1/1,80 + 1/3,60 + 1/4,20 gleich 0,556 + 0,278 + 0,238, also 1,071. Der Auszahlungsschlüssel beträgt damit 1 geteilt durch 1,071, also etwa 93,4 %, und die Marge des Anbieters rund 6,6 % auf jeden Einsatz in diesem Markt. Dieser Satz wird nicht berechnet, er wird in die Quoten eingebaut, bevor der Kunde die Seite überhaupt öffnet.

Der Quotenschlüssel ist die Gebühr, die am häufigsten überlesen wird, und das aus einem einfachen Grund: Er steht nirgends. Wer ihn sehen will, muss ihn sich aus den drei Quoten selbst ausrechnen. Genau deshalb ist er die wichtigste Kennzahl dieses ganzen Vergleichs. Anbieter schlagen die Häuser im Wettprogramm unterschiedlich ein, und dieselbe Begegnung kann bei zwei Anbietern drei oder vier Prozentpunkte Auszahlung auseinanderliegen. Bei zehn Wetten zu je 10 € ist das der Unterschied zwischen einem Fünfer und einem Zehner, der über die Saison liegen bleibt – und das, ohne dass eine einzige Gebühr auf dem Kontoauszug auftaucht.

Kostenlose Aktionen, die nichts kosten und doch etwas kosten

Der dritte Posten liegt nicht im Markt, sondern im Angebot. Willkommensboni und Gratiswetten sind keine Gebühren, aber sie tragen Bedingungen, die den Effekt einer Gebühr haben. Bei bpremium können Bonusgewinne aus Sportwetten laut Nutzungsbedingungen erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Bei Sportwetten.de wird ein Einzahlungsbonus von 100 % der ersten Einzahlung bis maximal 100 € nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € sofort gutgeschrieben; maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Bei Winamax verdoppelt das Willkommensangebot die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets ohne Umsatzbedingungen für die Freebets; die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, bei einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Und bet365 bewirbt für Neukunden bis zu 100 € in Wett-Credits, die nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben werden, wobei Gewinne den Einsatz der Wett-Credits nicht enthalten.

Lesen Sie diese vier Sätze noch einmal und ordnen Sie sie nach Aufwand statt nach Betrag. „Bis zu 100 €“ steht in allen vier. Der Unterschied zwischen ihnen liegt in der Arbeit, die zwischen Guthaben und Auszahlung steht: eine Mindestquote von 1,05 ist schnell zu erfüllen, eine Umsatzbedingung mit Mindestquote 1,7 bei doppeltem Fünffach-Umsatz ist eine andere Hausnummer. Die Zahl im Werbebanner ist bei allen vieren dieselbe und sagt über den Wert des Angebots nichts.

Rechtslage: Warum die Erlaubnis die Voraussetzung für Gebührenfreiheit ist

Rechtslage klingt nach einem Kapitel, das man überspringt, bis etwas schiefgeht. In einem Kostenvergleich ist es das Gegenteil, denn die Erlaubnis entscheidet darüber, welche Ansprüche ein Spieler überhaupt hat – und ein Anspruch, den man nicht durchsetzen kann, ist teurer als jede Gebühr.

Ein Stadion unter Flutlicht, aus großer Entfernung über eine dunkle Wiese fotografiert, am Himmel zieht Nebel auf.
Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht.

Der Rahmen ist das GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) als Aufsicht. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet über § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht mit Bußgeldbewehrung nach § 28a. Die Steuer ist dagegen Sache des Finanzamts und nicht der Behörde, was manchen überrascht, der die beiden Themen in einen Topf wirft.

Der einzige belastbare Nachweis einer Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber mit einer reinen Pferdewetten-Erlaubnis. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Adresse allein beweist gar nichts. Wer prüfen will, ob sein Anbieter darf, sieht in der Whitelist nach der Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis und nicht nach dem Markennamen im Impressum.

Das hat eine unangenehme Konsequenz für das Thema dieses Vergleichs. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis darf Ihnen Sportwetten anbieten, wenn er es trotzdem tut, aber er ist dabei kein Geschäftspartner mit deutschen Pflichten. Die Behörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Auf der anderen Seite steht eine Rechtsprechung, die sich noch bewegt und deshalb niemandem eine Rückzahlung versprechen lässt: Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, in einem Verfahren, in dem ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer diese Sätze als Zusage liest, liest sie falsch; sie beschreiben einen offenen Streit, keine Auszahlung.

