Zimpler im Sportwetten-Vergleich – was Einzahlung, Bonus und Auszahlung den Spielenden kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Ein Smartphone liegt neben einem Notizbuch und einem Kugelschreiber auf einem hellen Schreibtisch, das Display ist ausgeschaltet.
Zimpler kündigte am 15. Mai 2023 sofortige grenzüberschreitende Auszahlungen in Euro per SEPA an; zu den Ländern der Händler, für die der Dienst gilt, zählt Deutschland.

Zimpler ist ein schwedisches Zahlungsinstitut, kein Wettanbieter, und es hat nie einen Bonus erfunden. Wer sich in Deutschland fragt, ob er beim nächsten Anbieter per Zimpler einzahlen kann, bekommt die Antwort nicht von Zimpler, sondern vom Buchmacher – und die Bedingungen, die daran hängen, stammen aus dem Vertrag zwischen beiden. Das ist der erste Punkt, an dem die Sache teurer wird, als die Werbung suggeriert: Der Zahlungsweg bestimmt nicht die Höhe des Bonus, aber er bestimmt, welche Prüfungen greifen, welches Konto belastet wird und wie viel von einem Gewinn am Ende übrig bleibt. In diesem Vergleich liegt die Auszahlungsquote eines regulären 1X2-Marktes irgendwo unter dem, was die Plakate versprechen, und die Umsatzbedingung mancher Boni verlangt eine Mindestquote, die zum Spielen zwingt, statt zum Auszahlen.

Die zehn Anbieter auf dieser Seite tragen alle eine deutsche Sportwettenerlaubnis. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Gespräch über Kosten überhaupt Sinn ergibt: Wo keine Erlaubnis steht, gibt es keine Limitdatei, keinen Sperrregister-Eintrag und keinen deutschen Gerichtsweg. Was danach kommt, ist Sortierung nach dem, was ein Konto Monat für Monat wirklich verlässt – Mindesteinzahlung, Gebühren, Fristen, Umsatzhürden.

Bonusbedingungen in Euro und Quoten: was eine Gratiswette verlangt

Ein Bonus ist ein Kredit mit Auflagen, und die Auflagen sind bei jedem Anbieter anders geschrieben. Die häufigste Bauform heißt in Deutschland „Einzahlungsbonus“ und meint: Der Anbieter legt auf die erste Einzahlung etwas drauf – als Guthaben, als Freiwette oder als Mischung aus beidem. Wer das als „Gratisgeld“ liest, liest falsch. Der zweite Teil des Wortes ist der wichtige: Bonusgewinne werden erst auszahlbar, wenn ein bestimmtes Vielfaches bewegt wurde.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund steht ein Stadion unter Flutlicht in der Dämmerung.
TrueLayer gab am 21. Oktober 2025 bekannt, Zimpler übernehmen zu wollen.

Umsatzvielfache, Mindestquoten und Fristen im Vergleich

Die konkreten Zahlen liegen selten offen auf der Startseite. Wo sie stehen, stehen sie in den Nutzungsbedingungen, und dort zeigen sie, was der Bonus tatsächlich verlangt. Bei bpremium etwa sind Bonusgewinne aus Sportwetten erst dann zur Auszahlung frei, wenn das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung umgesetzt sind – beide Größen also, nicht nur eine. Verlangt wird das bei Dezimalquoten ab 1,7. Wer sich angewöhnt hat, quotenschonend zu setzen, muss für den Bonus umlernen: Jede Quote unter 1,7 zählt nicht am Umsatz mit.

Bei Winamax liegt der Aufbau anders. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und diese Freebets selbst sind umsatzfrei – ein deutlich freundlicheres Konstrukt als das Fünffache-plus-Einzahlung. Der Haken sitzt an einer anderen Stelle: Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Diese Mindestquote verschmutzt praktisch nichts, sie ist fast als Formalie zu lesen – bei 1,7 sieht die Sache anders aus. Zwei Anbieter, zwei völlig verschiedene Preisschilder auf derselben Werbezeile „Bonus“.

Eine leere Tribüne eines kleinen Stadions am frühen Morgen, aus der Ferne über einen menschenleeren Parkplatz fotografiert.
Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht.

Was das für einen Betrachter mit kleinem Budget heißt, lässt sich an einer einfachen Rechnung zeigen. Wer 50 € einzahlt und einen Bonus mit dem bpremium-Muster annimmt, muss in diesem Fall 250 € Bonusbetrag plus 250 € Einzahlung bewegen – zusammen 500 € Umsatz, um an einen Gewinn zu kommen. Bei einer Mindestquote von 1,7 und einer durchschnittlichen Bearbeitung von zwei Euro pro Umsatzhundert bleibt davon unvermeidlich etwas am Buchmacher hängen. Das ist kein Betrug; es ist der Preis des „Willkommens“.

