Wettanbieter ohne deutsche Lizenz — was du dafür bezahlst

Updated Oktober 2026
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Datenstand: 30. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und die Tätigkeitsberichte der Behörde

Ein Stadion unter Flutlicht, aus großer Entfernung über eine dunkle Wiese fotografiert, am Himmel zieht Nebel auf.
Die Zahl der Untersagungsverfahren der GGL stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025.

Wer „ohne deutsche Lizenz“ in ein Suchfeld tippt, sucht meistens etwas anderes als das, was er dort findet: weniger Prüfung, höhere Limits, Wetten auf Dinge, auf die man hierzulande nicht wetten darf. Keine dieser Erwartungen ist grundsätzlich falsch. Nur steht neben jeder von ihnen ein Preis, und dieser Preis steht nirgends im Werbetext. Eine ausländische Erlaubnis — Curaçao, Anjouan, Malta — bedeutet im deutschen Recht nichts. Wer Wetten auf Sport an Menschen in Deutschland vermittelt, ohne die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zu haben, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Das ist der Rahmen, in dem jeder Anbieter dieser Liste beurteilt wird, und es ist derselbe Maßstab für alle.

Auf den folgenden Zeilen stehen deshalb zwei Dinge nebeneinander, die man nicht mischen darf. Der Vergleich prüfbarer Anbieter stützt sich ausschließlich auf die Anbieter, die eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis halten. Danach kommen vier Marken, denen genau diese Erlaubnis fehlt. Sie werden beschrieben, weil deutsche Spielerinnen und Spieler ihnen begegnen, und beschrieben heißt nicht empfohlen. Zwischen den beiden Gruppen liegt kein Grauton, sondern die Whitelist.

Pflichthafte Einordnung: zehn Wettanbieter im Vergleich

Vergleichen lässt sich nur, was überprüfbar ist. Zehn Marken, sechs mit deutscher Erlaubnis und vier ohne, stehen sich hier gegenüber — und die sechs füllen die Tabelle nicht, weil sie wichtig sind, sondern weil ihre Erlaubnis im amtlichen Verzeichnis nachlesbar ist. Wer eine Marke in dieses Verzeichnis einträgt, hat einen Träger, ein Erstdatum und ein Sportrecht nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer dort fehlt, hat nichts davon. Mehr braucht die Einordnung nicht.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Schreibtisch am Fenster, draußen fällt Morgenlicht herein.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb.
Marke Träger und Whitelist-Status Sportwetten-Erlaubnis seit Rolle im Vergleich
Tiptorro Torro Tec Limited — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 30.06.2021 geprüfter Anbieter
VBet SCGO Limited — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 05.12.2023 geprüfter Anbieter
Winamax WINAMAX (Société anonyme) — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 29.06.2021, Folgebescheid 08.12.2022 geprüfter Anbieter
Sportwetten.de NetX Betting Limited — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 19.11.2020, Folgebescheid 16.12.2022 geprüfter Anbieter
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 22.04.2026 geprüfter Anbieter
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited — Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist 09.10.2020, Folgebescheid 15.12.2022 geprüfter Anbieter
Sportaza nicht in der Whitelist geführt keine nicht erlaubtes Angebot
RocketPlay nicht in der Whitelist geführt keine nicht erlaubtes Angebot
Boomerang Bet nicht in der Whitelist geführt keine nicht erlaubtes Angebot
22Bet nicht in der Whitelist geführt keine nicht erlaubtes Angebot

Der Vergleich endet an der Linie zwischen Zeile sechs und Zeile sieben, und das ist keine Vorsichtsmaßnahme des Redakteurs, sondern eine Eigenschaft der deutschen Regulierung. Für die vier unteren Marken lässt sich nichts vergleichen, was den Spieler betrifft: keine Anbindung an OASIS, keine Anbindung an LUGAS, kein deutsches Verfahren bei Streit, keine Einzahlungspflicht aus einem Konto auf eigenen Namen. Was in diesen Zeilen fehlt, fehlt nicht, weil die Prüfung oberflächlich war. Es existiert nicht.

Der Blick auf die sechs oberen Zeilen zeigt dann die zweite Überraschung. Die Erlaubnis ist nicht gleichmäßig über die Halter verteilt, aber sie ist verteilt genug, um zu erkennen, dass der Markt sich in jüngster Zeit geöffnet hat: Der jüngste Ersteintrag in dieser Gruppe stammt vom 22. April 2026, der älteste vom 19. November 2020. Hält man beide Daten nebeneinander, sieht man, wie jung das deutsche Sportwetten-Regime ist. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse konnten wegen laufender Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 erteilt werden. Wer heute über „die deutschen Anbieter“ spricht, spricht über einen Bestand, der fünf Jahre alt ist.

Wie viele es insgesamt sind, hat die Behörde im September 2026 selbst beziffert: 129 Veranstalter und Vermittler mit Erlaubnis, 229 erlaubte Glücksspielseiten über alle Glücksspielarten hinweg. Im Jahr 2024 waren es 32 Veranstalter mit einer Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 für stationären und Internetvertrieb und 19 nur für den Internetvertrieb, und von diesen 32 hatten 27 ein aktives Angebot. Die Differenz zwischen 32 und 27 ist gewöhnliches Geschäft: Eine Erlaubnis ist eine Erlaubnis, kein Startschuss.

Wichtiger als die Zahl ist der Umfang der Rechte, die an einem Träger hängen. Auf der Whitelist steht der Name des Halters, das Sportrecht und das Erstdatum — nichts weiter. Ein Halter kann daneben eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, für Online-Poker oder für Online-Casino halten, und diese Erlaubnisse sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Wettkampf findet auf dem Sportrecht statt. Wer in dieser Tabelle also zwei Marken unter demselben Träger findet, sieht keine Verdopplung, sondern dieselbe Firma mit zwei Auftritten.

Und genau dieses Stück Papier entscheidet darüber, was der Spieler tatsächlich bekommt. Nur der Halter einer deutschen Erlaubnis muss vor der ersten Einzahlung prüfen, ob der Spieler auf OASIS steht. Nur dieser Halter meldet Aktivität an die LUGAS-Limitdatei und das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat wird über alle Anbieter hinweg gezählt. Nur bei diesem Halter liegt Guthaben auf einem Insolvenz geschützten Treuhandkonto und wird bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das sind keine Extras, die man bei der Konkurrenz vermisst. Es sind die Bedingungen, unter denen deutsche Behörden Wettbetrieb überhaupt dulden.

