Steuerfrei wetten 2026: Zehn Anbieter und die Frage, wer die 5,3 % bezahlt

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines Rasenplatzes, dahinter leere Tribünen im Licht des frühen Morgens.
Die Sportwettsteuer wird in Deutschland seit dem 1. Juli 2012 erhoben.

Die Rangfolge, die diese Seite zieht, sortiert nicht nach Bonusgröße und nicht nach der Zahl der angebotenen Sportarten. Sie sortiert danach, wie teuer der Anbieter für den wird, der tatsächlich setzt. Wer die Sportwettensteuer auf den Einsatz schlägt, nimmt dem Spieler etwas anderes weg als der, der sie über den Quotenschlüssel einzieht, und wieder ein anderer trägt sie einfach. Drei Wege, ein Gesetz — und nur einer davon ist in den Bedingungen des Anbieters nachlesbar, ohne dass man ein Fußballergebnis abwarten muss.

Bevor die ersten Spiele angepfiffen werden, steht eine Zahl, die keinen Fan interessiert und jeden Rechner beschäftigt: 5,3 %. So hoch ist der Steuersatz nach §§ 17, 18 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, und er wird nicht vom Spieler erhoben, sondern vom Veranstalter der Wette geschuldet. Der Betrag, auf den er fällt, ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Über die volle eingezahlte Summe gerechnet ergibt das rund 5,03 %. Das ist der Preis, den ein Anbieter trägt oder weitergibt, und genau daran trennen sich die folgenden zehn.

Fünf Kriterien entscheiden über die Reihenfolge. Zuerst, ob der Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde steht — ohne Eintrag mit Sportwetten-Erlaubnis ist alles Weitere Papier. Zweitens, wie er mit der Steuer umgeht: Abzug vom Einsatz, Abschlag an der Quote, Abzug am Gewinn oder volle Übernahme. Drittens, was seine Bedingungen an Mindestquoten, Mindestbeträgen und Obergrenzen vorschreiben. Viertens, ob Kontoführung, Auszahlung und Limits den Alltag erleichtern oder verkomplizieren. Fünftens, ob die Kommunikation des Hauses zum Steuerthema hält, was das eigene Regelwerk sagt.

Die Steuermodelle im Vergleich

Überblick: wer welche Erlaubnis hält und wie er besteuert

Anbieter GGL-Whitelist: Inhaber Amtsweg Sportwetten-Erlaubnis seit Umgang mit der Steuer
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 21.12.2022 5 % des Wetteinsatzes bzw. 5 % des Bruttogewinns
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024 — —
Sportwetten.de NetX Betting Limited 19.11.2020 16.12.2022 —
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 22.12.2022 —
Tipwin Tipwin Limited 09.10.2020 27.12.2022, 09.01.2024 Steuerkosten werden übernommen
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021 08.12.2022 wirbt mit „0 % Wettsteuer“
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 16.12.2022 —
VBet SCGO Limited 05.12.2023 — —
Betway Betway Limited 09.03.2021 23.12.2022 Steuer erscheint als eigener Posten am Wettschein
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020 22.12.2022 —

Was in der letzten Spalte leer bleibt, ist keine Aussage über das Haus. Es heißt, dass dessen Bedingungen zur Steuerbehandlung nichts hergeben, was sich hier sauber zitieren ließe. Der Spieler findet es im Wettschein oder im Regelwerk — in der Regel dort, wo die Auszahlung nach Wetteinsatz, Quote und einem weiteren Posten aufgeschlüsselt wird. Wer das vor dem ersten Einsatz nicht prüft, erfährt es bei der ersten Auszahlung, und das ist der teuerste Moment dafür.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Rechnungen und ein Taschenrechner liegen auf einem hellen Schreibtisch neben einer Kaffeetasse.
Interwetten trägt die Sportwettensteuer selbst und gleicht sie mit einem Quotenabschlag in Höhe von 5,3 % bei Wetten aus.