Es gibt in Deutschland übrigens keine Vorschrift, die einen Bonusbetrag deckelt. Weder das GlüStV noch die GGL schreiben eine maximale Bonushöhe, ein maximales Umsatzvielfaches oder eine Mindestquote vor. Alles, was oben steht, stammt aus den Geschäftsbedingungen der Anbieter selbst. Wer also einen Bonus prüft, prüft fremdes Hausrecht – nicht die Aufsicht.

Gratiswette, Freiwette, Freebet: derselbe Name, drei verschiedene Sachen

Die Wortwahl in der Werbung ist bewusst unscharf. Eine Gratiswette oder Freiwette ist in der Praxis meist eine Wette, bei der der Einsatz gestellt, aber nicht ausgezahlt wird: Gewinnt sie, kommt der Nettogewinn – nicht Einsatz plus Gewinn. Ein Einzahlungsbonus ist dagegen Guthaben, das wie Bargeld aussieht und sich wie Bargeld benehmen muss, solange der Umsatz läuft. Dazwischen liegt bereits der Unterschied zwischen einem wirklichen Geschenk und einem Kredit für einen bestimmten Zweck.

Bei Winamax heißt das Produkt ausdrücklich Freebet, die Einzahlung ist separat umzusetzen, mit Obergrenze 100 € und Mindestquote 1,05. Bei bpremium entscheidet die vollständige Erfüllung beider Umsätze über die Auszahlbarkeit. Der Unterschied liegt im Umfang der Bedingung, nicht in der Richtung. Es lohnt sich, vor jeder Annahme aufzuschreiben: Wie viel muss ich einsetzen, in welcher Mindestquote, bis wann? Dann ist die Größe des Bonus entschieden – aber nicht die Chance, ihn zu gewinnen.

Wo Rabatte stecken, ohne dass sie so heißen

Der teuerste Bonus ist nicht der mit dem größten Prozentsatz, sondern der mit der engsten Zeit. Eine Frist von wenigen Tagen bei hohem Umsatzvielfachen zwingt zu Einsätzen ohne Abwägung. Wer das nicht schafft, verliert nichts außer der Aussicht auf den Bonus – die eingezahlte Summe bleibt in der Regel Spielguthaben und steht im Konto, bis sie verspielt oder ausgezahlt wird. Das sollte man trennen: Bonus verfallen lassen ist kein Verlust der Einzahlung.

Bei allen zehn hier geführten Anbietern steht hinter dem Spielangebot eine deutsche Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV und damit die Whitelist der GGL. Ein Bonus eines Anbieters außerhalb der Whitelist ist trotzdem möglich – nur ist er dann ein Angebot ohne deutschen Rechtsschutz.

zahlungsabwicklung im Detail: Mindestbeträge, Fristen und Gebühren

Zimpler selbst ist ein schwedisches Zahlungsinstitut mit Sitz in Stockholm, geführt unter der Organisationsnummer 556887-9984 und zugelassen von der schwedischen Finanzaufsicht Finansinspektionen. Die Zulassung umfasst Zahlungsauslösung, Kontoinformationsdienste und die Ausführung von Zahlungsvorgängen – also nicht das Halten von Geld wie eine Bank, sondern die Weiterleitung. Diese Unterscheidung ist praktisch bedeutsam: Wer über Zimpler einzahlt, hat sein Geld nicht bei Zimpler, sondern bewegt es über Zimpler.

Die Geschichte des Dienstes erklärt, warum er in Deutschland überhaupt präsent ist. 2012 wurde das Unternehmen als PugglePay gegründet, 2016 in Zimpler umbenannt, im selben Jahr startete das E-Wallet in Deutschland, und 2017 kam die heutige Zulassung der Finansinspektionen. Der Zeitpunkt passt zur Sache: Wer 2016 in Deutschland ein E-Wallet für Online-Zahlungen aufsetzte, baute auf ein Marktumfeld, das sich gerade erst zu regulieren begann.

Grenzüberschreitend ist der Dienst nach eigener Angabe im Rahmen des Passporting nach dem schwedischen Zahlungsdienstegesetz tätig, innerhalb der EU und des EWR. Am 15. Mai 2023 kündigte Zimpler sofortige grenzüberschreitende Auszahlungen in Euro per SEPA an; Deutschland zählt zu den Ländern der Händler, für die der Dienst gilt. Für den betrachtenden Spieler ist dabei vor allem eine Zahl von Interesse: Was kostet die Nutzung?

Laut den Bedingungen erhebt Zimpler selbst keine Gebühr für den Dienst – außer bei Währungsumrechnung. Bank und Händler können allerdings eigene Gebühren berechnen. In der Praxis heißt das: Der Buchmacher, nicht Zimpler, entscheidet über die Kosten, die beim Zahlungsvorgang spürbar werden. Wer eine Auszahlung plant und die Kosten im Blick behalten will, findet die für ihn geltende Antwort also nicht beim Zahlungsdienstleister, sondern in den Zahlungsbedingungen des Anbieters.