Der eigentliche Kostenpunkt liegt nicht auf der Rechnung des Buchmachers, sondern in dem, was nach einem verlorenen Streit bleibt. Gegen einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis gibt es einen Weg. Gegen einen ohne gibt es ihn nicht. Wie viel dieser Unterschied wert ist, lässt sich in Euro beziffern — nur nicht in Euro, die auf dem Wettschein stehen.

In Deutschland zählt nur die Whitelist: Was eine Erlaubnis ist und was nicht

Die Verwechslung, die am meisten Geld kostet, heißt Lizenz gegen Erlaubnis. Juristisch wird in Deutschland von einer Erlaubnis gesprochen, und die Stelle, die sie erteilt, ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie arbeitet auf Grundlage des GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die deutschlandweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie beaufsichtigt und sie verhängt Bußgelder nach § 28a. Steuern sind Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Das Prüfwerkzeug für jeden Spieler ist ein Dokument, kein Etikett: die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist der einzige Maßstab. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Halter ausschließlich für Pferdewetten. Sichtbar wird in dieser Liste der Name des Trägers, die Sportart, die Internetadresse und das Erstdatum. Ein Enddatum führt sie nicht, und das ist kein Versäumnis der Behörde, sondern Folge der Konstruktion: Eine erste Erlaubnis läuft über fünf Jahre nach § 4c Abs. 1. Wer in einem Vergleich ein Ablaufdatum liest, liest es nicht aus der Whitelist.

Die Adresse ist das zweite Mißverständnis. In der Liste steht unter dem Sportrecht genau eine Internetadresse, und nur diese darf Sportwetten annehmen. Die Endung .de beweist dabei gar nichts — jeder Betreiber kann sie registrieren. Ein deutscher Domainname ohne Whitelist-Eintrag ist ein deutscher Domainname. Was der Sport erfassen darf, regelt § 21: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts und auf Begebenheiten darin, als Einzel- oder Kombiwette. Welche Wettarten im Programm stehen dürfen, gibt die Behörde über das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 vor.

Beim Livewetten wird es präzise. Während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente zulässig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist also möglich, der nächste Satz im Tennis ebenfalls, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Ausgeschlossen sind weiter Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — nach der Praxis der Behörde gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsträchtige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. Zum E-Sport stellt die Behörde fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind; E-Sport gilt nicht als Sport. Virtuelle Sportarten sind nicht geklärt. Zu Cash Out findet sich keine Regel in Gesetz oder Behördenpraxis: Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, nichts weiter. Ausgezahlt wird nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Eine gesetzliche Obergrenze pro Wette existiert für Sportwetten nicht.

Was das den Spieler kostet, ist die halbe Antwort auf die Ausgangsfrage. Wer ohne deutsche Erlaubnis wettet, tauscht Marktzugang gegen Rückgriff. Er bekommt möglicherweise höhere Limits, ein breiteres Live-Programm, Wetten auf Partien unterhalb der 3. Liga — und er verliert dabei jede Instanz, die für ihn einstehen würde. Das ist ein Geschäft, aber kein einseitiges.

Unerlaubtes Glücksspiel: Der Preis, den Anbieter ohne Whitelist spielen

Für die andere Seite dieser Rechnung gibt es Zahlen, und sie sprechen deutlicher als jede Warnung. Die Behörde hat ihre Untersagungsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 mehr als vervierfacht. Aufgrund von Untersagungen oder Netzsperren waren 2025 insgesamt 1.843 illegale Websites aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Das ist die Sprache eines Vollzugs, der nicht berät, sondern blockiert.

Die Verstoßebene ist das eine, die Marktrealität das andere. Für den Online-Glücksspielmarkt nennt die Behörde eine Kanalisierungsquote von 77 %: Nach der zugrunde liegenden Studie entfielen 23 % des Marktvolumens 2024 auf unerlaubte Angebote. Das ist ein Viertel, und wer glaubt, illegale Anbieter seien eine Randnotiz, findet hier das Gegenteil. Interessant ist der Vergleich mit einer früheren Erhebung derselben Stelle: Auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen lag die Kanalisierungsquote im Sportwettenmarkt 2022 bei deutlich über 95 %, illegale Anbieter hatten demnach einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent. Zwei Erhebungen, zwei Zeitpunkte, zwei Methoden — und ein Abstand, der groß genug ist, um vorsichtig zu sein. Wer die Kanalisierung mit einer Zahl erklären will, greift am besten zu der jüngeren und weniger zu der, die schöner klingt.

Auf der anderen Seite steht ein legaler Markt mit beträchtlichem Volumen. Die Sportwettenanbieter mit deutscher Erlaubnis erzielten 2024 Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr, auf Wetteinsätze von 8,2 Mrd. Euro. Diese Einsätze entfallen zu 78 % auf Fußball, danach folgen Basketball mit 8 %, Tennis mit 5 %, sportartenübergreifende Kombinationen mit 5 % und Eishockey mit 1 %. Pre-Match und Live verhalten sich 47 % zu 53 %. Man kann an diesen Zahlen ablesen, worüber deutsche Spieler reden, wenn sie über Wettprogramme reden — und dass es fast ausschließlich Fußball ist.

Die Aufsicht wird nicht nur tätig, wenn etwas schiefgeht. Sie nennt Fälle beim Namen. Am 17. September 2026 warnte die Behörde Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten, ausdrücklich erwähnt: Platincasino. Wer glaubt, eine Marke ohne deutsche Erlaubnis sei einfach eine Marke ohne deutschen Stempel, findet in solchen Warnungen die Behördenposition.

Die zivilrechtliche Spur ist die spannendste und die am wenigsten abschließende. Zivilgerichte haben mehrfach Anbietern ohne deutsche Erlaubnis aufgegeben, Einsätze zurückzuzahlen. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht — im Verfahren I ZR 90/23 fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 seine Schlussanträge vorgelegt und hält es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme sieht er, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Daraus wird eine Frage in der FAQ, und es ist wichtig, was in dieser Antwort nicht steht: Zugesagt ist nichts. Ein Schlussantrag ist kein Urteil, eine Vorlagefrage ist keine Entscheidung. Wer Verluste zurückfordern will, trägt das Risiko, die Kosten und die Jahre selbst. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis stellt sich diese Frage überhaupt nicht, weil es nichts zurückzufordern gibt, solange legal abgerechnet wurde; bei einem ohne kann sie sich eines Tages stellen — oder auch nicht.