Auffällig an der Übersicht ist die Spanne der Amtswege: sie reicht von einem Erstantrag im Jahr 2020, der zwei Jahre später eine Folgeerlaubnis bekam, bis zu einer Erlaubnis vom 21.10.2024, die noch keinen zweiten Schritt nötig hatte. Aus einer frühen Erlaubnis folgt keine bessere oder schlechtere Steuerbehandlung — der Steuerweg ist eine unternehmerische Entscheidung, kein Verdienst. Ein Anbieter mit langer Whitelist-Historie und ohne Angabe zur Steuer ist für den Rechner schlechter zu bewerten als ein Neuzugang mit klaren Worten.

Der Whitelist-Status ist der einzige belastbare Lizenztest. Dass eine Internetadresse auf .de endet, beweist nichts; entscheidend ist der Eintrag mit Sportwetten-Erlaubnis, den die Behörde führt. Die Übersicht trägt in der Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 genau 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Erlaubnis für Sportwetten, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Eine Pferdewetten-Erlaubnis sagt für das Sportwettenangebot nichts. Ebenso wenig sagt eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele etwas über Wetten — das sind getrennte Genehmigungen mit getrennten Pflichten.

Und dann ist da die Werbung. „0 % Wettsteuer“ ist der Satz, der in dieser Branche am häufigsten wiederholt und am seltensten erklärt wird. Er bedeutet nicht, dass keine Steuer geschuldet wird, sondern dass der Anbieter sie trägt. Was der Spieler dafür an anderer Stelle zahlt — an der Quote, an der Mindestquote oder an der Höhe des Einsatzes — steht in keiner Werbezeile. Diese Frage zieht sich durch die ganze Seite, und das ist kein Zufall: sie ist die Frage, an der sich im Sportwettenmarkt am meisten Geld entscheidet, das nie auf einem Wettschein erscheint.

Was der Anbieter trägt und was er weitergibt: die drei Wege im Vergleich

Der Abschlag an der Quote ist der eleganteste Weg der Weitergabe, weil er unsichtbar bleibt. Interwetten erklärt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass die Sportwettensteuer von Interwetten getragen wird, und nimmt zum Ausgleich einen Quotenabschlag von 5,3 % vor. Im Gewinnfall sinkt damit die Auszahlungsquote und mit ihr der Wettgewinn — ausgenommen Cash-Out-Gewinne. Vom Einsatz wird dagegen nichts abgezogen.

Rechnen wir das durch. Ein Einsatz von 100 € auf eine Quote von 2,00 zahlt ohne jeden Steuerposten genau 200 € zurück. Mit dem Abschlag auf die Auszahlung liegt der Rückfluss bei einem Treffer zwischen etwa 189,40 € und 200 €; die genaue Zahl hängt davon ab, wo das Haus den Abschlag festmacht, an der Auszahlungsquote oder am Gewinnanteil. In beiden Lesarten bleibt der Rückfluss unter 200 €, und der Nettoertrag liegt bei unter 100 € statt bei den vollen 100 € aus der Quote. Der Kostenrahmen für dieselbe Wette liegt damit zwischen gut 5 € und knapp 11 € je hundert Euro Einsatz, und die Bedingungen des Hauses entscheiden, wo innerhalb dieser Bandbreite der einzelne Spieler landet.

Dass diese Bandbreite überhaupt existiert, ist der eigentliche Befund. „Steuerfrei“ beschreibt keinen Betrag, sondern eine Vertragsklausel, und ihre Wirkung ist nicht bei allen Häusern gleich.

Der Abzug am Einsatz ist die gröbste Variante, weil er die Last vollständig in den Moment des Platzierens verlegt. Sportingbet nennt in den Wettregeln eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und behält bei gewonnenen Wetten 5 % des Bruttogewinns aus Einsatz mal Quote vom Gewinn ein. Beide Sätze stehen nebeneinander und greifen in unterschiedlichen Fällen; sie mit 5,3 % in einen Topf zu werfen, wäre ein Fehler, den die Abrechnung später nicht verzeiht. Wer kleine Einsätze auf viele Wetten setzt, spürt den Satz auf jeden einzelnen Schein.

Der dritte Weg, das vollständige Tragen durch den Anbieter ohne sichtbaren Abschlag, ist der mit der lautesten Werbung. „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ bringt zwei Behauptungen in sechs Wörtern unter. Die erste beschreibt die Mechanik: der Anbieter trägt die Last. Die zweite beschreibt den Markt, und die lässt sich prüfen. Winamax verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Bei 55 % war ein anderes Haus vorn. Keine Widerlegung, aber der nüchterne Maßstab, an dem sich der Superlativ messen muss.