Ein Punkt, der bei Zahlungsdiensten gern untergeht: die Aufsichtsgeschichte. Die Finansinspektionen verhängte am 16. Oktober 2025 gegen Zimpler AB eine Verwarnung und eine Geldbuße von 3 Millionen SEK. Grund waren Verstöße gegen das schwedische Geldwäschegesetz (2017:630), darunter eine fehlende Risikobewertung eines Dienstes und vieler Kunden. Das ändert nichts an der Zulassung, aber es ist die Art Information, die ein Zahlungspartner vor Vertragsabschluss sehen will. Wer sein Geld über einen Dritten bewegt, hat ein Interesse daran, wie dieser Dritte seine eigenen Kontrollpflichten ernst nimmt.

Im Oktober 2025 folgte eine strukturelle Nachricht: TrueLayer gab am 21. Oktober 2025 bekannt, Zimpler übernehmen zu wollen, und auf der Zimpler-Website ist eine Mitteilung vom 3. März 2026 gelistet, wonach TrueLayer die Übernahme abgeschlossen hat. Für Nutzer ändert sich die Zulassung dadurch nicht automatisch, aber die Richtung ist klar: Das Pay-by-Bank-Segment konsolidiert sich, und der schwedische E-Wallet-Anbieter wird Teil eines größeren europäischen Infrastrukturanbieters. Wer häufiger per Zimpler einzahlt, sollte die Ankündigungen des Dienstes im Auge behalten – Bedingungen können sich im Zuge einer Integration ändern.

vergleich der Anbieter in der Tabelle

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach dem, was die Whitelist über sie festhält, und nach dem Datum, ab dem sie eine Sportwettenerlaubnis führen. Die Liste der GGL ist der einzige belastbare Test einer Erlaubnis – wer dort steht, hat eine; wer nicht dort steht, hat keine deutsche. Der Stand der Liste ist der 2. Oktober 2026.

Anbieter Inhaberin der Sportwettenerlaubnis laut Whitelist Sportwettenerlaubnis seit
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betway Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022

Auffällig ist weniger die Spalte der Erlaubnisdaten als die der Inhaberinnen. Sieben der zehn Betreibergesellschaften sitzen in Malta, und die Zahl der Marken ist größer als die Zahl der Konzerne dahinter: I.B.C. Sportsbetting Limited steht hinter zwei Anbietern. Wer glaubt, mit dem Wechsel des Anbieters allein schon mehr Unabhängigkeit zu gewinnen, wechselt in diesem Fall nur die Oberfläche. Für das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € je Kalendermonat, das über die LUGAS-Limitdatei anbieterübergreifend greift, spielt die Marke ohnehin keine Rolle. Das Limit gilt pro Person, nicht pro Konto.

Die Erlaubnisdaten selbst lesen sich unspektakulär, mit einer Ausnahme: Bet3000 steht erst seit dem 22. April 2026 in der Liste. Ein so junges Erstdatum sagt nichts Schlechtes über den Anbieter, aber es heißt, dass Betriebsabläufe, Zahlungswege und Bonusbedingungen noch weniger durch eine lange Praxis abgesichert sind als bei Häusern, die seit 2020 im regulierten Markt arbeiten. Wer sich an Neues herantastet, fährt mit einer kleinen ersten Einzahlung besser als mit einer großen.

Die Whitelist führt zu jedem Eintrag nur ein Erstdatum, kein Enddatum. Eine Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV läuft fünf Jahre, wird aber nicht mit Ablaufdatum ausgewiesen. Wer also prüfen will, ob ein Anbieter heute noch tätig sein darf, muss die Liste selbst aufrufen – ein Screenshot von gestern beweist nichts.

Was Zimpler beim Wetten leistet und was nicht

Zimpler ist in erster Linie Einzahlungsweg, nicht Auszahlungskanäle-Vielfalt. Der Dienst bewegt Geld per Pay-by-Bank-Verfahren, also per Überweisung, die vom Zahlungsdienst ausgelöst wird. Daraus folgen Eigenschaften, die ihn von Karte, klassischer Überweisung und anderen E-Wallets unterscheiden.

Der Vorteil gegenüber der Karte ist die Direktheit: Die Zahlung läuft vom Konto, ohne Kartennummer, ohne Kartennetz. Der Vorteil gegenüber der klassischen Überweisung ist das Tempo – seit Mai 2023 wirbt Zimpler mit sofortigen grenzüberschreitenden SEPA-Auszahlungen in Euro. Ein Nachteil gegenüber einer in Deutschland weit verbreiteten Zahlungsmethode liegt auf der Hand: Zimpler ist kein deutscher Standard, und ob ein einzelner Buchmacher ihn führt, ist dessen eigene Entscheidung. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen bestimmten Zahlungsweg besteht nicht.