Das Strafrecht gehört daneben, nicht darüber. Das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels nach § 284 StGB steht unter Strafe bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht festgestellt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, die Sache dramatischer zu machen, als sie ist. Die Behördenpraxis richtet sich gegen Anbieter, Werbung und Zahlungswege, und dort greift sie hart: Untersagungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren nach § 9.

Ein Satz zum Steuerargument, weil es in Werbetexten gern auftaucht. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18 — das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, weil 5,3 durch 105,3 zu teilen ist. Steuerschuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung und gehört nur dann in eine Bewertung, wenn sie in seinen eigenen Bedingungen steht. Wichtig für dieses Thema: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Ohne OASIS und LUGAS: Was beim Spielerschutz fehlt

Das deutsche System hat zwei Register, die zusammen mehr bewirken als jede Selbstkontrolle des Spielers. OASIS ist nach §§ 8 und 8a GlüStV das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt, wenn er eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Dazu kommt der Panikbutton nach § 6i Abs. 3, der eine sofortige 24-Stunden-Sperre auslöst. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist an keines der beiden Register angebunden. Er kann nicht wissen, dass der Spieler gesperrt ist, weil ihn niemand daran hindert, eine neue Anmeldung anzunehmen.

Eine leere Parkbank am Rand eines Fußballfelds in der Abenddämmerung, im Hintergrund ragen dunkle Flutlichtmasten in den Himmel.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

Noch interessanter ist die zweite Datei. Über die LUGAS-Limitdatei wird das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 durchgesetzt: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg als Standard. Wer mehr einzahlen will, braucht einen Anbieter, dessen Erlaubnis eine individuelle Erhöhung deckt — bis zu 10.000 €, in der Spitze 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler, und nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel ist über die Aktivitätsdatei nach § 6h untersagt. Auf einem Anbieter ohne Anbindung entscheidet der Spieler allein, wann Schluss ist, und diese Entscheidung ist genau dann am schwächsten, wenn sie am wichtigsten wäre.

Der Mechanismus hat praktische Folgen, die sich leicht übersehen lassen. Auf einer Seite ohne LUGAS-Anbindung sind 10.000 € Monatsvolumen kein Ausnahmefall mit Nachweis, sondern das Ergebnis davon, dass niemand nachfragt. Dieselbe Person kann auf einer Whitelist-Seite bei 1.000 € stehen und auf der nächsten Seite den Gegenwert eines Kleinwagens einzahlen. Die Zahl auf dem Kontoauszug ist dieselbe. Der Unterschied ist die Geschwindigkeit, mit der sie verschwindet. Eine Umverteilung von einer Anbieterseite zur anderen hebelt die deutsche Limitarchitektur komplett aus, und genau deshalb wird sie über eine gemeinsame Datei und nicht über eine Kontoanzeige durchgesetzt.

Daneben steht die Verifikationsfrage. Nach § 6a gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifikation. Vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gibt es keine solche Grenze, keinen Anreiz zur schnellen Prüfung und keine Frist, nach der Schluss ist. Das klingt zunächst nach Bequemlichkeit, und es ist genau diese Bequemlichkeit, die im Streitfall fehlt: Ohne verifizierte Identität ist schon die Frage, wessen Konto da geführt wurde, eine Streitfrage.

Und dann ist da die fehlende deutsche Anlaufstelle. Bei einem Anbieter mit Erlaubnis liegt das Guthaben des Spielers nach § 6b Abs. 6 und 7 auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Bei einem Anbieter ohne Erlaubnis ist das Guthaben das Guthaben des Unternehmens. Wer sich morgen mit einer Beschwerde an eine deutsche Stelle wenden will, sucht Adressen, die es für die Marke nicht gibt. Wie sich ein Streit mit einer Marke außerhalb des Systems auflösen lässt, ist genau die Frage, auf die eine Whitelist die kürzere Antwort liefert.

Zum Zahlungsweg ein klarer Punkt, weil er in Suchanfragen regelmäßig auftaucht. Nach § 6b Abs. 4 sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettbetrieb heraushält. Welche Zahlungsmarken ein einzelner Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und nur aus seinen Bedingungen zu belegen. Bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis gelten diese Beschränkungen für sie nicht — und genau das macht sie für einen Teil der Suchenden attraktiv und für einen anderen Teil zur Kostenfalle.

Doch nicht illegal: Warum die Erlaubnisfrage ständig verwechselt wird

Die häufigste Fehlannahme in diesem Feld lautet: Eine EU-Lizenz müsse in Deutschland gelten. Eine maltesische, zypriotische oder curaçaosche Erlaubnis berechtigt nicht dazu, Sportwetten an Menschen in Deutschland zu vermitteln. Die deutsche Erlaubnis ist eine nationale Erlaubnis nach nationalem Recht; wer ohne sie anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV, und die Behörde warnt Verbraucher vor solchen Angeboten. Die Liste der erlaubten Anbieter ist die einzige Prüfgröße. Wer sie prüft, prüft richtig.

Die zweite Verwechslung betrifft das Werberecht und die Boni. Nach § 5 Abs. 7 GlüStV darf nur werben, wer eine Erlaubnis hält. Die zeitliche Beschränkung von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 bezieht sich auf virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht auf Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Liveübertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Provision für Affiliates nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Was die Höhe eines Bonus betrifft, enthält das GlüStV keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festlegt oder begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer also einen Bonus bewertet, bewertet Vertragstext und nicht Gesetz.

Damit zu der Frage, die am meisten Porzellan zerbricht. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis liegt der Einsatz zu 95 % oder mehr in der Auszahlung, je nach Markt und je nach Anbieter, und die 5 % dazwischen sind der Preis der Veranstaltung. Das ist der eigentliche Grund, weshalb niemand das Angebot ohne Erlaubnis mit dem Argument „bessere Quoten“ empfehlen kann, ohne die Rechnung zu zeigen. Eine Quote ist nur dann besser, wenn sie nach Abzug der Marge besser ist, und die Marge steht auf keinem Wettschein. Sie steht in den drei oder zwei oder hundert Zahlen desselben Marktes.