Dasselbe Muster in anderer Form bei Tipwin: Der Anbieter übernimmt nach eigener Darstellung die Steuerkosten bei Ein- und Auszahlungen, sodass der Betrag dem Kundenkonto vollständig gutgeschrieben wird; Gebühren für Ein- und Auszahlungen nennt Tipwin in seinem FAQ-Bereich nicht. Für den, der regelmäßig Geld bewegt, ist das die weichste Form der Weitergabe — nichts wird sichtbar weggenommen, und an der Kasse gibt es keine Reibung.

Wettarena wiederum nennt den Steuerposten ausdrücklich: außer dem Wetteinsatz sowie der gesondert ausgewiesenen Steuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5,03 % des eingezahlten Betrags) fallen laut den spielrelevanten Informationen keine weiteren Kosten für die Teilnahme an einer Sportwette an. Unbequem und ehrlich zugleich — eine Offenlegung, die dem Spieler die Kontrolle zurückgibt, statt sie ihm in der Quote zu verstecken.

ODDSET geht den umgekehrten Weg und gibt an, weder den Einsatz noch den Gewinn der Spielenden mit einem Steuerabzug zu belegen; Gewinne würden auf den kompletten Einsatz ohne jeden Abzug ausbezahlt. Klarer kann ein Haus in dieser Frage nicht werden, und diese Aussage verträgt keine Fußnote.

Dazwischen liegt Betway, das die Wettsteuer im abschließenden Prüfschritt des Wettscheins als eigenen Posten neben die ausgewählten Spiele und das jeweilige Wettsystem stellt. Spät sichtbar ist immer noch sichtbar, und das ist mehr, als viele Häuser bieten.

Die drei Wege unterscheiden sich nicht im Steuersatz — der steht im Gesetz — sondern darin, wann und wie er beim Spieler ankommt: versteckt in der Quote, sichtbar im Wettschein, offen in der Rechnung. Der Spieler wählt nicht die Höhe. Er wählt die Transparenz.

Was die Steuer auf ein einzelnes Spiel gerechnet ausmacht

Nehmen wir den klassischen Schein: 100 € auf eine Quote von 2,00. Ohne jeden Zuschlag kommt ein Rückfluss von 200 € heraus. Fällt der Abschlag von 5,3 % auf die Auszahlung, bleiben davon je nach Bezugsgröße zwischen rund 189,40 € und den vollen 200 € übrig. Fällt der Satz von 5 % auf den Einsatz, wandern schon vor dem Treffer 5 € ab, und aus einer Quote von 2,00 auf 100 € werden 190 €.

Auf ein Fußballspiel mit einer Quote von 1,85 gerechnet: Der Gewinn beträgt ohne Abschlag 85 €. Wird ein Abschlag von 5,3 % auf den Nettogewinn gelegt, bleiben 80,50 € — die Steuer bezieht sich auf den Gewinn, nicht auf den Einsatz. Bei niedrigen Quoten sind die absoluten Beträge entsprechend kleiner; bei hohen Quoten wächst die Belastung mit jedem Euro Gewinn.

Die Beträge klingen klein, bis sie regelmäßig anfallen. Wer im Monat zehn Wetten zu je 100 € auf eine Quote von 2,00 setzt und bei jedem Treffer rund 5 % des Rückflusses verliert, zahlt dafür je nach Variante etwa 50 bis 100 € im Monat, also 600 bis 1.200 € im Jahr — Geld, das nie als Einsatz auf dem Konto erscheint und nie als Verlust ausgewiesen wird. Das ist die steilste Stelle im Sportwettenmarkt, und sie steht in keinem Bonusversprechen.

Ein Trost bleibt: Bei jedem dieser Sätze handelt es sich um eine Schätzung unter der Annahme, dass sich Einsatzgröße und Quotenniveau auf demselben Niveau halten. Ändert der Spieler seine Einsatzstrategie, ändert sich die Rechnung mit.