Was nach § 21 GlüStV überhaupt gewettet werden darf, ist enger, als viele annehmen. Erlaubt sind Festquotewetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse während des Geschehens, als Einzel- oder Kombiwette, und nur in den Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm zugelassen hat. Live ist während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis oder das nächste Tor, der nächste Satz oder ein ähnlicher Bestandteil in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind – nächstes Tor im Fußball also ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Gesperrt sind Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, was in der Praxis Fußball unterhalb der 3. Liga einschließt, sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Auf E-Sport lässt sich in Deutschland nicht wetten, weil die Behörde E-Sport nicht als Sport anerkennt.

Ein Wort zu Cash Out, weil es in vielen Vergleichen als kostenloses Extra auftaucht: Eine gesetzliche oder behördliche Regel dazu gibt es nicht. Cash Out ist damit eine Funktion des jeweiligen Anbieters und wird nach dessen eigenen Bedingungen abgewickelt. Wer sie nutzt, verkauft seine Wette zurück, meist zu einem Preis, den der Anbieter stellt.

Verantwortungsvolles Spielen: Gebührenfrei ist nicht verlustfrei

Die praktische Pointe dieses Themas: Kein Anbieter dieser Liste nimmt Geld für die Auszahlung, und trotzdem kann ein Konto leer sein, ohne dass eine einzige Gebühr geflossen ist. Der Verlust ist der Einsatz, und der ist gewollt. Genau deshalb steht hier nicht die Warnung, sondern das Handwerkzeug.

Teilnehmen darf nur, wer 18 ist. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung, so steht es in § 6a GlüStV; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 €, und Auszahlungen sind in dieser Zeit nicht möglich. Bei Winamax ist genau das an einer Stelle sichtbar geregelt: Eine Auszahlung des Guthabens ist jederzeit möglich, sobald die Kontoregistrierung abgeschlossen ist; vorher gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, und die Registrierung muss innerhalb von 72 Stunden abgeschlossen werden. Wer mit 50 € starten will, kommt damit zurecht; wer glaubt, in der Nacht der Auszahlung noch schnell die Registrierung überspringen zu können, wartet.

Der wichtigste Kostenhebel ist das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg als Standard, abgewickelt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es gestattet, kann es für einen einzelnen Spieler nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin erhöhen, bis 10.000 €, und zwischen 10.000 und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Senken wirkt sofort, erhöhen erst nach 7 Tagen. Die Zahl 1.000 € ist damit die relevante Größe für die meisten Haushalte, und wer sie ausschöpft, sollte sich fragen, ob das ein Limit für das Budget des Monats ist oder für die Neugier.

Das Sperrsystem OASIS nach §§ 8 und 8a GlüStV wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt. Wer glaubt, Offshore könne man spielen, weil dort niemand mitschaut: Diese Angebote sind weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden, und die Schutzmechanismen sind damit schlicht nicht vorhanden.

Zum Geld gehört ein Punkt, den kaum jemand kennt und der im Fall der Fälle alles bedeutet: Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 und 7). Ein Cent der Insolvenzmasse ist teurer als jede Transaktionsgebühr.

Dazu die Zahlungsregel aus § 6b Abs. 4: Ein- und Auszahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraushält – dazu unten mehr.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge dieses Vergleichs folgt der Kostenfrage: Wo ein Anbieter eine eigene Gebühr nennt, steht er vorn, weil man darüber reden muss. Alle zehn Marken halten eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, ohne deren Erlaubnisinhaber hier eine ist. Die Beschreibungen der Angebote geben wieder, was die Bedingungen des jeweiligen Anbieters selbst sagen.

Wettarena: Mindestens 10 €, für jede Einzahlungsmethode

Wettarena tritt mit einer ungewöhnlich breiten Zahlungsauswahl an: PayPal, Kreditkarte von VISA und Mastercard, Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 € für alle Einzahlungsmethoden – ohne Ausnahme, und das ist der Punkt, an dem sich Wert und Aufwand eines Anbieters mit vielen Wegen entscheiden. Elfte Optionen nützen nichts, wenn die kleinste Einzahlung überall gleich hoch ist.

