Regionalliga wetten 2026 – Amateurfußball, verbotene Märkte und zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Datenstand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Wer an einem Samstagnachmittag im Westen oder Nordosten auf ein Regionalliga-Spiel setzen will, stößt auf eine Wand, die nicht aus Technik besteht. Sie besteht aus einem Satz im Glücksspielstaatsvertrag, der Veranstaltungen überwiegend von Amateuren von der Sportwette ausschließt. Fußball unterhalb der dritten Spielklasse zählt in der Praxis genau dorthin. Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis stehen in dieser Übersicht, keiner von ihnen hat ein Regionalliga-Spiel auf dem Wettschein. Das ist kein Versäumnis und keine Marktlücke, sondern die Erlaubnis, die sie haben.
Der Markt dafür existiert trotzdem. Er sitzt auf Seiten, die in Deutschland keine Erlaubnis besitzen und deshalb an keine dieser Regeln gebunden sind. Genau dort entsteht der Preis, um den es in diesem Text geht: ein Angebot, das rechtlich nicht gedeckt ist, dafür ohne Einzahlungslimit über alle Anbieter, ohne Sperrdatei und ohne die Möglichkeit, in Deutschland etwas durchzusetzen. Was das dem nutzenden Menschen kostet, steht in jedem Abschnitt dieses Textes, weil es der einzige Teil ist, den die Werbung für solche Seiten nie erwähnt.
Was die Regionalliga als Wettmarkt ausmacht
Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und in fünf eingleisige Staffeln geteilt: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. In jeder Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Diese Zergliederung erklärt, warum es nicht „die“ Regionalliga gibt und warum Suchanfragen nach einzelnen Staffeln so viel häufiger sind als die nach der Liga insgesamt.

Aufgestiegen wird seit 2019 nach einem Muster, das man kennen muss, wenn man die Liga überhaupt verfolgen will: die Meister von drei Staffeln steigen direkt in die 3. Liga auf, die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Ein Staffelsieg garantiert also nichts, und ein zweiter Platz kann am Ende mehr wert sein als ein erster. Solche Konstruktionen sind im Sport selten und in einem Wettprogramm überhaupt nur abbildbar, wenn der Anbieter die Aufstiegsregeln und das Playoff selbst führt.
Gebaut wurde das anders. Zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit für die Regionalliga vom DFB auf fünf Ligaverbände, ein Schritt, der die Spielklasse förmlich zerschnitt und die Austragung regionalisierte. Die erste Saison der Liga war 1963, ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09. Wer heute nach „Regionalliga wetten“ sucht, sucht also ein Gebilde, das sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach neu erfunden hat, ohne je überregionale Aufmerksamkeit zu erreichen.
Für den Markt ist diese Geschichte kein Hintergrundrauschen, sondern das eigentliche Hindernis. Fünf Staffeln, wechselnde Aufstiegswege, Kleinstvereine mit wandernden Kaderlisten, dazu Spielorte ohne die Infrastruktur eines Profiklubs — daraus lässt sich kein Standardprogramm bauen, wie es eine Bundesliga hergibt. Genau deshalb behandeln die Aufsichtsregeln diesen Bereich anders als den Profifußball, und genau dort setzt alles Weitere an.
Wettmärkte und Quoten: was die Bundesliga kennt und diese Liga nicht bekommt
Die vertrauten Wettarten und ihr Schicksal in der vierten Liga
Ein Blick auf die Wettarten, die ein Spiel auf dem Wettschein erzeugt: Siegerwette (1X2), Handicap mit und ohne Ausgleich, Über/Unter auf die Tore, Halbzeit-Ergebnis, Kombiwetten aus mehreren Partien. Diese Formate sind aus der Bundesliga geläufig, und ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis darf sie dort anbieten. Legt man dieselben Formate neben ein Regionalliga-Spiel, verschwinden sie — nicht weil die Liga unbedeutend wäre, sondern weil die Veranstaltung selbst nicht im zulässigen Sportwettprogramm steht. Die Wettarten sind im erlaubten Bereich nicht vorgesehen, und das gilt für alle fünf Staffeln gleich, für Nord wie für Bayern, für West wie für Nordost.

Für den suchenden Menschen ist das ein doppelt unangenehmer Befund. Die gewohnte Oberfläche des Wettens — Wettschein, Einzelwette, Kombinationswette, Systemwette — bleibt für höhere Ligen bestehen; nur die eine, konkret gesuchte Begegnung fehlt. Man kann also alles bedienen, was man kennt, und trotzdem nicht das, was man wollte. Der Markt bedenkt diesen Unterschied selten.