Woran die Kosten beim Wetten zusätzlich hängen: Limit, Sperre, Live-Markt

Die Steuerfrage und die Frage der Grenzen berühren sich, weil beide auf dieselbe Summe zielen: den Betrag, den ein Spieler überhaupt durchsetzen kann.

Die kalte Zahl über allen Limitdiskussionen ist gesetzlich: 1.000 € pro Kalendermonat als Standardeinzahlungslimit über alle Anbieter hinweg, abgewickelt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter mit entsprechender Erlaubnis darf für einen einzelnen Spieler höher gehen, bis 10.000 € und in engen Fällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Was daraus für den Kostenvergleich folgt, ist unbequem. Ein Spieler, der den Quotenabschlag eines Hauses als klein empfindet, verliert ihn nur auf Einsätze, die innerhalb des Monatslimits liegen. Wer sein Spiel über das Standardlimit hinaus plant, plant mit einem Hebel, den er nicht hat.

Dazu kommt die Begrenzung des Live-Markts. Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis und – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind – auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil erlaubt. Im Fußball ist das nächste Tor zulässig, im Tennis der nächste Satz; der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Wer den Live-Bereich als Hauptspielwiese versteht, merkt schnell, dass das Angebot dort endet, wo andere Buchmacher anfangen. Wer ohnehin nur das Endergebnis spielt, wird davon nichts bemerken.

Und für den Zahlungsweg gibt es einen konkreten Anhaltspunkt, der etwas über die Zugangskosten sagt: Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per Skrill 5 € und die Mindestauszahlung 10 €, Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Einzahlungen per Skrill qualifizieren bei diesem Haus nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Das ist ein typischer Tausch: niedrige Schwelle am Eingang, eingeschränkte Bonuseignung als Preis.

Bei Sportwetten.de reicht der Mindestbetrag dagegen erst bei 10,00 € los — für Trustly, Skrill und Aircash; für alle Zahlungswege des Hauses sind „Keine“ Gebühr und „Sofort“ als Bearbeitung angegeben. Einzahlungen über Dritte sind dort nicht gestattet.

Diese Schwellen haben ihre eigene Logik: Ein Zahlungsweg, der bei 5 € beginnt, eignet sich für ein Konto, das den Monat langsam füllt. Wer sein Konto in größeren Schritten lädt, merkt von dieser Grenze nichts und profitiert nur von den Gebühren.

Wer was am Wettschein sieht: die Reihenfolge im Alltag

Der Weg einer Wette führt über drei Stationen, und jede kostet etwas anderes. Am Anfang stehen Einsatz, Quote und die Steuerberührung — hier ist die Wahl des Hauses noch rückgängig zu machen. In der Mitte steht der Wettschein mit seinen Posten; wer hier abbricht, hat nichts verloren. Am Ende steht die Auszahlung, und zu diesem Zeitpunkt ist die Entscheidung gebucht.

Wer rechnet, tut das an der zweiten Station. Wo die Steuer als eigener Posten erscheint, sieht er sie vor dem Absenden. Wo sie in der Quote verschwindet, sieht er sie nie. Und wer auf den Bonusteil schaut, sollte die Besteuerungsfrage mitdenken: Der Wert einer Freiwette ergibt sich aus der Quote und dem Markt, aus dem sie bezahlt wird, und nicht daraus, ob der Gratis-Teil des Neukundenangebots am Ende die 5,3 % einschließt. Zwei Häuser können denselben Bonus nennen und trotzdem unterschiedliche Nettoerträge abwerfen.

Zuletzt geht es nicht nur um den einzelnen Wettschein, sondern um den gesamten Haushalt. Die gesamten Steuereinnahmen aus Glücksspiel lagen 2023 in Deutschland bei rund 2,48 Milliarden Euro, ein Minus von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr; die Lotteriesteuer machte mit rund 1,77 Milliarden Euro 71 % davon aus. Die Einnahmen aus Sportwetten betrugen 409 Millionen Euro und lagen damit 116,8 % höher als zehn Jahre zuvor, auch wenn sie gegenüber 2023 um 5,2 % zurückgingen. Für den einzelnen Spieler ist das keine Größe, die er spürt — aber es ist ein Hinweis darauf, wie viel Geld in diesem Markt unbemerkt durch die Kassen läuft.