Wenn ein Anbieter Zimpler nicht anbietet, ist das kein Mangel des Zahlungsdienstes, sondern eine Entscheidung des Buchmachers. Und umgekehrt: Ein Wettanbieter, der mit Zimpler wirbt, hat diese Integration selbst eingerichtet. Für Spielende heißt das, die Zahlungsübersicht jedes Anbieters einzeln zu prüfen. Wer auf schnelle Auszahlungen angewiesen ist, sollte bei jedem Anbieter vorher klären, ob sie über denselben Weg zurückgeht, über den eingezahlt wurde – bei AdmiralBet etwa gilt, dass Auszahlungen ausschließlich über dieselbe(n) Zahlungsmethode(n) wie die Einzahlung erfolgen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Geldwäscheregeln, in denen Zimpler operiert. Die im Oktober 2025 verhängte Geldbuße von 3 Millionen SEK zeigt, dass Zahlungsinstitute in diesem Bereich eigenen Aufsichtspflichten unterliegen. Für den regulierten deutschen Markt ist Zimpler als Zahlungsdienstleister kein Ersatz für eine Erlaubnis und keine eigene Kontrollinstanz; die Pflichten des Spielers gegenüber dem Buchmacher –darunter die Einzahlung ausschließlich vom eigenen Konto – bleiben dort, wo sie hingehören.

Erlaubnis, Rechtsschutz und die Warnung vor „ohne OASIS“

Zimpler als Zahlungsweg und die Erlaubnisfrage sind zwei getrennte Dinge. Die Suche nach Sportwetten „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ mit Zimpler führt in ein Feld, in dem die beiden Dinge absichtlich vermischt werden. Hier ist deshalb die klare Trennung nötig: Wo eine deutsche Erlaubnis fehlt, ist Sportwetten zu vermitteln unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz sagt für Deutschland nichts. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an solchen Angeboten – am 17. September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang Platincasino als Beispiel.

„ohne Verifizierung“ ist ein Versprechen, das teuer wird

Wer mit „ohne Verifizierung“ wirbt, bietet kein Wettprodukt, sondern einen Verstoß. Nach § 6a GlüStV besteht ein Konto pro Anbieter, und eine vollständige Verifizierung ist die Regel; ein Anbieter darf vor Abschluss der Prüfung höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Ein Angebot, das ohne Prüfung dauerhaft Ein- und Auszahlungen erlaubt, kann innerhalb des regulierten Rahmens nicht bestehen. Wer so wirbt, wirbt mit dem illegalen Betrieb.

„ohne OASIS und LUGAS“ und was das die Spielenden selbst kostet

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, in das sich Spielende eintragen lassen und das bei Registrierung und Anmeldung abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist benannt wird, andernfalls mindestens ein Jahr. Die LUGAS-Limitdatei setzt das Einzahlungslimit über alle Anbieter hinweg um: standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, und die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen bei mehreren Anbietern. Wer auf einer Seite spielt, die an keines dieser Systeme angeschlossen ist, verliert nicht nur eine Datei – er verliert die Wirkung seiner eigenen Sperre. Genau darin liegt der Preis: Ein Sperrantrag, der bei einem nicht angeschlossenen Anbieter nicht greift, schützt nicht vor dem Rückfall.

Die Erlaubnisgeberin ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), tätig auf Grundlage des GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht den Markt einschließlich der Möglichkeit von Bußgeldern nach § 28a. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist der einzige verlässliche Nachweis einer Erlaubnis. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwettenerlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Alle geführten Domains sind .de-Domains – aber eine .de-Adresse allein beweist nichts. Ein Inhaber darf Sportwetten nur unter der Domain vermitteln, die unter seiner Sportwettenerlaubnis geführt ist; Slots, Poker oder Casino sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.

Was in Deutschland überhaupt gesetzt werden darf

Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens (§ 21 Abs. 1), als Einzel- und Kombinationswette – und nur in den Wettarten, die die GGL zugelassen hat (§ 21 Abs. 5, Sportwettprogramm). Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – nach GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich –, manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, E-Sport wird nicht als Sport anerkannt. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchstlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Was von einem Gewinn abgeht

Die Sportwettensteuer ist nach §§ 16–25 RennwLottG geregelt und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18) – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Der Steuersatz auf den Einsatz zu beziehen wäre falsch: Wer hier 5,3 % des Einsatzes rechnet, rechnet zu viel. Die Steuer greift auch bei unerlaubten Anbietern – gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Ein warnendes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Anbieter Kosten auf Gewinne legen, liefert ODDSET: Laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhebt das Unternehmen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % („Quotenabschlag“) auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Nach Abzug der Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das ist kein Steuerabzug, sondern eine vertragliche Gebühr des Veranstalters – und sie trifft die Gewinne, nicht die Einsätze. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, sollte prüfen, ob dort eine vergleichbare Regel steht.

Der Rechtsweg, der noch offen ist

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist vom Bundesgerichtshof zum Europäischen Gerichtshof weitergereicht worden: Am 25. Juli 2024 legte der BGH dem EuGH die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit niemandem versprochen. Wer auf eine solche Wette setzt, trägt das Prozessrisiko selbst.