Das Quotenniveau: woran man erkennt, was ein Angebot wert ist
Ob Preise für Regionalliga-Spiele überhaupt und in welcher Höhe zu finden sind, entzieht sich jedem Vergleich, weil es für diese Spielklasse bei erlaubten Veranstaltern keine Wettquoten gibt. Was sich dagegen sauber rechnen lässt, ist das, was hinter jeder Quote steht — und das betrifft jede Wette auf einen erlaubten Markt darüber, bis hin zum Bundesliga-Spiel am selben Abend.
Die Rechnung am Beispiel: ein 1X2-Markt, wie er in deutschen Spielklassen üblich aussieht, mit drei Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60 für die drei möglichen Ausgänge. Kein zitierter Preis, sondern ein Beispiel, das die Mechanik zeigt. Aus 1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 0,95 bis 0,96 — die drei Summanden ergeben gerundet 0,4762 + 0,2941 + 0,2778 = 1,0481, und der Kehrwert davon liegt bei 0,954. Der Buchmacher behält also zwischen vier und fünf Prozent jedes Einsatzes auf diesem Markt. Wer einen Sieg mit 100 € Eintrag tippt, bekommt im Erfolgsfall 210 € zurück, also 110 € Reingewinn, und ahnt selten, dass der Buchmacher schon bei der Festlegung dieser 2,10 einbehalten hat, was die drei Ausgänge zusammen zu teuer macht. Mit etwas weiteren drei Quoten — etwa 2,15, 3,35 und 3,45 — sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 0,92, und die Marge wächst auf rund acht Prozent. Das ist die Bandbreite, in der ein solcher Markt läuft: eine Marge um vier bis fünf Prozent im engen Fall, bis über acht Prozent bei weiter auseinandergezogenen Ausgängen. Dieses Prinzip gilt für jeden erlaubten Markt und ist die einzige Größe, die der suchende Mensch wirklich mitnehmen kann. Wer wissen will, ob ein Anbieter eng oder breit einbuchtet, nimmt keinen einzelnen Preis, sondern addiert die Kehrwerte aller Ausgänge desselben Marktes. Erst diese Summe verrät, wie viel er am Ende bezahlt. Dieses Beispiel ist eine statistische Schätzung, keine Zusage an eine einzelne Wette: eine einzelne Wette endet mit einem Ausgang, kein Nutzender erhält den Durchschnitt.
Wettsteuer steht unter jeder deutschen Quote getrennt daneben: 5,3 Prozent von der Bemessungsgrundlage, dem bezahlten Einsatz minus die Steuer selbst, was rechnerisch rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags entspricht. Ob ein Anbieter sie in seine Quoten einrechnet, ist eine Entscheidung des Veranstalters, und manche werben offen damit, sie nicht weiterzugeben.
Live-Wetten: ein erlaubter Markt, der weniger kann, als er scheint
Bei erlaubten Anbietern ist die Livewette nicht frei. Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt. Der nächste Satz im Tennis ist erlaubt. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Ausgezahlt wird ein Gewinn erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung.
Für den Leser bedeutet das einen konkreten Verlust an Gestaltung: die engmaschigen Live-Märkte, die eine Übertragung spannend machen, fehlen. Wer im Live-Bereich arbeitet, ist auf die wenigen Bestandteile zurückgeworfen, die zugelassen sind. Wer es trotzdem sucht, findet bei den erlaubten Anbietern Werkzeuge, die mit den höheren Ligen offen umgehen — der Cash Out, mit dem sich ein laufender Wettschein ganz oder teilweise auszahlen lässt, und Konfiguratoren, die Auswahlen aus mehreren Partien kombinieren. Um diese Werkzeuge geht es im Abschnitt zu den Anbietern im Einzelnen.
Spielplan und Staffeln: warum die Liga fünf Regionen braucht
Der Spielplan einer Staffel ist ein geschlossener Terminplan über eine Saison, und darin steckt die einzige Struktur, die ein Regionalliga-Freund als Zuschauer wirklich braucht. Die fünf Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern spielen jede für sich, mit je 18 bis 20 Vereinen, also ungefähr dem Umfang einer Profiliga. Wer eine Staffel verfolgt, sieht dieselbe Mannschaftszahl wie in der Bundesliga und eine ähnliche Zahl von Spieltagen. Was fehlt, ist die landesweite Verklammerung: der Aufstieg läuft über drei Direkttickets und ein Playoff, und die Hauptverantwortung liegt seit 2012/13 bei fünf Ligaverbänden statt beim DFB. Wer sich für die Spiele interessiert, landet fast zwangsläufig bei der eigenen Region — West, Bayern, Nord, Nordost, Südwest —, weil das der Rahmen ist, in dem die Liga tatsächlich organisiert ist.