Der gesetzliche Rahmen: GGL, Erlaubnis, Sportwettprogramm

Kein Anbieter darf ohne Erlaubnis der GGL Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale erteilt die bundesweite Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht die Einhaltung und kann Verstöße mit Bußgeldern belegen (§ 28a). Für die Steuer ist nicht die Aufsichtsbehörde zuständig, sondern das Finanzamt; § 19 des Rennwett- und Lotteriegesetzes weist die Schuld dem Veranstalter zu.

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige amtliche Prüfmöglichkeit. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1), die Liste zeigt nur das Datum der Erteilung und niemals ein Enddatum — niemand kann seriös eines nennen. Am 17. September 2026 warnte die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Und weil die Steuer auch ohne Erlaubnis anfällt, ist eine gezahlte Steuer kein Nachweis für ein legales Angebot.

Was überhaupt gespielt werden darf, steht im Sportwettprogramm der Behörde: feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts, auf Vorkommnisse während eines Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1). Zulässig ist nur, was die Behörde genehmigt hat (§ 21 Abs. 5). Während eines laufenden Ereignisses gilt § 21 Abs. 4 mit seiner engen Liste. Verboten sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Verwaltungspraxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga zum Amateurbereich — außerdem manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sport stellt die Behörde fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist.

Nicht in diesen Rahmen gehört eine Reihe von Klauseln, die oft daneben gestellt werden. Der Werbebann von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten; für Sportwetten gelten eigene Grenzen, etwa kein Hinweis auf Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Programm. Der GlüStV setzt auch keinen Bonusdeckel: Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten eines Bonus stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Bei allem, was die Seiten von Anbietern und Vergleichsseiten über „steuerfrei“ schreiben, bleibt die Zuständigkeit für die eigene Steuersituation beim Spieler selbst. Wer seine Gewinne versteuern muss, erfährt das belastbar bei einem Steuerberater und nicht in einem Werbetext.

Spielerschutz: was unabhängig von jeder Steuerfrage gilt

Die Spielerschutzregeln gelten, egal wie ein Haus die Steuer behandelt, und sie sind der einzige Teil, der über den Abend hinaus wirkt.

Ein Smartphone liegt mit dem Display nach unten auf einem Holztisch neben einem Glas Wasser, Abendlicht fällt durch ein Fenster.
Bei Interwetten ist es nicht möglich, Wetten mit einer Quote unter 1,10 als Einzelwette zu platzieren.

Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung ist die Regel (§ 6a); vorher darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das monatliche Standardlimit und die LUGAS-Limitdatei gehören an dieselbe Stelle wie jede Steuerregel — beide begrenzen den Geldfluss, den ein Spieler in Bewegung setzen kann. Paralleles Spiel bei mehreren Anbietern ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht.

Das bundesweite Sperrsystem heißt OASIS (§§ 8, 8a) und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich mit Angabe eines Zeitraums sperrt, ist mindestens drei Monate draußen; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 erzeugt einen sofortigen Block von 24 Stunden — der einzige Mechanismus, der in Sekunden wirkt.

Dazu kommt die Verzahnung mit dem Geldverkehr: Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig, anonyme Zahlungsmittel sind nach § 6b Abs. 4 nicht erlaubt. Das ist der Grund, warum Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten im erlaubten deutschen Wettmarkt nicht vorkommen. Die Gelder der Spieler liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto und werden bei Kontoschließung innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Der Preis dieses Rahmens ist real: 1.000 € Standardlimit im Monat, ein eingeschränkter Live-Bereich, vollständige Verifizierung und Einzahlungen nur vom eigenen Konto. Der Preis des anderen Weges ist höher. Ein nicht in Deutschland erlaubtes Angebot ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel; eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat hierzulande keine Bedeutung, und die Behörde warnt ausdrücklich davor. Solche Anbieter hängen weder an OASIS noch an LUGAS. Eine Beschwerde über eine Auszahlung endet dort im Nirgendwo. Wer dort verliert, hat keine Aufsichtsbehörde im Rücken.