Erlaubnisfrei geht es nicht. Ohne Erlaubnis bleibt es bei unerlaubtem Glücksspiel: Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Für die Verfolgung einzelner Spieler ist nichts belegt – daraus folgt weder ein Freibrief noch ein Drama. Die Aufsicht setzt auf andere Mittel: Untersagungsverfügungen, Zahlungsblocking und Netzsperren nach § 9 GlüStV.

Verantwortung: Einzahlungslimit, Sperrsystem und der eigene Kontostand

Der wichtigste Kostensatz dieser Seite ist nicht der Bonus. Er ist eine 1.000-Euro-Zahl, die über alles andere hinauswächst. Einzahlungen über Zimpler zählen zum selben Monatslimit und unterliegen denselben Sperren wie jede andere Zahlung; die Zahlungsart ändert daran nichts. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei anbieterübergreifend umgesetzt, standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat. Ein Anbieter kann es für einzelne Personen nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit erhöhen – bis 10.000 €, und bei höheren Beträgen von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler –, wobei eine Selbstauskunft nicht genügt; Absenkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 7 Tagen.

Verifizierung ist dabei keine Formalität, sondern der Punkt, an dem die eigene Zahlungsfähigkeit auf dem Papier steht. Nach § 6a GlüStV besteht ein Konto pro Anbieter; vor Abschluss der Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer das umgeht oder umgehen lässt, spielt auf Zeit, die ihm nicht gehört. Neben dem Limit steht die Pflicht zur Zahlung vom eigenen Konto: Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Genau diese Regel hält Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettmarkt heraus. DAZN Bet formuliert denselben Grundsatz in seinen eigenen Bedingungen: Genutzte Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen registriert sein, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Der Anbieter handelt also nicht aus Willkür, wenn er hier nachfragt.

Die Sperrsysteme ergänzen die Grenze nach oben. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Anmeldung abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate bei benannter Frist, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt. Wer sein Spielverhalten selbst begrenzen will, findet die Werkzeuge also nicht in einer App des Zahlungsdienstes, sondern im eigenen Konto beim Anbieter und bei der GGL.

Ein oft übersehener Punkt betrifft das Geld, das noch im Konto liegt. Spielergelder stehen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV). Das ist kein Nebensatz, sondern ein Rechtsanspruch – und einer, den ein unbekannter Anbieter mit Sitz und Aufsicht im Ausland nicht in derselben Form bietet. Wer nach der Zahl der Anbieter fragt, sollte diese Frage zuerst stellen: Bekomme ich mein Guthaben zurück, und vor allem Gericht?

Für Spielende mit begrenztem Budget ist der praktische Umgang damit unspektakulär. Das Limit gilt unabhängig von der Einzahlungsmethode, also hilft der Wechsel von Zimpler zu einer anderen Zahlungsart nicht, um es zu umgehen – es lohnt sich, die Höhe des Limits als echte Grenze zu lesen und nicht als bürokratische Hürde. Wer den eigenen Monatsrahmen kennt, kann entscheiden, ob ein Bonus mit Mindestquote überhaupt passt, denn ein Umsatz, der innerhalb einer Frist gehalten werden soll, treibt Einsätze, die man vielleicht nicht tätigen wollte. Der beste Kostenschutz bleibt daher die eigene Grenze vor jeder Einzahlung – nicht das Zahlungsmittel, mit dem sie ankommt.

Die zehn Wettanbieter mit Zimpler im Einzelnen

Alle zehn Marken unten tragen eine deutsche Sportwettenerlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Reihenfolge folgt der Ordnung dieser Betrachtung und ordnet nach dem, was am Konto hängen bleibt. Zahlungsarten wie Zimpler sind kein Erlaubniskriterium: Ob ein Anbieter den Dienst führt, steht in seinen eigenen Zahlungsbedingungen. Wo zu einem Punkt nichts Belastbares vorliegt, steht hier keine Behauptung – weder dafür noch dagegen.

bpremium: der Bonus, der Einzahlung und Bonus zugleich umsetzt

bpremium wird in der Whitelist über die Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited geführt, mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Inhaberin sitzt nicht in Deutschland, was bei sieben der zehn Anbieter dieser Liste ebenso ist und für sich genommen kein Nachteil ist, solange die Erlaubnis steht.

Der Grund, warum bpremium an dieser Stelle des Vergleichs steht und nicht weiter hinten, liegt in den Nutzungsbedingungen: Bonusgewinne aus Sportwetten sind erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung auszahlbar, verlangt bei Dezimalquoten ab 1,7. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Das ist die schwächere von zwei Umsatzarchitekturen, die auf dieser Seite vorkommen: Nicht nur der Bonus muss laufen, sondern auch das eingezahlte Geld – und das bei einer Mindestquote, die den Spieler von einem Teil des Programms praktisch ausschließt. Wer sich an ein 1,5er-Programm gewöhnt hat, verliert den Anspruch auf einen Teil der Umsätze.