Und schließlich der Denkfehler, dass eine ausländische Erlaubnis im Streitfall helfe. Sie hilft nicht, weil die zuständige Aufsicht und die zuständigen Gerichte nicht die der Marke sind. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, wird in der Regel nicht betrogen — die meisten zahlen aus, solange sie zahlen wollen. Der Verlust entsteht in dem Moment, in dem sie es nicht mehr tun.

Was unterm Strich bei einem Anbieter ohne Whitelist bleibt

Wer nach dieser Prüfung bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis landet, verliert einen bestimmten Satz an Rechten — nicht alle Rechte, aber die, um die es im Ernstfall geht. Kein Eintrag in einem Sperrsystem, das ihn schützt, wenn er es selbst nicht mehr kann. Kein Limit, das über alle Anbieter hinweg gilt. Kein deutsches Konto als Sicherheit für das Guthaben. Keine Stelle, an die er sich wendet, wenn die Auszahlung drei Wochen später immer noch nicht da ist. Was bleibt, ist der Zugang zu Märkten, die in Deutschland nicht angeboten werden dürfen — und der Preis dafür ist die Rückgabe von genau dem Stück Rechtssicherheit, das die Whitelist verbrieft.

Bei einem Anbieter mit Erlaubnis verliert der Spieler stattdessen etwas anderes, und auch das gehört zur Ehrlichkeit dieser Seite: Er bekommt weniger. Kein Live-Markt jenseits von Endergebnis und nächstem Tor, nächstem Satz und Vergleichbarem. Kein Fußball unterhalb der 3. Liga. Kein E-Sport. Und 1.000 € Einzahlung pro Kalendermonat, bis jemand die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachgewiesen hat.

Die Wahl ist deshalb keine Geschmacksfrage. Sie ist eine Wahl zwischen einem kleineren Angebot mit Rückgriff und einem größeren Angebot ohne. Wer überwiegend Fußball auf höchstem Niveau setzt, gelegentlich live, und in Deutschland wohnhaft bleibt, verliert durch die Whitelist fast nichts und gewinnt sehr viel. Wer auf Regionalliga, Nischenligen oder Live-Märkte abseits des nächsten Treffers aus ist, findet das alles nur dort, wo er sonst nichts mehr hat.

2026 im Vergleich: Die geprüften Wettanbieter im Einzelnen

Die folgenden sechs Marken sind der geprüfte Teil des Vergleichs. Bei jeder steht die Whitelist dahinter, und jede Erlaubnis trägt ein Datum. Was sich innerhalb dieser Gruppe unterscheidet, ist nicht das Recht, sondern der Aufbau des Unternehmens, der Träger und der Moment, in dem die Erlaubnis erteilt wurde.

Tiptorro

Die Marke Tiptorro gehört der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, und hinter dem Namen steht ein Eintrag in der Whitelist: Sportwetten, Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021, gefolgt von einem weiteren Bescheid am 27. Dezember 2022. Wer die App im App Store sucht, findet sie unter dem Anbieter Torro Tec Limited, der sich dort selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Diese Beschreibung deckt sich mit dem, was im amtlichen Verzeichnis steht.

Ein Erstdatum von 2021 ordnet die Marke in die erste Welle der deutschen Internet-Erlaubnisse ein. Zusammen mit dem Folgebescheid von 2022 ergibt das einen Träger, der das Verfahren nicht nur begonnen, sondern durchlaufen hat. Für einen Spieler heißt das vor allem eines: Die Marke kennt die deutschen Regeln zu einem Zeitpunkt, an dem viele ihrer Wettbewerber sie noch nicht kannten, und sie hat die Verlängerung hinter sich, die zu dieser Regulierung dazugehört.

Was die Erlaubnis im Einzelnen bringt, ist bereits im Abschnitt über die Erlaubnis selbst beschrieben: OASIS-Prüfung, Anbindung an die LUGAS-Limitdatei, Einzahlung nur vom eigenen Konto, gesetzlich gezogene Grenzen für Live-Märkte. Bei Tiptorro steht das nicht anders da als bei jedem anderen Halter, und das ist keine Schwäche der Marke, sondern der Sinn eines einheitlichen Systems.

Der reizvollste Punkt bei Marken dieser Generation ist zugleich der langweiligste: Es gibt nichts zu prüfen, was nicht prüfbar wäre. Ein Name, ein Träger, zwei Daten, ein Eintrag im amtlichen Verzeichnis. Wer bei der Erlaubnisfrage keine Recherche betreiben will, kommt hier mit einer einzigen Seite aus. Und das ist, gemessen am Rest dieses Themas, ein Luxus.

VBet

Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis für die Sportwetten unter der Marke ist bei der Behörde seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. Damit gehört VBet zur jüngeren Gruppe innerhalb der sechs geprüften Marken — nicht zu den Pionieren, sondern zu den Nachzüglern mit erteiltem Titel.

Eine Erlaubnis aus dem Dezember 2023 sagt mehr über das Verfahren als über die Marke. Wer zu diesem Zeitpunkt eine Sportwetten-Erlaubnis erhält, erhält sie unter dem inzwischen eingespielten Prüfmaßstab, mit den Live-Marktbeschränkungen des § 21 Abs. 4 und unter den Werbegrenzen des § 5. Neuere Halter haben weniger Spielraum, Fehler in der Außendarstellung zu wiederholen, die älteren Haltern früher durchgingen.

Für den Vergleich mit den Anbietern ohne Whitelist ist der Trägersitz die interessanteste Information. Die SCGO Limited residiert auf Malta, wie ein halbes Dutzend anderer Träger dieses Marktes — und dennoch unterscheidet sich ihre Stellung fundamental von der eines maltesischen Trägers ohne deutschen Eintrag. Der Sitz entscheidet nicht, die Whitelist entscheidet. Wer also in einem Werbetext liest, ein Anbieter sei „auf Malta lizenziert“ und dürfe deshalb in Deutschland tätig sein, hat den entscheidenden Schritt übersprungen.