Dasselbe Muster erklärt, warum sich der Landesverband und die Durchmischung jährlich ändern: ein Verein, der über Jahre in derselben Staffel bleibt, ist eher die Ausnahme. Wer hier wetten wollte — auch das ist eine Konsequenz der Aufstiegsregel —, müsste die Kaderbewegungen der Kleinstvereine beurteilen können, ohne die Quellen, die es für den Profifußball gibt. In der Praxis bleibt, was der Fernsehzuschauer hat: der Wettschein auf die höhere Liga. Was sich in Regionalliga-Stadien abspielt, läuft nebenher.
Auf Angebotsseite findet sich der suchende Blick nur auf Seiten außerhalb des deutschen Erlaubnisrahmens wieder. Solche Seiten listen unter Umständen Begegnungen dieser Klasse, weil sie an das deutsche Sportwettprogramm nicht gebunden sind. Sie tun es dann ohne die Prüfmechanismen, die auf der Whitelist stehen, und ohne die Auszahlungsquote, die sich für deutsche Märkte kontrollieren lässt. Was auf solchen Seiten an Quoten steht, ist zudem mit keiner unabhängigen Beobachtung abgleichbar, sodass selbst der Preis nicht überprüfbar ist, den man dort bezahlt.
Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
Die verglichenen Marken eint, dass ihre Sportwett-Domain auf der Whitelist der Aufsichtsbehörde steht und mit einem Erlaubnisdatum versehen ist. Das ist ein Bekenntnis zu den Regeln dieses Rechtsrahmens und der Grund, warum ein Regionalliga-Spiel bei ihnen fehlt. Die folgende Übersicht führt die Marken, ihren Whitelist-Status samt Erlaubnisinhaber und seit wann die Sportwetten-Erlaubnis läuft; die Sortierung ist die alphabetische Reihenfolge dieser Erlaubnisdaten, kein Qualitätsurteil.
| Marke | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | erste Erlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportwetten | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber NetX Betting Limited | erste Erlaubnis 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportingbet | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Betway | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Betway Limited | erste Erlaubnis 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| 888sport | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber 888 Germany Limited | erste Erlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| VBet | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber SCGO Limited | erste Erlaubnis 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Merkur Bets Malta Limited | erste Erlaubnis 06.11.2023 |
| AdmiralBet | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Greentube Betting Malta Limited | erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| bet365 | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Hillside (Europe) ENC | erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| bpremium | Sportwetten auf der Whitelist; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
Was diese Liste nicht zeigt und auch nicht zeigen kann: wann eine Erlaubnis endet. Die Whitelist verzeichnet Ausgabedaten und keine Ablaufdaten, und eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Wer die Liste selbst liest, findet unter jedem Eintrag die Domain, für die die Sportwetten-Erlaubnis gilt und nichts darüber hinaus. Der Umfang zählt: eine Marke kann auf derselben Liste mit einem virtuellen Automatenspiel stehen, und das ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln. Erschwerend für den suchenden Menschen: die Zahl der Whitelist-Einträge liegt bei rund dreißig, und der Vergleich hier deckt zehn davon ab.
Die Regionalliga als Amateurspielklasse und ihre Folgen
An dieser Stelle wird das Kernproblem konkret: Warum gilt Fußball unterhalb der dritten Spielklasse überhaupt als Amateurbereich, und was folgt daraus für die Wetten? Die Antwort hat zwei Ebenen. Die erste ist organisatorisch. Seit 2012/13 liegt die Verantwortung für die Regionalliga bei fünf Ligaverbänden, die Liga gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln mit je 18 bis 20 Mannschaften, und die Aufstiegswege führen über Playoffs. Die zweite Ebene ist die Aufsicht. Der rechtliche Rahmen schließt Veranstaltungen, die überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren ausgetragen werden, von der Sportwette aus.
Aus dieser Einordnung ergibt sich die entscheidende Konsequenz und die Verwechslung, die fast überall greift: das Verbot folgt aus dem Charakter der Veranstaltung, nicht aus der Bekanntheit der Liga oder der Höhe ihres Niveaus. Eine Regionalliga-Begegnung ist nicht deshalb ausgeschlossen, weil sie wenig Zuschauer hat, sondern weil die Beteiligten in die Amateurdefinition fallen. Und deshalb ist das Fehlen eines Regionalliga-Angebots bei einem erlaubten Anbieter kein Zeichen mangelnder Qualität, sondern der Beleg, dass die Regeln greifen. Was der Nutzende dafür zahlt, ist der Verzicht auf die spannendste Alternative zum Profispiel — dafür erhält er die Sicherheit, bei einem erlaubten Anbieter zu sein, in dem Schutzmechanismen gelten, die im Abschnitt zum verantwortungsvollen Spielen beschrieben sind.