Wer bei bpremium mit Bonus spielt, sollte die Rechnung vor Annahme des Angebots aufstellen: Einsatzvolumen, Mindestquote, Frist, und welche Wette in diesem Zeitraum überhaupt verfügbar ist. Die Marke ist ein Haus für Spieler, die ihr Wettprogramm ohne Bonuskenntnis ohnehin breit aufstellen – nicht für jemanden, der ein flinkes Einzelwettchen mitnehmen will.

Sportingbet: klare Auszahlungsfristen mit eWallet als schnellem Weg

Sportingbet trägt eine Erlaubnis der Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Der Anbieter hat eine der konkretesten Auszahlungsbeschreibungen unter den Häusern dieser Liste, und deshalb steht er hier so weit vorn: Wer wissen will, wann Geld ankommt, findet bei Sportingbet Zahlen.

Auszahlungen erfolgen ab einem Mindestbetrag von 10 €. Per Debit- oder Kreditkarte dauert die Verarbeitung 2 bis 4 Werktage, per eWallet – etwa PayPal, Skrill oder NETELLER – innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Bearbeitungsgebühren werden nach den veröffentlichten Angaben nicht erhoben. Die Spannweite von 8 Stunden bis 5 Werktage ist groß, aber sie ist ehrlich: Die Banküberweisung ist der langsamste Weg, das eWallet der schnellste. Wer die Wahl hat, sollte die schnelle Variante nehmen.

Ein Hinweis, der bei Auszahlungsfristen grundsätzlich gilt: Sie beginnen nach der Prüfung. AdmiralBet formuliert das ausdrücklich so, dass Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeitet werden, vorausgesetzt, die Identität des Spielers ist verifiziert. Wer seine Verifizierung von Anfang an vollständig hat, verkürzt seine eigene Wartezeit.

Was bei Sportingbet bleibt, ist eine sehr faire Preisgestaltung bei der Auszahlung selbst: keine Gebühren, niedrige Untergrenze. Für einen Spieler, der kleine Beträge auszahlen lässt und die Bearbeitungszeit einmal schlucken kann, gehört der Anbieter zu den unkomplizierten. Der Punkt, an dem sich die Wahl entscheidet, ist weniger die Gebühr als die Geduld – wer sein Geld in Stunden will, wählt den eWallet-Weg und keinen Kartentransfer.

Betway: niedrige Einstiegsschwelle, klare Untergrenzen

Betway führt in der Whitelist Betway Limited als Inhaberin der Sportwettenerlaubnis, Ersterlaubnis vom 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Betway ist damit der zweitälteste Eintrag dieser Gruppe nach den Marken aus dem Oktober 2020.

Für Zahlungen interessant sind zwei Zahlen: Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Paysafecard 5 €, die Mindestauszahlung 10 €; die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Die 5-Euro-Untergrenze ist niedriger als bei den meisten Häusern dieser Liste – eine Seltenheit in einem Markt, in dem 10 € zur Regel geworden sind, und für jemanden mit kleinem Einstiegsbudget nicht unwichtig. Die Auszahlung auf ein Paysafecard-Konto in weniger als einem Tag ist ebenfalls zügig, liegt aber hinter den 8 Stunden, die Sportingbet für E-Wallets nennt.

Hier zeigt sich der Kostencharakter einer Zahlungsmethode gut: Nicht die Einzahlung ist teuer, sondern das Kleben am falschen Rückweg. Wer per Paysafecard einzahlt und dann auf das Bankkonto auszahlen lassen will, verliert Zeit gegenüber dem, der dieselbe Methode zurückgehen lässt. Günstig ist im Zweifel der Weg, der den Kreis schließt.

NEO.bet: jung im Markt, mit älterer Inhaberschaft

Auf der Whitelist ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Das Erstdatum ist bemerkenswert: Es ist älter als das Erscheinungsbild der Marke, die als neues Angebot auftritt. Wer bei NEO.bet einsteigt, spielt also nicht bei einem Start-up, sondern bei einer Konzernstruktur mit längerer Laufzeit.

Für den Kostenvergleich bedeutet das vor allem Planbarkeit: Die Erlaubnis ist seit 2020 durchgehend geführt, die Nebenbedingungen werden seit Jahren unter Aufsicht gestellt. Bei allen Haushaltsfragen – Einzahlungslimit, Verifizierung, Zahlungsweg – gilt dasselbe deutsche Regelwerk. Wie sich das Angebot in der Praxis für den einzelnen Kontoinhaber anfühlt, zeigt sich erst am eigenen Konto.

Interessant ist die Marke für Spieler, die auf ein moderneres Bedienkonzept Wert legen und dennoch keine Aufsichtslücke in Kauf nehmen wollen. Wer nach der ersten Zahlung merkt, dass das Zahlungsmittelset zum eigenen Alltag passt, hat einen Anbieter, dessen regulatorisches Fundament dünner wirkt, als es ist – der Name ist neu, die Erlaubnis nicht.