Ein zurückschauender Blick auf die sechs geprüften Marken zeigt zudem, wie wenige von ihnen ein so junges Erstdatum tragen und wie die Behörde nach 2023 weiter Lücken geschlossen hat. Dass die Behörde den Bestand im September 2026 mit 129 Veranstaltern und Vermittlern und 229 erlaubten Glücksspielseiten angibt, ist auch eine Antwort darauf, ob sich die deutsche Regulierung nach fünf Jahren trägt. Sie tut es, gemessen an der eigenen Zahl.

Bleibt die Frage, ob ein Erstdatum von 2023 irgendetwas darüber aussagt, was ein Spieler bei VBet konkret bekommt. Tut es nicht. Es sagt etwas über die Hürde, über die die Marke musste. Wie sie ihren Betrieb mit dieser Erlaubnis führt, steht auf einem anderen Blatt, und das ist bei jeder Marke dieser Liste dasselbe.

Winamax

Winamax, in Deutschland als WINAMAX (Société anonyme) geführt, hat nach eigener Darstellung eine Erlaubnis für Online-Sportwetten vom 29. Juni 2021, die mit Bescheid vom 8. Dezember 2022 verlängert wurde; erteilt wurde sie vom Regierungspräsidium Darmstadt, beaufsichtigt wird das Unternehmen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Kette dieser beiden Daten — Ersterlaubnis und Folgebescheid — findet sich in der Whitelist genauso wieder wie in den Angaben des Anbieters.

Diese Übereinstimmung ist der eigentliche Prüfschritt. Wo ein Anbieter ein Erteilungsdatum nennt, lässt sich ein Datum in der amtlichen Liste danebenlegen, und die zwei sollten zueinander passen. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis fällt dieser Schritt aus, weil es keine zweite Quelle gibt. Wer angibt, reguliert zu sein, und keine Instanz hat, die es bestätigt, gibt eine Selbstauskunft. Selbstauskünfte sind keine Aufsicht.

Die Zwischenzeit zwischen Ersterlaubnis und Verlängerung — knapp anderthalb Jahre — erinnert außerdem daran, dass eine Erlaubnis ein laufender Vorgang ist und kein einmaliger Bescheid. Erste Erlaubnisse laufen nach § 4c Abs. 1 über fünf Jahre, und was danach kommt, ist wieder ein Verfahren. Der Whitelist lässt sich dieses Enddatum nicht entnehmen, weil sie nur Erteilungsdaten führt. Ein Spieler, der bei einer Marke der ersten Stunde wettet, wettet immer bei einer Marke, deren Verhältnis zur Behörde nicht einfach nur „erlaubt“ heißt, sondern „erlaubt in einem Prozess“.

Was daraus für die Entscheidung folgt, ist nüchtern: Es folgt, dass diese Marken nicht nur einen Bescheid besitzen, sondern dass dieser Bescheid sich in der Verwaltungspraxis bewährt hat. Ein Anbieter, der 2021 in die Liste kam und 2022 den Folgebescheid bekam, hat mit einer Behörde gearbeitet, die Untersagungen und Sperren in großem Stil betreibt. Die Behörde hat ihre Verfahren schließlich von 68 Untersagungen im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gesteigert. Wer in dieser Aufsichtslandschaft steht und bleibt, hat eine Beziehung, die mehr ist als ein Eintrag.

Sportwetten.de

Unter der Marke Sportwetten.de ist in der Übersicht der Behörde die NetX Betting Limited geführt, angesiedelt im 170 Pater House, Level 1, Suite A168, Psaila Street, Birkirkara, Malta. Die Ersterlaubnis trägt das Datum 19. November 2020, ein Folgebescheid datiert vom 16. Dezember 2022. Damit gehört diese Marke zu den frühesten Einträgen überhaupt innerhalb der Gruppe der sechs.

Das Datum verdient einen zweiten Blick. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten wegen laufender Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden, und die Marke steht mit dem 19. November 2020 wenige Wochen danach in der Liste. Wer den deutschen Sportwettenmarkt nach der Erlaubnislage sortiert, sortiert nach diesem Herbst 2020: Vorher gab es keinen legalen bundesweiten Internetvertrieb in dieser Form, danach gab es ihn.

Dass diese Marke ihren Namen selbst trägt, macht die Erlaubnisprüfung für den Spieler ein Stück weit leichter und die Versuchung größer, daraus mehr abzuleiten, als drinsteckt. Die Endung .de ist keine Erlaubnis, und ein Name, der nach Behörde klingt, ist keine Behörde. Das amtliche Verzeichnis führt Marken und Träger, und nur der Abgleich mit ihm zählt.

Wirtschaftlich ist die Marke ein Beispiel dafür, wie viel Deutsche tatsächlich auf Sportwetten setzen. Die Sportwettenanbieter mit Erlaubnis kamen 2024 Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro auf Einsätze von 8,2 Mrd. Euro. Anders gerechnet: Der durchschnittliche Quotenschlüssel lag bei 76 %, 2023 bei 78 %. Wer diese zwei Zahlen nebeneinanderlegt, sieht innerhalb eines Jahres eine Verschiebung von zwei Prozentpunkten zugunsten der Veranstalter und der Steuerbeteiligung — und genau diese Bewegung ist das, was ein Spieler über Jahre nicht spürt und über Jahre trotzdem zahlt.

Bet3000

Bei Bet3000 handelt es sich um die jüngste Erlaubnis innerhalb dieser Gruppe: Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta, ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 für die Sportwetten unter der Marke verzeichnet. Der Träger ist derselbe, der auch Wettarena betreibt — dieselbe Adresse, dieselbe Erlaubnis, zwei Marktauftritte.

Ein Erstdatum aus dem April 2026, wenige Monate vor dem Redaktionsstand dieser Seite, ist für den Leser vor allem eine Erinnerung daran, dass die Liste lebt. Wer sich heute informiert und sich in einem Jahr wieder informiert, findet womöglich einen anderen Eintrag. Das ist die normale Folge eines wachsenden Erlaubnisbestands, und es ist derselbe Mechanismus, der im umgekehrten Fall zur Warnung führt: Die Behörde nennt in ihren Mitteilungen Marken, gegen die sich Vollzug richtet, und solche Namen ändern sich ebenso.