Strafrechtlich ist das Organisieren nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung mit bis zu einem Jahr; die Beteiligung nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Eine Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt — das ist weder ein Freibrief noch eine Drohkulisse, sondern schlicht der Stand. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt inzwischen beim Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) klären lassen wollen, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unerlaubte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit für niemanden versprochen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Zehn Häuser mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, jedes mit eigener Haltung zur Steuer. Wo eine Angabe zur Steuerbehandlung fehlt, gilt der Blick in die eigenen Bedingungen des Hauses.

Sportingbet: der Anbieter mit dem zweigleisigen Steuersatz

Sportingbet führt Sportingbet auf der Whitelist, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Das Haus mit der zweigleisigen Steuerregel schreibt in seinen Wettregeln eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes fest und behält bei gewonnenen Wetten zusätzlich 5 % des Bruttogewinns aus Einsatz mal Quote vom Gewinn ein. Wer von einem Haus mit Quotenabschlag hierher wechselt, merkt den Unterschied zuerst am Einsatz und nicht am Ergebnis — und muss sich entscheiden, welche der beiden Belastungen ihn härter trifft. Spieler mit vielen kleinen Scheinen zahlen den Satz auf jeden einzelnen davon. Zwei Abzüge in einem Regelwerk sind mehr, als die Steuer verlangt; das ist eine belastbare Aussage über die Kostenstruktur dieses Anbieters, und sie ist teurer als das, was ein Quotenabschlag von 5,3 % in den meisten Rechnungen bewirkt.

LeoVegas: eine der jüngsten Whitelist-Erlaubnisse im Vergleich

Die LVSports Limited betreibt LeoVegas und steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 in der Whitelist; für virtuelle Automatenspiele ist sie seit dem 27. Februar 2023 eingetragen. Das ist die jüngste Sportwetten-Erlaubnis unter den zehn Häusern. Eine späte Erlaubnis ist kein Nachteil, aber sie heißt, dass sich das Haus erst seit zwei Jahren im deutschen Sportwettenmarkt bewegt. Was ein Sportwettenbuch in dieser Zeit aufgebaut hat, ist die Frage, die für einen Spieler zählt — nicht das Erlaubnisdatum. Zur Steuerbehandlung dieses Anbieters ist hier nichts Belastbares zu finden.

Sportwetten.de: Zahlungsvielfalt ohne dokumentierte Steuerpolitik

Die NetX Betting Limited ist für Sportwetten.de als Betreiberin eingetragen, mit einer ersten Erlaubnis vom 19. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Zur Zahlungsabwicklung nennt das Haus Kundenkarte, PayPal, Sofortüberweisung über Trustly, Kreditkarte von Visa und Mastercard, Banküberweisung, Skrill und Aircash — alle ohne Gebühr und mit sofortiger Bearbeitung, mit einem Mindestbetrag von 10,00 € bei Trustly, Skrill und Aircash; Einzahlungen über Dritte sind nicht gestattet. Diese Bandbreite lässt mehr Wege offen als bei vielen Häusern. Zur Steuerbehandlung schweigt das Haus an dieser Stelle. Wer hier setzt, tut es wegen der Zahlungswege — nicht wegen einer nachlesbaren Steuerpolitik. Die Gebührenzeile ersetzt keine Auszahlungsrechnung.

bet-at-home: eine Erlaubnis mit gesicherter Kontinuität

Für bet-at-home führt die Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Drei Papiere in der Hand eines Betreibers bedeuten, dass die Aufsicht über das Haus keine Lücken hat. Zur steuerlichen Praxis dieses Anbieters ist nichts belegt. Wer hier bleibt, sollte die erste Auszahlung genau ansehen: Ein Konto, das über Jahre existiert, zahlt sich bei einer Rückfrage anders aus als ein frisch eröffnetes.

Tipwin: die Steuerlast vollständig beim Anbieter

Tipwin Limited hält die Erlaubnis für Tipwin seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024. Der Anbieter übernimmt nach eigener Darstellung bei Ein- und Auszahlungen die Steuerkosten, sodass der Betrag dem Kundenkonto vollständig gutgeschrieben wird; Einzahlungs- und Auszahlungsgebühren nennt das Haus in seinem FAQ-Bereich nicht. Das ist die maximale Zusage in dieser Frage. Wer sein Konto in größeren Schritten füllt und selten gewinnt, für den ist das die günstigste Konstruktion unter den zehn. Sie hält nur so lange, wie die Zusage im eigenen Kontoauszug nachweisbar bleibt.