Die I.B.C. Sportsbetting Limited besitzt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Eine Folgeerlaubnis ergänzte den Status am 15. Dezember 2022. Das ist der zweitfrüheste Starttermin dieses Vergleichs und damit die längste durchgehende Präsenz im regulierten deutschen Markt unter den hier gelisteten Marken. Wer Wert auf eine kurze, klar nachprüfbare Whitelist-Zeile legt, wird hier nicht enttäuscht.

Die Kostenkontrolle liegt bei diesem Anbieter entsprechend allein beim Einsatz, nicht bei der Technik. Für ein kleines Budget ist ein Anbieter mit einer einzigen, einheitlichen Untergrenze ehrlicher als einer, bei dem PayPal 5 € und Kreditkarte 10 € verlangt und niemand die Staffelung auf Anhieb findet.

Fazit. Bei gleicher Mindestgrenze auf allen Wegen zählt nur noch, wie viel die Quote hergibt: Wer bei Wettarena einzahlt, sollte die Auswahl zum Vergleich mit anderen Anbietern nutzen und nicht als Argument für sich.

Winamax: Das Willkommensangebot ohne Umsatzbedingungen

Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und zwar ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Das ist in diesem Vergleich die schlankste Bonusregel, und wer je gegen eine Umsatzhürde angeschrieben hat, weiß die Ausnahme zu schätzen. Ganz barrierefrei ist sie nicht: Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, die Obergrenze der Umsetzung liegt bei 100 €, und die Mindestquote beträgt 1,05. Eine Quote von 1,05 zu finden ist Alltagsgeschäft, eine Umsatzbedingung bei Mindestquote 1,7 ist es nicht. Zwischen den Zeilen heißt das: Die Freebets sind frei, die Einzahlung ist es nicht.

Bei der Registrierung ist Winamax streng. Auszahlungen sind erst möglich, wenn die Kontoregistrierung abgeschlossen ist; vorher gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, und die Registrierung muss innerhalb von 72 Stunden abgeschlossen werden. Wer die Frist verstreichen lässt, sitzt auf einem Guthaben, das nicht herauskommt, bis der Vorgang nachgeholt ist.

Die Erlaubnis läuft seit dem 29. Juni 2021 auf die WINAMAX (Société anonyme), eine Folgeerlaubnis kam am 8. Dezember 2022. Der Start fiel damit in das erste Jahr nach dem regulierten Neubeginn, und das ist mehr als eine Randnotiz.

Fazit. Bleibt die Umsatzhürde für die Freebets tatsächlich bei null, ist das der günstigste Einstieg in diesem Vergleich – die einzige Hürde steht bei der Einzahlung von maximal 100 € und bei einer Mindestquote von 1,05.

Sportwetten.de: 100 % Bonus in Bonusgeld, sofort gutgeschrieben

Anders als Winamax zählt Sportwetten.de das Angebot in Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, gutgeschrieben sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung – nicht die zweite, nicht die, die aus einem Dauerauftrag kommt. Wer den Bonus einstreichen will und die erste Einzahlung nachträglich erhöht, kommt zu spät.

Die Hürde ist hier niedrig angesetzt und in einer Währung formuliert, die im Vergleich angenehm unaufgeregt wirkt: Bonusgeld ist kein Gewinn, und wer das Wort liest, sollte es wörtlich nehmen. Der Wert entsteht erst daraus, was nach den Bedingungen daraus ausgezahlt werden kann.

Die Erlaubnis läuft seit dem 19. November 2020 auf die NetX Betting Limited, eine Folgeerlaubnis kam am 16. Dezember 2022.

Fazit. Die entscheidende Zahl hier ist die 10 €: Wer ohnehin mit einem knappen Einsatz startet, bekommt denselben prozentualen Bonus wie ein Einzahler mit 100 € – nur die absolute Höhe fällt kleiner aus, und genau daran hängen die Grenzen der Auszahlbarkeit.

bpremium: Bonusgewinne erst nach fünffachem Umsatz

Bei bpremium steht die teuerste Bonusmechanik dieses Vergleichs in den Nutzungsbedingungen: Bonusgewinne aus Sportwetten können erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden, und Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Zweimal Fünffaches ist kein kleiner Zusatz, das ist das Doppelte des üblichen Aufwands, und die Mindestquote von 1,7 schließt die sicheren Kurzquotenspiele aus, mit denen sich solche Hürden sonst abtragen lassen.

Bei der Auszahlung hält sich bpremium an das Branchenüblichste: Mindestauszahlung 10 €, Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen, keine Bearbeitungsgebühren. Dass hier nichts einbehalten wird, ist die gute Nachricht; der Bonusaufwand bleibt trotzdem der eigentliche Preis.