Ein zweiter Punkt gehört daneben, weil er in Werbeaussagen regelmäßig untergeht: nicht nur die Liga, sondern auch die Wettart ist beschränkt. Zur Diskussion steht also nicht, welche der fünf Staffeln erlaubt sein könnte — Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern fallen unter dieselbe Regel. Es ist ein einziger Satz über Amateure, der alles schließt.
Rechtlicher Rahmen: Erlaubnis, Whitelist und die Grenzen des Angebots
Die Aufsicht für Sportwetten in Deutschland liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 handelt, der seit dem 1. Juli 2021 gilt. Sie erteilt die deutschlandweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, sie überwacht und sie verhängt Bußgelder. Die Steuer hingegen ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat, prüft man an der offiziellen Whitelist, die der Staatsvertrag vorsieht, und an nichts anderem. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber, die nur Pferdewetten anbieten. Wer die Liste öffnet, sieht ausschließlich .de-Domains — und eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Eine marke mit Pferdewetten-Erlaubnis oder mit einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele hat damit keine Sportwetten-Erlaubnis. Die in dieser Übersicht vertretenen Anbieter sind an das beschränkte Sportwettprogramm gebunden, und deshalb fehlen Regionalliga-Spiele bei allen zehn gleichermaßen.
Hinzu kommt etwas, das bei der Beurteilung einzelner Angebote oft übersehen wird: die Erlaubnis gilt für eine bestimmte Domain, die in ihrem Sportwetten-Eintrag aufgeführt ist, nicht für ein ganzes Haus. Ein Anbieter kann auf derselben Liste mit einem Kasinoangebot erscheinen; das ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt nichts über sein Sportwetten-Programm. Wer einen Anbieter prüft, liest deshalb seinen Sportwetten-Eintrag, nicht seinen Namen.
Das Angebot, das Regionalliga-Spiele listet, liegt demnach nicht außerhalb irgendeiner Ordnung, sondern außerhalb der deutschen. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat für den deutschen Rechtsraum keine Bedeutung. Die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten, und die Warnung vom 17. September 2026 nennt in diesem Zusammenhang namentlich Platincasino. Ein Verstoß lässt sich also nicht als Randerscheinung abtun. Für das Wetten ohne inländische Erlaubnis gilt: Veranstalterseite bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Ob einzelne Spielende tatsächlich verfolgt werden, lässt sich daraus nicht ableiten — weder als Freibrief noch als Drohkulisse. Die zuständige Aufsicht arbeitet mit Untersagungsverfügungen und mit Zahlungs- und Netzwerksperren.
Zivilrechtlich steht das Bild offen. Unterschiedliche Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis in mehreren Fällen zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt inzwischen beim Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof legte ihm am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Gerichtshofs hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24, ebenfalls zum Fall Tipico, die Auffassung vertreten, dass eine Pflicht zur Rückzahlung verlorener Einsätze für unlizenzierte Anbieter grundsätzlich möglich sei; eine Ausnahme soll gelten, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer darauf hofft, bekommt keine Zusage. Eine Rückzahlung ist niemandem versprochen, und ein Verfahren vor dem Gerichtshof entscheidet über nichts, was ein einzelner Wettschein heute wert wäre.
Der Vergleich zweier Wege steht damit fest. Bei erlaubten Anbietern gibt es Rechtssicherheit, geprüfte Zahlungswege und den Schutzmechanismus, der im nächsten Abschnitt steht — dafür das Einzahlungslimit über alle Anbieter, ein verengtes Live-Programm, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Außerhalb davon besteht die Möglichkeit eines höheren Limits und der Zugang zu diesen Spielklassen, bezahlt mit dem Verlust jeder deutschen Durchsetzungsmöglichkeit.
Verantwortungsvolles Spielen und der Schutz, der an der Erlaubnis hängt
Altersgrenze, Verifizierung und die Summe, die jeden betrifft
Wer bei einem erlaubten Anbieter mitspielen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich vollständig verifizieren lassen. Ein Anbieter darf vor abgeschlossener Verifizierung höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist eine bewusst kurze Frist und erklärt, warum sich die Eröffnung eines Kontos bei einem erlaubten Anbieter so selten in zwei Minuten erledigt.