Winamax: der Werbeslogan und die zugehörige Zahl

Die WINAMAX (Société anonyme) betreibt Winamax, mit einer ersten Erlaubnis vom 29. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Das Haus wirbt im Fußbereich seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Der Slogan verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Ein Haus, das in sechs von zwanzig Fällen nicht oben steht, wirbt mit einem Superlativ — der unterlegene Teil der Aussage ist die aussagekräftigere Hälfte. Die zweite dieser Zahlen ist die einzige, die sich überprüfen lässt, und sie ist zugleich die einzige, die gegen die Marke arbeitet. Wer die Quoten vergleichen will, hat hier den einzigen belastbaren Anhaltspunkt des ganzen Feldes.

Betano: Whitelist-Erlaubnis mit offener Steuerfrage

Die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan auf Malta ist als Betreiberin für Betano eingetragen, mit einer ersten Erlaubnis vom 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Zur Steuerbehandlung dieses Hauses ist hier nichts belegt. Wer hier setzt, rechnet die Auszahlung am besten am ersten Abend selbst nach: Einsatz eintragen, Wettschein zusammenfassen und nachsehen, ob neben den ausgewählten Spielen ein weiterer Posten auftaucht. Erst wenn diese Zeile fehlt, ist der Mechanismus geklärt. Der Bonus ist dafür nicht der richtige Maßstab.

VBet: erlaubt seit Ende 2023

Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s auf Malta veranstaltet die Sportwetten unter Vbet; die GGL führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist damit der zweitjüngste Eintrag dieser Auswahl, und ein Haus, das erst seit knapp drei Jahren im deutschen Markt arbeitet, zahlt dafür mit dem, was ihm an Erfahrung mit deutschen Auszahlungswegen fehlt. Zur Steuerbehandlung liegt nichts Belastbares vor. Wer trotzdem dort setzt, macht die Auszahlungsabrechnung in den ersten Wochen zur Gewohnheit, statt sich auf eine Werbeaussage zu verlassen.

Betway: der Steuerposten vor dem Absenden

Für Betway führt die Whitelist die Betway Limited mit einer ersten Erlaubnis vom 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Das Haus nennt die Wettsteuer im abschließenden Prüfschritt des Wettscheins als eigenen Posten neben den ausgewählten Spielen und dem jeweiligen Wettsystem — spät sichtbar, aber vor dem Absenden. Per Skrill gilt eine Mindesteinzahlung von 5 €, die Mindestauszahlung liegt bei 10 €, Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben; Einzahlungen per Skrill qualifizieren nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Der Steuerposten steht dort, wo der Spieler ihn vor dem Absenden sieht, und die Schwelle für den Zahlungsweg liegt so niedrig, dass auch ein kleines Konto vollständig teilnehmen kann. Wer einen Einzahlungsbonus sucht, findet ihn über diesen Zahlungsweg nicht.

NEO.bet: Whitelist-Erlaubnis ohne Angaben zur Steuer

Greenvest Betting Limited ist als Betreiberin für NEO.bet eingetragen, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 — derselbe Amtsweg wie bei zwei weiteren Häusern der Liste. Zur Steuerbehandlung dieses Anbieters ist nichts belegt; wer sie klären will, findet sie in den eigenen Bedingungen des Hauses. Die Zugehörigkeit zur Whitelist ist seit dem ersten Tag vorhanden und damit das belastbarste Merkmal dieses Angebots. Für die Steuerfrage bleibt die Auszahlungsabrechnung die einzige Prüfstelle.

Was diese Zahlen für einen normalen Spieler bedeuten

Rechnen wir einen Haushalt durch, wie ihn viele führen: ein Einsatz von 100 € auf eine Quote von 2,00, ein Treffer, und ein Haus, das 5,3 % auf die Auszahlung schlägt. Der Rückfluss liegt dann bei etwa 189,40 €, wenn der Abschlag an der Auszahlungsquote ansetzt, und nahe 200 €, wenn er nur den Gewinnanteil trifft. Zwischen den beiden Lesarten liegen gut zehn Euro — und diese Differenz ist keine Kleinigkeit für jemanden, der zehnmal im Monat setzt.