Die Ladbrokes (Deutschland) Limited ist seit dem 9. Oktober 2020 unter deutscher Aufsicht lizenziert; am 21. Dezember 2022 folgte die zusätzliche Erlaubnis.

Fazit. Das Fünffache mal das Fünffache bei Mindestquote 1,7 ist die Hürde, an der die meisten Bonusgewinne hängen bleiben: Wer sie sucht, sollte sie nur mit Wetten angehen, die er auch ohne Bonus gespielt hätte.

Tiptorro: Erlaubnis über die Torro Tec Limited

Tiptorro steht in diesem Vergleich für den Fall, in dem das Sportsbook nicht der bekannte Name ist, sondern eine Gesellschaft, die hinter der Marke steht. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz auf Malta angeboten, die sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Für einen deutschen Spieler ist ohnehin der Whitelist-Eintrag die maßgebliche Quelle, nicht die Selbstbeschreibung im Store.

Die Erlaubnis läuft seit dem 30. Juni 2021 auf die Torro Tec Limited, eine Folgeerlaubnis kam am 27. Dezember 2022. Gemessen am Ersterlaubnisdatum ist Tiptorro damit der zweitjüngste regulierte Sportwetten-Anbieter dieser Liste, und die Marke ist entsprechend weniger lang im deutschen Markt erprobt als die sechs Anbieter aus dem Oktober 2020.

Wem das wenig erscheint, der muss es auch nicht schwerer machen, als es ist: Entscheidend ist die Whitelist-Zeile, nicht das Alter der Marke.

Fazit. Der jüngste Start der Liste ist kein Nachteil – er bedeutet nur, dass für Tiptorro weniger deutsche Praxis vorliegt als für die Anbieter aus dem ersten Regulierungsjahr, und der Spieler die Bedingungen selbst lesen sollte, statt sich auf Gewohnheit zu verlassen.

bet365: Bis zu 100 € in Wett-Credits mit Freigabe durch Umsatz

bet365 bewirbt für Neukunden bis zu 100 € in Wett-Credits, die nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben werden; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Der letzte Halbsatz ist der teure: Wer 10 € in Wett-Credits einsetzt und 20 € gewinnt, bekommt 10 €, nicht 20 €. Die Wette sieht aus wie eine Wette, zahlt sich aber wie eine halbe aus, weil der eigene Einsatz im Fall eines Gewinns nicht zurückkehrt.

Die Hürde liegt hier auf der Umsatzseite, nicht auf der Quotenseite: Abzurechnen ist der Wert der qualifizierenden Einzahlung, also nicht mehr, als man ohnehin einsetzt. Das ist im Vergleich zu doppelten Fünffach-Umsatzbedingungen mit Mindestquote ein mildes Kriterium.

Die Erlaubnis läuft seit dem 9. Oktober 2020 auf die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta, eine Folgeerlaubnis kam am 27. Dezember 2022. Der Whitelist-Eintrag für die Sportwetten-Domain ist einer der ältesten dieses Vergleichs.

Fazit. Die Credits sind mehr Umsatzbeschleuniger als Geschenk: Ihr Wert liegt unter dem Nennbetrag, weil der Einsatz im Gewinnfall fehlt, und ihr Preis ist, dass man die qualifizierende Einzahlung erst abwetten muss.

bwin: Erlaubnis seit Oktober 2020, Kosten ohne Abschlag in den Bedingungen

bwin gehört zu den sechs Anbietern, die am 9. Oktober 2020 mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis starteten; Inhaber ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta, eine Folgeerlaubnis kam am 23. Dezember 2022. Für den Kostenvergleich zählt vor allem, was in den Bedingungen nicht steht: eine Gewinngebühr wie der Quotenabschlag bei ODDSET findet sich hier nicht, und damit verlagert sich die Frage vollständig auf den Quotenschlüssel des Wettprogramms.

Das ist bei einem Anbieter dieser Größe kein Zufall, sondern der übliche Weg: Die Kosten stecken in den Quoten, und der Kunde sieht sie erst, wenn er sie sich selbst ausrechnet.

Wer hier spielt, sollte bei derselben Begegnung zwei oder drei Quoten nebeneinanderlegen und den Quotenschlüssel grob überschlagen, bevor er sich festlegt.