Der entscheidende Mechanismus dahinter ist das Einzahlungslimit. Es liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt über alle Anbieter hinweg, abgestimmt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, bei 10.000 bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden, und zwar nur gegen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine bloße Selbstauskunft genügt nicht. Ein Limit sinkt sofort und steigt erst nach sieben Tagen. Was das für den Nutzenden bedeutet, lässt sich an einer Zahl ablesen: 1.000 € im Monat über alle Anbieter sind eine harte Grenze, die die Summe des Spielens begrenzt und nicht der einzelne Einsatz. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielen will, kommt damit nicht weiter — paralleles Spielen ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert. Die Kehrseite derselben Regel: Ohne inländische Erlaubnis existiert diese Gesamtsumme nicht, und die Grenze verschiebt sich allein auf die Zahlungsfähigkeit.
Sperrdateien und was außerhalb ihrer Reichweite liegt
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton führt zu einer sofortigen 24-Stunden-Sperre. Das sind Werkzeuge, die ihre Wirkung nur innerhalb des Systems entfalten: Eine Seite ohne deutsche Erlaubnis ist weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden, und ein noch so ernst gemeinter Klick auf die Selbstsperre bleibt dort folgenlos. Wer den Schutz sucht, muss deshalb den Anbieter prüfen und nicht die eigene Absicht.
Für eine Seite mit deutscher Erlaubnis sprechen schließlich zwei Regeln, die man nicht sieht. Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielenden selbst läuft, bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Kryptozahlungen und anonyme Prepaidkarten aus dem erlaubten deutschen Wettbetrieb heraushält. Und das Guthaben liegt auf einem separat geführten, im Insolvenzfall geschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Beides gibt es außerhalb des Erlaubnisrahmens nicht. Und beide Regeln sind auf dieser Seite des Zauns nicht bloß Papier. Wem eine Einzahlung verweigert wird, weil das Konto nicht auf seinen Namen lautet, sieht darin selten den Verbraucherschutz.
Unsere Top 10 im Einzelnen: was jede Marke dem suchenden Nutzer bietet
Die folgende Auswahl liegt in der Reihenfolge der Erlaubnisdaten aus der Whitelist vor, nicht in einer Rangfolge. Ausgewertet werden jeweils Angebot, Wettarten und Werkzeuge, die der Veranstalter selbst beschreibt. Wo eine Marke zu einem Punkt nichts verlautbart, bleibt der Punkt offen.
Betano — die breite Streaming-App ohne Regionalliga
Betano gehört zu den jüngeren Erlaubnissen dieser Liste: Betano steht seit dem 19. Februar 2021 in der Whitelist, eine Folgeerlaubnis datiert auf Dezember 2022. Inhaber ist Betkick Sportsbetting Limited. Die Marke bekennt sich also seit über fünf Jahren zu dieser Lizenzwelt und ist damit an deren Beschränkungen gebunden — an das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat, an das verengte Live-Programm, an die verpflichtende Verifizierung.
Im Wettangebot fallen Werkzeuge auf, die über einen einfachen 1X2-Schein hinausgehen: der Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, der Cash Out zum vorzeitigen Ausgleich eines laufenden Wettscheins und Live-Streams, die laut Anbieter unter anderem Spiele aus LaLiga, dem FA Cup, Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL umfassen. Das ist ein Programm, das in den höheren Ligen gut ausgestattet ist, und es ist zugleich das Programm, in dem ein Regionalliga-Spiel keinen Platz hat. Was ein Bet Builder im engeren Rahmen tatsächlich wert ist, hängt an der Auszahlungsquote: Für jede Kombination aus zwei Auswahlen multiplizieren sich die Einzelmargen, nicht addieren sie sich. Wer drei Märkte aus derselben Partie bei einer Auszahlungsquote von 95 % kombiniert, bekommt nicht 95 % des Wertes zurück, sondern etwas mehr als 85 % — 0,95 hoch drei ergibt etwa 0,857. Der Nutzende zahlt diesen Aufpreis für jede zusätzliche Kombination und sieht die Rechnung nie. Der Preis, den dieser Konfigurator kostet, macht ihn zum Werkzeug für Nutzende, die eine gezielte Wette von Hand zusammenstellen und die Verengung des Auszahlungsniveaus bewusst hinnehmen.