Dasselbe Spiel bei einem Haus mit 5 % Abzug auf den Einsatz: Von 100 € sind effektiv 95 € im Rennen, und aus einem Treffer mit Quote 2,00 werden 190 €. Gegenüber den 189,40 € der Quotenvariante ist das nahezu gleichauf. Das ist der Punkt, an dem die Diskussion über den „besten“ Steuerweg beginnt, keine Antwort zu haben: Auf dem Standardschein trennen die beiden Varianten nur Centbeträge.

Der Unterschied entsteht mit dem Einsatzmuster. Ein Spieler mit vielen kleinen Scheinen zahlt beim Abzug am Einsatz auf jeden einzelnen davon, während einer mit wenigen großen Einsätzen von der Gewinnvariante erst beim Treffer getroffen wird. Bei einem Abschlag von 5,3 % auf den Nettogewinn sinkt ein Gewinn von 85 € bei einer Quote von 1,85 auf 80,50 €. Wer häufig auf niedrige Quoten setzt, verliert über einen Prozentsatz auf hohe Gewinne weniger; wer auf Favoriten setzt, zahlt anteilig weniger. Der Satz bleibt derselbe, die Verteilung der Last ändert sich.

Was bleibt, ist eine Reihenfolge, die für fast jeden gilt. Zuerst die Whitelist prüfen, weil sie über die Legalität entscheidet und nicht über den Geschmack. Dann die Bedingungen des Hauses zum Steuerabzug lesen, weil sie über die Auszahlung entscheiden. Erst danach die Quote vergleichen. Und zuletzt das, was keine Steuer und kein Bonus beeinflusst: die eigenen Zahlen.

Häufige Fragen zu steuerfreien Wetten

Sind Wetten und Wettgewinne steuerfrei, oder fällt die Sportwettensteuer trotzdem an?

Die Steuer fällt an, sie wird nur nicht vom Spieler geschuldet. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer selbst, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet sein eigenes Regelwerk.

Wer schuldet die Sportwettensteuer: der Wettanbieter oder der Spieler?

Gesetzlich schuldet der Veranstalter die Steuer, nicht der Spieler. Was der Spieler trägt, hängt vom Weitergabeweg ab: Ein Abschlag an der Quote verringert den Gewinn, ein Abzug am Einsatz verringert das eingesetzte Kapital, eine Übernahme lässt das Konto unangetastet. Steuerschuldner und wirtschaftlich Belasteter sind damit nicht dieselbe Person.

Wie unterscheiden sich Abzug vom Einsatz, Quotenabschlag und Abzug vom Gewinn?

Der Abzug am Einsatz trifft den Spieler sofort beim Platzieren. Der Quotenabschlag wirkt erst im Gewinnfall und verringert die Auszahlungsquote. Der Gewinnabzug belastet jeden Treffer einzeln. Bei einem Einsatz von 100 € auf eine Quote von 2,00 liegen die Varianten nur wenige Euro auseinander; bei vielen kleinen oder wenigen großen Einsätzen verschiebt sich das Bild deutlich.

Was bedeutet die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ für die Auszahlung?

Der Satz beschreibt, wer die Steuer trägt, nicht ob sie anfällt. Der Anbieter übernimmt sie und kann sie über die Quote, eine Mindestquote oder Bedingungen zurückholen. Wer die Behauptung prüfen will, vergleicht die Auszahlung einer konkreten Wette mit dem Ergebnis derselben Wette ohne jeden Abzug.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, wenn der Anbieter die Steuer weitergibt?

Eine Wette von 100 € auf eine Quote von 2,00 zahlt ohne Abschlag 200 € zurück. Liegt der Abschlag von 5,3 % auf der Auszahlung, bleiben je nach Bezugsgröße zwischen rund 189,40 € und 200 €; fällt der Satz von 5 % auf den Einsatz, werden aus 100 € Einsatz bei einem Treffer 190 €.

Woran lässt sich auf der GGL-Whitelist erkennen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt in der Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge, darunter 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis. Entscheidend ist der Eintrag für die konkrete Internetadresse. Eine Adresse mit .de allein beweist nichts, und eine gezahlte Steuer ist kein Lizenznachweis.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»