Fazit. Kosten erscheinen bei bwin nur als Quotenunterschied: Weil keine Einzelgebühr in den Bedingungen steht, entscheidet allein, wie eng das Wettprogramm die Auszahlung hält.

Sportingbet: Auszahlung ab 10 € ohne Bearbeitungsgebühr

Sportingbet zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus: per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen, ohne Bearbeitungsgebühren. In einer separaten Auskunft zur Auszahlung nennt der Anbieter zusätzlich, dass Prüfungen des Zahlungs-Teams die Zeitrahmen verlängern können. Das ist der ehrlichste Satz dieses Vergleichs: Er räumt ein, dass die genannten Zeiten Auszahlungszeiten sind und nicht die Zeit bis zum Geld.

Damit rückt die Prüfung selbst in den Kostenfokus. Wer am Wochenende gewinnt und Anfang der Woche eine Rechnung bezahlen will, sollte nicht davon ausgehen, dass die 8 Stunden auf einem eWallet der maßgebliche Zeitrahmen sind.

Für die Sportingbet (Deutschland) Limited gilt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, ergänzt durch eine weitere Erlaubnis am 21. Dezember 2022.

Fazit. Was in den Bedingungen als Zusatz zur Auszahlung steht, ist der eigentliche Preis: Ein Anbieter ohne Bearbeitungsgebühr bleibt teuer, wenn sein Prüfprozess einen Teil der Woche dazwischenlegt.

Tipico: Maltesische Struktur, deutsche Erlaubnis

Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Das ist die längste Unternehmensgeschichte dieses Vergleichs, und wer sie liest, sollte trotzdem nicht zwei Dinge verwechseln: 2004 auf Malta gegründet zu sein sagt nichts über die deutsche Erlaubnis, und der Whitelist-Eintrag gilt für die Domain Tipico.de unter der Sportwetten-Erlaubnis, die die Liste der Tipico Co. Limited zuordnet.

Die Erlaubnis für Tipico datiert vom 9. Oktober 2020, erweitert am 9. Dezember 2022 – dem frühesten Folgetermin dieser zehn Anbieter.

Der Kostenpunkt bei Tipico liegt deshalb nicht in der Firmengeschichte, sondern in der Frage, die in der Rechtsprechung verhandelt wird und in der das Gesetz nicht die Antwort von heute gibt: Verluste aus Wetten bei einem Anbieter vor der deutschen Erlaubnis sind Gegenstand eines Vorlageverfahrens, und der Ausgang ist offen. Wer sich auf Rückzahlungen verlässt, verlässt sich auf einen Streit, nicht auf einen Anspruch.

Fazit. Die 22 Jahre maltesischer Firmengeschichte ändern am heutigen Kostenvergleich nichts; relevant ist allein, dass die deutsche Erlaubnis seit Oktober 2020 gilt und die Spalten davor nicht mit ihr abgedeckt sind.

Betano: Verifiziertes Konto, Mindestguthaben und viele Zahlungsdienste

Betano nennt für Ein- und Auszahlung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Dazu kommt eine Bedingung, die in den App-Store-Beschreibungen dieser Marke steht: Das Live-Streaming steht laut Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung.

Ein Mindestguthaben für ein Live-Streaming ist ein Kostenpunkt eigener Art. Der Zuschauer bezahlt nicht mit Geld für das Bild, sondern mit Geld, das auf dem Konto liegen muss, damit das Bild erscheint. Für einen Spieler, der sein Guthaben bewusst knapp hält, ist das ein Anreiz, mehr auf dem Konto zu parken als er setzen will – und ein höheres Parkguthaben ist, bei einem Spieler ohne festes Limit, eine offene Tür.

Die Erlaubnis läuft seit dem 19. Februar 2021 auf die Betkick Sportsbetting Limited, eine Folgeerlaubnis kam am 16. Dezember 2022. Betano gehört damit zu den drei Anbietern dieses Vergleichs, die im ersten Jahr nach dem Start der sechs Oktober-Marken dazukamen.

Fazit. Der Live-Stream ist bei Betano an ein Mindestguthaben gebunden, und wer sein Guthaben klein halten will, zahlt dafür mit dem Verzicht auf das Bild.