Sportwetten — die NetX-Domain mit langer Whitelist-Historie
Die Marke firmiert seit dem 19. November 2020 in der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom Dezember 2022; als Inhaber ist die NetX Betting Limited geführt. Damit zählt sie zu den Anbietern, die ihre Erlaubnis schon vor den meisten späteren Einträgen besessen haben — und wer so lange dabei ist, kennt das deutsche Sportwettprogramm aus der Praxis.
Bemerkenswert an dieser Marke ist zuerst der Namensbestandteil: Die Adresse führt den Sport im Namen und ist als Whitelist-Eintrag registriert. Was ein Besuch des Programms erwartet, ist trotzdem das, was der Rahmen erlaubt: Profiligen mit festen Wettarten und Live-Märkten, die auf das Endergebnis, das nächste Tor oder einen vergleichbaren Bestandteil begrenzt sind. Eigentliche Werkzeuge wie Cash Out oder Konfiguratoren gehören bei den erlaubten Anbietern zum Standard und sind im Format bekannt: Cash Out zielt auf den laufenden Wettschein, ein Konfigurator baut eine Auswahl aus mehreren Partien zusammen. Auf die vierte Liga wartet trotzdem niemand. Diese Domain eignet sich für Nutzende, die den Sport als Ganzes suchen, nicht eine einzelne Begegnung.
Sportingbet — Konfigurator und ein Sportartenmix für die Nebensaison
Sportingbet besitzt die Erlaubnis für seine Domain seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022; Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Marke gehört damit zu den frühesten Inhabern auf der Liste.
Im beschriebenen Angebot fallen zwei Dinge zusammen: ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten. Der Konfigurator baut eine Auswahl aus mehreren Bestandteilen zusammen, die Live-Funktion überträgt das Modell auf laufende Spiele. Zu den abgedeckten Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Wer nicht nur Fußball verfolgt, findet hier ein Programm, das die Nebensaisons überbrückt — der Preis dafür ist derselbe: Alles spielt sich oberhalb der Amateurgrenze ab. Der Mehrwert gegenüber einem reinen Fußballanbieter liegt damit in den anderen Sportarten, nicht in zusätzlichen Fußball-Ligen. Ein Konfigurator hilft Nutzenden mit klarer Meinung zu mehreren Partien, die sie in einem Wettschein zusammenfassen wollen; wer eine einzelne Begegnung sucht, findet sie weiterhin nicht.
Betway — Cash Out mit Teilauszahlung und Fußball-Konfigurator
Betway hält die Erlaubnis seit dem 9. März 2021, die Folgeerlaubnis datiert auf den 23. Dezember 2022, Inhaber ist die Betway Limited. Wie bei den anderen Marken bestimmt der Erlaubnisrahmen, was auf dem Wettschein landen kann.
Das auffälligste Werkzeug ist der Cash Out: Das grüne Symbol erscheint laut Anbieter unter „Meine Wetten“, der aktuelle Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder nur ein Teil. Die Teilauszahlung ist der Punkt, der in der Praxis zählt — sie erlaubt, einen Wettschein zu entschärfen, ohne ihn ganz aufzugeben, und sie macht den Cash Out für Nutzende interessant, die ein Ergebnis absichern wollen, ohne auf die Restchance zu verzichten. Daneben steht ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, und ein zweiter Konfigurator kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Wer die Unsicherheit über lange Wettscheine klein halten will, findet hier die passendste Mechanik. Wer dagegen auf eine bestimmte Regionalliga-Begegnung setzen will, findet sie auch hier nicht — der Konfigurator kann nur Partien verbinden, die im Programm stehen, und 2026 steht keine einzige dieser Klasse darin.
888sport — der Konzern mit der längsten Börsengeschichte
Die Erlaubnis für die Domain ist seit dem 30. Juni 2021 eingetragen, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022; Inhaber ist die 888 Germany Limited. Betrachtet man die Gruppe, zu der die Marke gehört, wird ihr Hintergrund erkennbar: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport zählt, und ihre Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Wer wissen will, wie lange ein Anbieter in diesem Geschäft steht, kann hier auf den Kapitalmarkt schauen statt auf Werbetexte.
Für die Frage, die diesen Abschnitt bestimmt, ändert die lange Historie nichts: Der Konzernhintergrund und die Börsennotierung beweisen kein Regionalliga-Angebot, und ein Anlegerpapier ist keine Auskunft über die Auszahlungsquote eines 1X2-Marktes. Was der suchende Mensch prüfen kann, prüft er an der Whitelist und am Wettschein. Der Umstand bleibt trotzdem relevant, weil ein Nutzender hier eine andere Sicherheit bemisst als bei einem Newcomer ohne Bilanz — obwohl auch diese Sicherheit nicht die aufsichtsrechtliche Schutzmechanik ersetzt, die aus der deutschen Erlaubnis stammt.