Die zweite Lehre aus dem Doppelauftritt liegt im Vergleich selbst. Ein Träger darf mehrere Marken betreiben, und auf der Whitelist steht dann je Marke ein eigener Sportrechtseintrag mit eigenem Datum. Das bedeutet nicht, dass jede Marke mehr darf, sondern nur, dass hinter zwei Marken dieselbe Erlaubnisstruktur steht. Für einen Spieler, der zwischen zwei Marken desselben Trägers wählt, ist die Erlaubnisfrage damit dieselbe. Die Wahl läuft dann über alles andere: Quoten, Zahlungsarten, Bedienung, Programm.

Und das ist auch die ehrlichste Antwort auf die Frage, was man bei Bet3000 aus einem sehr jungen Erstdatum schließen kann. In Bezug auf die Legalität: nichts, was nicht für jede andere Marke der Whitelist auch gilt. In Bezug auf den Eintrag selbst: dass die Liste im Jahr 2026 weiter wächst.

Wettarena

Wettarena geht auf dieselbe I.B.C. Sportsbetting Limited zurück, mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird die Marke von dieser Gesellschaft angeboten. In der Übersicht der Behörde ist die Sportwetten-Erlaubnis für die Marke mit dem Erstdatum 9. Oktober 2020 verzeichnet, dazu ein Folgebescheid vom 15. Dezember 2022.

Zwei Marken, ein Träger, zwei Erstdaten: das eine im Oktober 2020, das andere im April 2026. Der Abstand zwischen ihnen ist die Geschichte dieser Seite in Miniatur. Derselbe Veranstalter, der sich in der ersten Welle der deutschen Erlaubnisse positioniert hat, hat über fünf Jahre später noch einen Marktauftritt lizenziert bekommen. Die Behörde erteilt Erlaubnisse nicht nur an der Spitze des Marktes, sondern über die Zeit hinweg an die, die das Verfahren bestehen.

Für den Spieler heißt die Klammer aus beiden Marken vor allem, dass die Wahl zwischen Bet3000 und Wettarena keine Frage der Erlaubnis ist. Beide stehen, weil dieselbe Erlaubnisstruktur hinter ihnen steht. Die Unterschiede liegen in der Ausgestaltung — also in dem Bereich, in dem ein Vergleich tatsächlich etwas aussagt. Und auch dann gilt: Die Option beim Quotenschlüssel und die Bedingungen eines Bonus stehen nur in den jeweiligen Vertragsunterlagen, und niemand kann sie aus einem Markennamen ableiten.

Was von dieser Marke bleibt, ist dann weniger eine Aussage über Wettarena als eine über das Vergleichsformat. Zwei zivilrechtlich getrennte Marken und ein Träger: Wer in einem Test zwei Plätze für zwei Marken desselben Unternehmens aufwendet, hat einen Platz verschenkt. Nicht die Anzahl der Marken macht einen Vergleich gut, sondern die Anzahl der Träger.

Marken ohne deutsche Erlaubnis: Warum sie hier trotzdem vorkommen

Was jetzt folgt, ist die andere Seite der Linie aus der Tabelle. Keine dieser Marken hält eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, keine steht in der Whitelist, keine ist an OASIS oder LUGAS angebunden. Wer bei ihnen wettet, tut das in einem nicht erlaubten Angebot, und ein Malteser, curaçaoscher oder Anjouaner Titel ändert daran nichts — dazu steht das Nötige im Abschnitt über die Erlaubnis. Sie stehen trotzdem auf diesen Zeilen, weil sie in Deutschland präsent sind: In Suchergebnissen, in Werbung, in Foren. Eine Seite, die sie verschweigt und nur die Whitelist zeigt, lässt den Leser mit seinem Fragezeichen allein.

Eine Zahl aus dem Markt hilft, ihre Größe realistisch zu schätzen. Der GGL zufolge entfielen 23 % des Marktvolumens 2024 auf unerlaubte Angebote — ein knappes Viertel, auf das kein deutsches Register und kein deutsches Limit zugreift. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet der eigene Fall. Es ist jedenfalls nicht klein.

Sportaza

Sportaza erklärte in der eigenen Fußzeile, von der Regierung der Autonomen Insel Anjouan, Union der Komoren, lizenziert und reguliert zu sein, mit der Lizenznummer ALSI-202606064-FI2. Als Nachweis einer in Deutschland verwertbaren Erlaubnis taugt das nicht. Anjouan steht nicht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und ein Titel der Komoren hat für Spieler in Deutschland keine Bedeutung. Sportaza ist an keines der beiden deutschen Register angebunden: kein OASIS, kein LUGAS, kein Einzahlungslimit über alle Anbieter, kein Schutz durch ein deutsches Sperrsystem.

Interessant ist die Lizenznummer selbst, genauer ihre Form. Sie enthält einen Datumsteil aus dem Jahr 2026 und trägt damit dieselbe jüngste Zeit in sich wie die Erlaubnis eines deutschen Wettbewerbers aus dem April 2026 — mit einem Unterschied: Der eine Titel stammt aus einem mitteleuropäischen Verwaltungsverfahren, der andere aus einer Inselverwaltung. Dem Werbetext ist das nicht anzusehen; darum steht in jeder Bewertung die Whitelist und nicht der Fußzeilenvermerk.

Und hier folgt der eigentliche Punkt für einen Leser, der diese Marke in einem Suchergebnis findet. Wessen Titel eine Aufsicht mit derselben Prüfungsgeschichte ist, der hat im Streitfall einen Rückgriff. Wessen Titel aus einem Rechtsrahmen stammt, der in Deutschland keinerlei Wirkung entfaltet, hat im Streitfall keinen. Der Preis für ein möglicherweise breiteres Programm ist am Ende des Tages die Auszahlung selbst. Wer nur nach der Auszahlung schaut und die Erlaubnis als Formalität abhakt, bemerkt den Unterschied erst dann, wenn die Formalität zur Auszahlung wird.

Für einen Spieler entscheidet sich bei Sportaza vor allem, ob er Neugier über Rückgriff stellt. Die Marke mag ein Programm führen, das deutsche Anbieter so nicht zeigen dürfen. Anjouan ist trotzdem Anjouan, und keine Lizenznummer der Welt hilft am Telefon, wenn ein deutscher Spieler dort niemanden erreicht.