DAZN Bet: Sportübertragung im Paket, strenges Zahlungskonto

DAZN Bet wird in der Liste über DZBT Operations Limited geführt, mit einer Ersterlaubnis vom 22.08.2023 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Der Eintrag fällt in eine Phase, in der ein etablierter Sportmedienanbieter in den deutschen Wettmarkt einstieg – und das ist der eigentliche Grund, warum diese Marke im Vergleich steht.

Bei den Zahlungen halten die Bedingungen des Anbieters einen Punkt fest, der vielen Spielern Ärger ersparen kann: DAZN Bet erhebt für Einzahlungen keine Bearbeitungsgebühren; verwendete Zahlungsmethoden müssen aber auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Die erste Hälfte ist ein Kostenvorteil, die zweite eine Warnung. Wer die Zahlungsmethode eines Haushaltsmitglieds benutzt, riskiert nicht nur einen abgelehnten Vorgang, sondern den Zugang.

Der Punkt ist kein DAZN-Bet-Spezifikum, sondern schreibt nur die Regel des § 6b Abs. 4 GlüStV in Hausrecht fort. Dass der Anbieter es ausdrücklich nennt, ist trotzdem nützlich: keine Überraschung im Auszahlungszeitpunkt. Wer sich mit dem eigenen Namen anmeldet und ausschließlich eigene Zahlungsmittel verwendet, wird mit dieser Regel nie in Berührung kommen.

Tiptorro: App-Anbieter mit klarem Prüfanspruch

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. In der Whitelist ist Tiptorro mit einer Ersterlaubnis vom 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022 geführt (Stand der Liste: 2. Oktober 2026), als Inhaberin Torro Tec Limited.

Die Beschreibung als „unter Aufsicht der GGL“ stammt aus der Selbstangabe des Anbieters; die Whitelist bestätigt den Eintrag unabhängig davon. Das ist die richtige Prüfreihenfolge – erst selbst nachsehen, dann der Marketingaussage glauben. Tiptorro ist dabei die einzige Marke in dieser Gruppe, die im App-Store-Kontext so stark auf die Aufsicht verweist.

Für Spieler, die ihr Konto ohnehin vornehmlich vom Telefon führen, liegt der Nutzen in der geschlossenen Kette: Registrierung, Einzahlung und Wettschein im gleichen Kanal. Wer den Anbieter dagegen vor allem am Desktop nutzt, gewinnt hier wenig, weil die Verifizierung ohnehin bei jedem Anbieter die gleiche ist. Die Prüfung läuft nicht schneller, nur weil die App hübsch ist.

bwin: bekannter Name, gleiche Whitelist-Pflicht

bwin ist über die Inhaberin bwin (Deutschland) Limited in der Whitelist geführt, mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 23.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Der Anbieter gehört zu den ersten Marken, die 2020 in der Liste erschienen sind.

Für den Kostenvergleich bietet bwin ein Stück Vergleichbarkeit, das viele kleinere Häuser nicht bieten: Das Zahlungsprogramm folgt den üblichen deutschen Regeln, und die Verifizierungspflicht gilt ohnehin. Wer über Zimpler einzahlt, bewegt sein Geld also innerhalb desselben Rahmens wie über jede andere zulässige Methode.

Der Punkt, an dem sich bwin entscheidet, ist die Prüfbarkeit. Wer den Anbieter als Vergleichsmaßstab nutzt, sollte darauf achten, dass die markenbezogenen Bedingungen – besonders Bonusumstände – mit der Zeit wandern. Die Whitelist hält das Erlaubnisdatum fest, nicht die Bonusregeln.

Bet3000: die jüngste Sportwettenerlaubnis der Liste

Für Bet3000 führt die Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, als Veranstalterin der Sportwetten unter Bet3000; die Erlaubnis ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Das ist der jüngste Eintrag dieser Gruppe, und daraus folgt der eigentliche Vorbehalt. Ein erst im April 2026 erteiltes Erstdatum bedeutet, dass der Anbieter seine Abläufe im regulierten deutschen Markt noch nicht über mehrere Jahre hinweg unter Beweis gestellt hat. Die Prüfung nach § 6a GlüStV, das Einzahlungslimit über LUGAS und die Zahlung-vom-eigenen-Konto-Regel gelten auch für ihn – aber wie reibungslos sie im Alltag laufen, wissen Stammkunden noch nicht. Wer neugierig ist, sollte die erste Einzahlung klein halten.

Auffällig ist außerdem, welche Verbindung hinter der Marke steht: I.B.C. Sportsbetting Limited ist in derselben Liste auch als Inhaberin hinter Wettarena geführt. Zwei Marken, ein Betreiber – wer glaubt, durch den Wechsel zwischen beiden seine Verhältnisse zu ändern, wird sich wundern.