VBet — der späte Markteintritt mit einer Erlaubnis von 2023
VBet hat den jüngeren Weg hinter sich: Sowohl der Inhaber als auch die Domain sind erst mit dem 5. Dezember 2023 in den deutschen Erlaubnisrahmen eingetreten; als Veranstalter der Sportwetten ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s auf Malta geführt. Der Markteintritt liegt damit nur eine gute Saison zurück.
Wer so spät dazukommt, muss umso deutlicher machen, warum ein Nutzender wechseln sollte. Die Sprache der Whitelist kann das nicht leisten — sie ist eine Liste, kein Wettprogramm. Der Grund liegt in den deutschen Schutzmechanismen, die an die Erlaubnis gebunden sind und im Abschnitt Verantwortungsvolles Spielen und der Schutz, der an der Erlaubnis hängt ausgeführt wurden: das verpflichtende Konto in eigenem Namen, die LUGAS-Gesamtsumme von 1.000 €, das Treuhandkonto. Die Kehrseite sind dieselben Regeln im Wettprogramm. Ein Vorab-Angebot für das Kerngeschäft dieser Seite ist hier nicht zu erwarten, und wer es sucht, betrachtet die falsche Marke.
MERKUR BETS — Masse im Programm, Kombination mit Spielautomaten in einer App
MERKUR BETS ist seit dem 6. November 2023 mit seiner Domain in der Whitelist, geführt wird die Merkur Bets Malta Limited. Auch hier gilt: Der Eintrag ist nicht alt, aber er steht für das volle deutsche Regelwerk.
Die Marke wirbt mit einem großen Umfang: Die App für Android und iOS ist kostenlos und nennt über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. Zur Einordnung dieser Zahl gehört, was eine Liste dieser Größenordnung nicht enthält: die vierte Liga, weil sie nicht enthalten sein darf. Die schiere Zahl der Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten ist also ein Umfangsindikator und kein Hinweis darauf, dass die eine gesuchte Begegnung dabei wäre. Die Regionalliga verschwindet in genau der Lücke, die zwei 2026 normale Spielklassen des deutschen Fußballs aus dem Programm hält. Wer ein Sportwettenkonto und gleichzeitig eine Automatenspielumgebung aus einem Haus möchte, findet beides in einer App — was für den einen ein Vorteil und für den anderen ein Grund zur Vorsicht ist, weil sich zwei unterschiedliche Limits in einer Ansicht leicht verwechseln lassen.
AdmiralBet — der Anbieter mit der breitesten Folgeerlaubnis-Historie
AdmiralBet besitzt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020; Folgeerlaubnisse sind für den 13. Dezember 2022 und den 29. Juli 2024 dokumentiert, wobei der Whitelist-Eintrag an die Greentube Betting Malta Limited gebunden ist. Die Zahl der dokumentierten Folgeschritte ist in dieser Übersicht die längste.
Der Zusatz in der Liste verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er der Bereich ist, in dem Erlaubnisse sich unterscheiden: Für virtuelle Automatenspiele besteht eine eigene Erlaubnis für den Spielbereich, die seit dem 28. September 2022 läuft. Spielende, die eine Marke wegen ihres Sportangebots wählen, sollten diese Unterscheidung kennen. Sie erklärt, warum eine und dieselbe Marke auf der Whitelist mehrfach erscheint — und warum das keine zusätzliche Sportkompetenz bedeutet. Wer Sportwetten sucht, richtet den Blick auf den Sportwetten-Eintrag; alles andere ist ein anderes Geschäft mit anderen Regeln, das in dieser Übersicht nicht bewertet wird. Ein Regionalliga-Spiel sucht man in beiden nicht.
bet365 — der bekannteste Name mit Ta’Xbiex-Hintergrund
Bei bet365 führt die Whitelist als Anbieter der Domain die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 27. Dezember 2022. Wer die Liste selbst öffnet, findet diesen Eintrag unter dem Stand vom 2. Oktober 2026 an der Stelle, die der Marke zugeordnet ist.