RocketPlay

RocketPlay wird nach eigenen Angaben von der Scores55 Tech B.V. betrieben, einer Gesellschaft mit Sitz in Curaçao und der Registrierungsnummer 162990. In der Übersicht der deutschen Behörde ist diese Marke nicht geführt, und sie ist an OASIS oder LUGAS nicht angebunden. Curaçao hat für den deutschen Markt keine regulatorische Bedeutung, unabhängig davon, wie oft ein Anbieter darauf verweist.

Der Hinweis auf den Betreiber und seine Registrierungsnummer ist der Punkt, an dem sich eine Bewertung entspannt oder anspannt. Er zeigt: Es gibt eine nachvollziehbare Struktur, ein Unternehmen, eine Nummer. Er zeigt nicht: eine Aufsicht, die den deutschen Spieler schützt. Zwischen „registriert“ und „erlaubt“ liegt in Deutschland die Whitelist, und die enthält weder Curaçao noch eine Marke, die sich darauf als Erlaubnisgrundlage beruft.

Interessant ist der Umkehrschluss. Ein Anbieter, der eine Registrierungsnummer in einer Rechtsordnung ohne deutsche Relevanz nennt, beschreibt sich in der Regel nach den einzigen Maßstäben, die in dieser Rechtsordnung gelten. Was nicht geregelt ist, ist nicht verboten — der Satz stimmt in Curaçao und nicht in Deutschland. Und weil das GGL die Werbung von Nicht-Erlaubnisträgern untersagt und gegen unerlaubte Angebote vorgeht, dürfte die Zahl der Untersagungen und Netzsperren von dieser Rechtsordnung zur nächsten kaum abnehmen. Nach der letzten Zahl der Behörde wurden 287 Untersagungsverfahren im Jahr 2025 geführt, und 1.843 illegale Websites waren aus Deutschland nicht mehr erreichbar.

Was ein Spieler bei RocketPlay nicht bekommt, lässt sich vollständig aufzählen, weil die deutsche Erlaubnis eine geschlossene Liste von Pflichten umfasst: keine Prüfung gegen ein Sperrsystem, kein Einzahlungslimit über alle Anbieter hinweg, kein Treuhandkonto für das Guthaben mit Fünf-Tage-Auszahlung, keine Beschwerdestelle in Deutschland. Was er bekommt, ist ein Zugang ohne diese Fragen. Für den einen ist das die Voraussetzung, um überhaupt zu spielen, für den anderen der Grund, es nicht zu tun.

Boomerang Bet

Boomerang Bet bewirbt auf der eigenen Seite Sportwetten in den Bereichen „Sport“, „In-Play“, „Esports“ und „Top leagues“ und veröffentlicht dazu ein eigenes Regelwerk. Bemerkenswert an dieser Aufzählung ist weniger die Breite als ein einzelner Bereich. Wetten auf E-Sport unterliegen in Deutschland dem Ausschluss: Die zuständige Behörde stellt fest, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist und Wetten darauf nicht möglich sind. Ein Anbieter, der E-Sport offen im Programm führt, dokumentiert damit selbst, dass er außerhalb des deutschen Erlaubnisrahmens arbeitet. Boomerang Bet hält auch keine deutsche Erlaubnis und steht nicht in der Whitelist; eine Anbindung an OASIS oder LUGAS besteht nicht.

Das ist der aufschlussreichste Fall der ganzen Gruppe, weil er keine Warnung braucht, um verstanden zu werden. Wer ein Programm führt, das deutsche Anbieter nicht führen dürfen, sagt damit etwas. Das Verbot ist nicht willkürlich. E-Sport fällt unter die Regelungen zu Ereignissen mit überwiegend Minderjährigen und zu manipulationsanfälligen Wetten, und der deutsche Gesetzgeber hat daraus den konsequenten Schluss gezogen, dass dort gar nicht gewettet wird — nicht nur nicht bei Whitelist-Anbietern. Wo E-Sport erlaubt ist, fehlt folglich das Instrument, das die Manipulationsanfälligkeit dieses Marktes kontrollieren soll.

Wenn diese Seite für eine Sache nützlich ist, dann für diese: Ein Wettprogramm ist ein Dokument. Wer die vier Bereiche liest, weiß danach, in welchem Rechtsrahmen er sich befindet, und braucht dazu keine Prüfung eines Registers. Der Rahmen hat Folgen für die Auszahlung — kein Treuhandkonto, keine Fünf-Tage-Frist, kein Weg zu einer deutschen Stelle — und er hat Folgen für die Verfügbarkeit. Die Marke kann aus Deutschland jederzeit gesperrt werden, und 2025 ist genau das mit 1.843 Websites geschehen.

22Bet

22Bet führt auf der eigenen Seite einen Sportwettenbereich mit Wetten auf Fußball, Eishockey, Biathlon, Baseball und Boxen. Diese Aufzählung ist breiter als das Programm der Marken der allerersten deutschen Erlaubniswelle, und der Unterschied ist kein Zufall: Biathlon, Baseball und Boxen sind Disziplinen, die im erlaubten deutschen Programm deutlich zurückhaltender auftreten. Die Marke hält keine deutsche Erlaubnis, fehlt in der Whitelist, ist an OASIS oder LUGAS nicht angebunden, und die international verbreitete curaçaosche Lizenz, auf die sich die Gruppe stützt, hat für den deutschen Markt keine Bedeutung.

Für die Kostenfrage ist die Programmbreite ein zweischneidiges Argument. Wer Biathlon oder Baseball wetten will, findet das nur dort, wo kein deutscher Erlaubnisrahmen es regelt — und dass dort etwas möglich ist, macht es nicht reguliert. Die Einsätze auf deutsche Anbieter verteilen sich zu 78 % auf Fußball, dann folgen Basketball mit 8 %, Tennis mit 5 %, Kombinationen mit 5 % und Eishockey mit 1 %. Der deutsche Regelrahmen und der deutsche Wettgeschmack liegen insofern nicht weit auseinander; das Zusatzangebot der Nicht-Erlaubnisträger richtet sich an eine kleinere Gruppe mit spezifischem Interesse.

Bemerkenswert ist, dass in der Erlaubnisverteilung selbst die Breite zunimmt. Der regulierte deutsche Glücksspielmarkt hatte 2024 gemessen an den Bruttospielerträgen ein Volumen von rund 14,4 Mrd. Euro, und die Steuereinnahmen aus Glücksspielen betrugen im selben Zeitraum rund sieben Mrd. Euro. Ein Markt dieser Größe gibt Regulierung nicht auf. Er gibt sie weiter — und er nimmt den Anbietern ohne Erlaubnis den Boden nicht weg, sondern engt ihn ein.