Was von Krypto-Vergleichen zu halten ist

Wer nach Wettanbietern ohne Gebühren sucht, stößt regelmäßig auf Vergleiche mit Krypto-Diensten wie Moonpay. Diese Vergleiche gehören in die Tonne, und die Begründung ist nicht Meinung, sondern eine Zahlungsregel. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Ein- und Auszahlungen bei lizenzierten deutschen Sportwetten nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Kryptowährungen sind kein zugelassenes Zahlungsmittel in einem deutschen Sportwettenangebot, und die geprüften Anbieter akzeptieren sie nicht.

Ein Krypto-Vergleich, der Gebühren gegen „Sportwetten mit Krypto“ aufrechnet, vergleicht also zwei Dinge, die im regulierten deutschen Markt gar nicht zusammentreffen. Das ist kein Argument dafür, Krypto auf Umwegen zu nutzen, sondern der Grund, die Finger davon zu lassen.

Denn die Kosten fallen bei einem Offshore-Anbieter nicht als Gebühr an, sondern als Schutzverlust. Diese Angebote sind weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden, es gibt keine deutsche Aufsicht, keine Beschwerdestelle und kein insolvenzgeschütztes Treuhandkonto für das Guthaben. Wer dort einzahlt, handelt mit einem Vertragspartner ohne deutsche Pflichten, und im schlimmsten Fall ist der Weg zum Geld derselbe wie bei der Einzahlung – nur ohne Garantie, ihn zurückzugehen. Dass eine ausländische Genehmigung eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis ersetzt, stimmt nicht, und dass keine Steuer anfällt, stimmt auch nicht, denn die Sportwettensteuer trifft den Veranstalter der Wette.

Wer also nach Kostentransparenz sucht, ist in der Whitelist richtig. Es ist die eine Adresse, an der eine Erlaubnis nachprüfbar ist, und die geprüften Anbieter stehen dort mit ihren eigenen Erlaubnisinhabern.

Häufige Fragen zu Wettanbietern ohne Gebühren

Gibt es Sportwetten-Anbieter ganz ohne Kosten, wenn man die Sportwettensteuer einrechnet?

Nein, und die Steuer ist der Grund. Sie beträgt 5,3 % auf die um die Steuer verminderte Bemessungsgrundlage, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und sie wird von jedem Anbieter getragen oder in Quoten, Einsatz oder Gewinn eingerechnet. Erhebt niemand eine Einzahlungsgebühr, so bleibt die Wette trotzdem ein Markt mit einem Quotenschlüssel unter 100 %.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Einsatz angerechnet (rund 5 % des eingezahlten Betrags)?

Unterschiedlich, und nur ein Anbieter dieser Auswahl schreibt es offen hin. ODDSET erhebt in seinen Bedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; auszahlbar ist danach der Nettogewinn. Bei den übrigen Anbietern ist über die Höhe der Weitergabe anhand der Quoten nichts ausgesagt.

Nehmen lizenzierte deutsche Wettanbieter Geld für Ein- und Auszahlungen?

Ein eigenes Bearbeitungsentgelt nennt keiner der geprüften Anbieter, und der Unterschied liegt bei den Anbietern, die schon früh ehrlich waren. Sportingbet, Oddset und Bpremium vermerken ausdrücklich, dass keine Gebühr eingehoben wird. AdmiralBet erhebt nach eigenen Angaben keine Gebühr, weist aber darauf hin, dass der Zahlungsanbieter eigene Gebühren berechnen kann.

Wovon hängt die Dauer einer Auszahlung ab, etwa von der Prüfung und vom Zahlungsweg?

Von beiden, und die Prüfung kommt zuerst. Die Gewinne werden bei allen Anbietern erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses zur Auszahlung freigegeben, dann prüft der Anbieter, und erst danach läuft der Zahlungsweg. Bei Oddset dauert die Prüfung durch die Finanzabteilung bis zu 48 Stunden, bei AdmiralBet die erste Auszahlung 6 bis maximal 48 Stunden.

Welche Mindesteinzahlung und Mindestauszahlung gelten bei den gängigen Zahlungswegen?

Bei der Mindestauszahlung liegt die Mehrheit bei 10 €, so etwa bei Oddset, Sportingbet, Bpremium und AdmiralBet. Bei der Mindesteinzahlung gibt es keine einheitliche Schwelle: Wettarena verlangt 10 € für jede Methode, AdmiralBet je nach Zahlungsmethode 5 € oder 10 €. Vor der Registrierung gilt bei Winamax ein Limit von 100 €.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»