Winamax: Freebets ohne Umsatz, aber mit einer Einzahlungsbedingung

Winamax ist über WINAMAX (Société anonyme) in der Whitelist geführt, Ersterlaubnis vom 29.06.2021, Folgeerlaubnis vom 08.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Beim Willkommensangebot geht Winamax einen anderen Weg als der Wettbewerb: Die erste Einzahlung wird bis zu 100 € in Freebets verdoppelt, und für diese Freebets gelten keine Umsatzbedingungen. Die Einzahlung selbst muss dagegen zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Das ist die deutlich günstigere Konstruktion im Vergleich zu einem Bonus, bei dem Bonus und Einzahlung beide mit dem Fünffachen zu bewegen sind.

Die Mindestquote von 1,05 ist praktisch keine Hürde – fast jede Wette erreicht sie. Trotzdem ist es eine Bedingung, und wer sie nicht erfüllt, hat am Umsatz nichts geleistet. Für Spieler, die ihren Bonus ohne Umsatzstress wollen, ist dieses Modell das klarste in dieser Gruppe: Die Freebets selbst binden nichts, und die Umsatzauflage für die Einzahlung ist mit einer Obergrenze von 100 € begrenzt. Der Vorbehalt liegt darin, dass „Freebet“ nicht „Bargeld“ ist – gewinnt die Wette, kommt der Nettogewinn.

Wettarena: breites Zahlungsangebot, Mindesteinzahlung 10 €

Wettarena wird in der Liste über die Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited geführt, Ersterlaubnis vom 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022 (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Als Zahlungsmethoden bietet Wettarena nach eigenen Angaben PayPal, Kreditkarte (VISA und Mastercard), Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay an. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 € für alle Einzahlungsmethoden. Diese Zahl ist der eigentliche Maßstab: Wer 5 € einzahlen will, kann bei Wettarena nur einzahlen, wenn er den Betrag auf 10 € aufstockt. Das ist kein Mangel, sondern eine glatte Untergrenze – aber es ist der Unterschied zwischen einem Fünfer-Einstieg und einem Zehner-Einstieg.

Das breite Methodenangebot hat seinen Preis an einer anderen Stelle: Je mehr Wege, desto mehr Bedingungen, die man prüfen muss. Wer die günstigste Kombination aus Einzahlung und Auszahlung sucht, sollte sich auf einen Weg festlegen und ihn durchlaufen, statt bei jeder Zahlung zu wechseln. Auffällig bleibt die Beteiligung der I.B.C. Sportsbetting Limited an zwei Marken dieser Liste – die Wahl zwischen Bet3000 und Wettarena ist in Teilen eine Wahl zwischen zwei Häusern desselben Konzerns.

Häufige Fragen zu Zimpler bei Wettanbietern

Welche erlaubten Wettanbieter akzeptieren Zimpler für Ein- und Auszahlungen?

Ob ein Anbieter Zimpler führt, entscheidet er selbst; einen Anspruch auf einen bestimmten Zahlungsweg gibt es nicht. Prüfen Sie vor der ersten Einzahlung die Zahlungsübersicht im eigenen Konto und die dort genannten Ein- und Auszahlungswege – bei einigen Häusern gilt, dass Auszahlungen nur über dieselbe Methode zurücklaufen wie die Einzahlung.

Muss das mit Zimpler verbundene Bankkonto auf den eigenen Namen laufen?

Ja. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. DAZN Bet etwa sperrt Konten, wenn fremde Zahlungsmethoden genutzt werden. Firmenkonten, Konten von Angehörigen und anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen.

Wie schnell kommt ein Gewinn an, und gibt es Mindestbeträge?

Das hängt am Anbieter, nicht an Zimpler. Sportingbet zahlt ab 10 € aus: per eWallet innerhalb von 8 Stunden, per Karte in 2 bis 4 Werktagen, per Überweisung in 3 bis 5 Werktagen, ohne Bearbeitungsgebühr. Bei Betway liegt die Mindestauszahlung ebenfalls bei 10 €, auf ein MyPaysafe-Konto in der Regel unter 24 Stunden.

Zählen Einzahlungen über Zimpler zum Monatslimit von 1.000 €?

Ja, bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei anbieterübergreifend umgesetzt, standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, und die Zahlungsart ändert daran nichts. Ein Wechsel zu Zimpler oder einer anderen Methode umgeht das Limit nicht. Erhöhungen setzen eine nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voraus.

Warum werben manche Seiten mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“?

Weil sie keine deutsche Erlaubnis haben. Wer Sportwetten in Deutschland ohne Erlaubnis anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel; die GGL warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten. Solche Seiten sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen, bieten keinen deutschen Rechtsschutz – und eine Selbstsperre, die auf einer nicht angeschlossenen Seite nicht greift, hat dort keine Wirkung.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten gelten für einen Bonus bei Zimpler-Einzahlung?

Der Zahlungsweg ändert an Bonusbedingungen nichts; sie stehen in den Geschäftsbedingungen des Anbieters. Bei bpremium sind Bonusgewinne erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung auszahlbar, bei Dezimalquoten ab 1,7. Bei Winamax bleiben die Freebets umsatzfrei; nur die Einzahlung ist einmal umzusetzen, mit Mindestquote 1,05.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»