Der Name hat in Deutschland den größten Wiedererkennungswert unter den zehn, und gerade deshalb lohnt die Unterscheidung zwischen Bekanntheit und Erlaubnisumfang. Die Whitelist führt die Domain mit einem Sportwetten-Eintrag, und ein Eintrag dieser Art ist an dieselbe Amateurgrenze gebunden wie jeder andere. Wer hier nach einem Regionalliga-Spiel sucht, sucht vergeblich, und zwar nicht aus Nachlässigkeit. Was die Marke stattdessen anbietet, ist das deutsche Standardprogramm in einer Größe, wie sie nur die Reichweite einbringt. Der eigentliche Prüfpunkt für den Nutzenden liegt nicht im Namen, sondern im Eintrag: erst der Eintrag entscheidet, ob diese Domain Sportwetten anbieten darf.
bpremium — die Malta-Registernummer und was sie nicht aussagt
bpremium ist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Erlaubnis in der Whitelist geführt, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 21. Dezember 2022. Betreiberin ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira auf Malta, die unter der Registernummer C92799 geführt wird; diese Angabe stammt aus den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023.
Die Registernummer ist der Punkt, an dem sich ein nützliches Missverständnis festmachen lässt. Eine Handelsregisternummer weist die Identität einer Gesellschaft nach; sie belegt keine Erlaubnis und schon gar nicht deren Umfang. Wer prüfen will, ob eine Marke Sportwetten anbieten darf, liest die Whitelist und nicht das Impressum. Für den suchenden Menschen heißt das: Die Frage nach der Regionalliga beantwortet sich nicht aus dem Firmensitz, sondern aus dem Sportwettprogramm. Und dort fehlt die vierte Liga bei dieser Marke wie bei allen anderen.
Wer nach dieser Liste sucht und worauf er im eigenen Konto achtet
Die zehn Marken unterscheiden sich in der Tiefe ihres Programms, in der Länge ihrer Erlaubnis und im Umgang mit der gesuchten Begegnung nicht. Keine von ihnen kann sie anbieten, weil keine von ihnen es darf. Wer sich nach dieser Suche neu anmeldet, sollte deshalb nicht mit dem Konto beginnen, sondern mit der Prüfung: Steht die Sportwetten-Domain auf der Whitelist, ist der zugehörige Erlaubnisinhaber derselbe, den die Liste nennt, und ist im eigenen Konto ein Einzahlungslimit sichtbar? Drei Fragen, die sich in derselben Sitzung beantworten lassen. Wer diese Prüfung auslässt, findet nicht das gesuchte Spiel, aber vielleicht ein größeres Limit bei einer Seite ohne jeden Schutz.
Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht. Die Sportwetten-Erlaubnis schließt Veranstaltungen aus, die überwiegend von Amateuren ausgetragen werden, und Fußball unterhalb der dritten Spielklasse fällt in der Aufsichtspraxis darunter. Alle fünf Staffeln der Regionalliga sind davon gleichermaßen betroffen, unabhängig von ihrer Region und ihrer Zuschauerzahl.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?
Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse, organisiert in fünf Staffeln mit je 18 bis 20 Mannschaften und seit 2012/13 in der Verantwortung von fünf Ligaverbänden. Weil ihre Teilnehmer als Amateure gelten, ist sie vom erlaubten Wettprogramm ausgenommen. Für den suchenden Menschen bedeutet das: ein erlaubtes Angebot für diese Spiele gibt es nicht.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Dann handelt es sich um ein Angebot ohne inländische Zulassung. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat für Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde warnt vor solchen Seiten, und die Teilnahme kann strafbar sein. Zahlen und Auszahlungen lassen sich dort nicht gegen eine offizielle Beobachtung prüfen, und deutsche Ansprüche bestehen nicht.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
An der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die nach dem Glücksspielstaatsvertrag die einzige Prüfung einer Erlaubnis ist. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge, alle mit .de-Domain. Wichtig ist nicht der Name, sondern der Eintrag: Dort steht, für welche Domain die Sportwetten-Erlaubnis gilt und wer ihr Inhaber ist.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Ohne deutsche Erlaubnis ist der Anbieter an keines der beiden Systeme angebunden. Das bedeutet: keine automatische Gesamtsumme von 1.000 € im Monat über alle Anbieter und keine Sperre, die über alle Anbieter hinweg greift. Wer sich dort sperren lässt, sperrt sich nur bei diesem einen Anbieter. Der Schutz endet mit der Grenze des Erlaubnisrahmens.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Bei Quoten wie 2,10, 3,40 und 3,60 summiert sich die Kehrwerte auf etwa 1,048, die Auszahlungsquote liegt damit bei ungefähr 95 % und die Marge des Veranstalters bei rund fünf Prozent. Ein erfolgreicher Tipp von 100 € zahlt 210 € zurück. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage aus Einsatz minus Steuer und wird vom Veranstalter geschuldet.
Fußball – Wettanbieter
Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»