Wer also bei dieser Marke landet, landet nicht bei einer Frage der Sportart, sondern bei der Frage nach dem Rahmen. Das Programm zeigt, wo man ist: außerhalb. Kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rückgriff. Wer Biathlon will, bekommt es; wer einen deutschen Anschluss will, findet keinen.

Was ein Angebot ohne Erlaubnis unter dem Strich kostet

Die Rechnung, die diese Seite seit dem ersten Absatz versprochen hat, lässt sich jetzt aufmachen — nicht in Euro auf dem Wettschein, sondern in Erwartungswerten. Die Grundlage ist einfach und betrifft jede Marke gleich: Jede Quote trägt eine Marge. Sie steht nicht auf dem Beleg, sie steckt in ihr.

Nehmen wir den Fall, um den es in der deutschen Regulierung immer wieder geht. Ein Spieler nutzt das Standard-Einzahlungslimit aus § 6c Abs. 1 voll aus: 1.000 € in einem Kalendermonat, und er setzt dieses Guthaben einmal um. Er wettet auf einen Markt mit zwei gleich gewichteten Ausgängen, beide zu einer Quote von 1,90 — ein Rechenbeispiel, kein Zitat irgendeines Anbieters, und ausdrücklich nicht als Quotenangabe eines bestimmten Buchmachers zu verstehen. Der Quotenschlüssel dieses Marktes liegt bei 1 geteilt durch die Summe von 1/1,90 und 1/1,90, also bei rund 95 %, die Marge entsprechend bei rund 5 %.

Was ein solcher Umsatz im Mittel kostet, ergibt sich aus dem Erwartungswert und nicht aus dem Einzelfall: 1.000 € Umsatz multipliziert mit 5 % Marge sind rund 50 € erwarteter Verlust. Die Spanne reicht über die Beträge von rund 26 € bis 53 €, je nachdem, wie hoch die Marge im konkreten Markt eines konkreten Anbieters liegt; dieselben 1.000 € können in einem engeren Markt also das Doppelte kosten. Das Ergebnis ist keine Prognose für diesen einen Spieler in diesem einen Monat — es ist der Durchschnitt über viele Wetten, und die Annahme ist, dass er sein Guthaben einmal komplett umsetzt.

Jetzt der zweite Teil, der die Suche nach „ohne deutsche Lizenz“ erst verständlich macht. Wer sein Geld bei einem Anbieter umsetzt, der die volle Summe annimmt, trägt kein Limit von 1.000 € pro Monat und keine Aktivitätsdatei. Er kann in einem Monat ein Vielfaches des Betrags umsetzen, den das deutsche System als Standard vorsieht — bei dieser Marke bleibt kein Einsatz außerhalb, und der Erwartungswert skaliert mit dem Volumen. Rund 50 € bei 1.000 € Umsatz heißt bei 10.000 € rund 500 € erwarteter Verlust, sofern dieselbe Marge gilt. Die Limite selbst kostet nichts; sie begrenzt nur, wie oft dieselbe Rechnung anfällt. Zwischen einem Anbieter mit Erlaubnis und einem ohne unterscheidet sich nicht die einzelne Wette, sondern die Zahl der Wetten, die in denselben Monat passen.

Und noch ein Element, das die Erwartungsrechnung nicht erfasst und trotzdem dazugehört. Der Mannschaftsvergleich sagt nichts über einen ausfallenden Anbieter, und das ist bei einem nicht erlaubten Betreiber keine seltsame Annahme, sondern die Regel, die hinter der Whitelist steht: keine Anbindung an ein Sperrsystem — weder für die Selbstsperre noch für die Aufmerksamkeit. Erklärt man die gleiche Rechnung bei 5 % Marge langweilig, ist der Satz beim Zweifelsfall nicht langweilig: Was in der Erwartung unter den Tisch fällt, ist genau das, was ein Limit verhindert.

Wer trotz dieses Preises dort bleibt, sollte die Zahl kennen. Wer sie kennt und sich anders entscheidet, entscheidet anders. Nur zu glauben, eine Erlaubnis sei ein Aufkleber, ist der teure Irrtum.

Häufige Fragen zu Wettanbietern ohne deutsche Lizenz

Wie kann ich prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis hat?

Über die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Dort stehen der Name des Trägers, die Sportart, die zugelassene Internetadresse und das Erstdatum. Nur die eingetragene Adresse darf Sportwetten annehmen. Eine .de-Domain allein beweist nichts; ausländische Erlaubnisse sind dort nicht aufgeführt.

Welche Folgen hat es, bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zu wetten?

Das Angebot ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Der Spieler hat keinen Rückgriff auf OASIS, LUGAS oder eine deutsche Beschwerdestelle, das Guthaben liegt nicht auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und die Behörde geht mit Untersagungen und Netzsperren gegen solche Seiten vor.

Gilt eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan in Deutschland?

Nein. Für Sportwetten an Menschen in Deutschland zählt ausschließlich die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Ein maltesischer, curaçaoscher oder Anjouaner Titel verleiht keine Berechtigung für den deutschen Markt. Ein Trägersitz auf Malta sagt nichts über die Erlaubnislage in Deutschland aus.

Was ändert die fehlende Anbindung an OASIS und LUGAS für Sperren und das Limit von 1.000 €?

Ohne OASIS kann eine Selbstsperre nicht durchgreifen, ohne LUGAS zählt das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 nicht über alle Anbieter hinweg. Der Standard von 1.000 € pro Kalendermonat gilt dort nicht. Stattdessen entscheidet der Spieler allein über Höhe und Tempo seiner Einsätze — zu einem Zeitpunkt, in dem diese Entscheidung oft am schwächsten ist.

Wie ist der Stand der Rechtsprechung zur Rückforderung von Verlusten bei unlizenzierten Anbietern?

Zivilgerichte haben mehrfach Rückzahlungen angeordnet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit entgegensteht; im März 2026 hielt Generalanwalt Emiliou eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich. Ein Urteil steht aus, zugesagt ist nichts.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»