Die besten Wettanbieter mit Skrill 2026: Was Einzahlung, Auszahlung und Bonus wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Die Wallet gilt als der bequeme Weg ins Wettkonto. Bequem ist sie. Kostenlos ist sie nicht.

Zwischen der Einzahlung beim Buchmacher und dem Geld auf dem eigenen Girokonto liegt eine

Gebührenordnung, die kaum jemand liest, bevor er sie bezahlt.

Ein Smartphone mit schwarzem Display liegt neben Kopfhörern auf einem Schreibtisch, daneben ein aufgeschlagenes Notizbuch.
Winamax nimmt Skrill mit einer Mindesteinzahlung von 15 € ohne Gebühren an.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen

Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Was ein Bonus mit Skrill wirklich verlangt

„100 % Bonus“ klingt nach verdoppeltem Geld. Es ist verdoppeltes Guthaben, an das eine Bedingung

geknüpft ist, und diese Bedingung ist der eigentliche Preis des Angebots.

Bei Sportwetten.de beträgt der Willkommensbonus 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €. Er

wird sofort gutgeschrieben, sobald die Ersteinzahlung mindestens 10 € erreicht. Maßgeblich ist die

erste online getätigte Einzahlung – wer zuerst per Skrill einzahlt, hat damit sein Bonusvehikel

gewählt. Bonusgeld ist Einzahlungsbonus, kein Cash: Es wird zum Wettguthaben, nicht zum

Auszahlungsbetrag auf dem Konto.

Die Umsatzbedingung entscheidet, ob ein Bonus ein Geschenk oder eine Aufgabe ist. Der GlüStV setzt

für Sportwetten keine Obergrenze und keine Mindestanforderung fest; Beträge, Umsatzhöhe und

Mindestquote stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer einen

Willkommensbonus prüft, liest also nicht das Werbeplakat, sondern den Abschnitt mit den

Teilnahmebedingungen. Dort stehen vier Zahlen, die zusammen den Wert bestimmen: der Faktor, mit dem

die Bonussumme umgesetzt werden muss, die Mindestquote, ab der ein Einsatz mitzählt, die Frist, in

der das geschehen muss, und die Obergrenze für den Gewinn aus dem Bonusguthaben.

Der Faktor multipliziert sich mit dem Guthaben, nicht mit dem Einsatz. Ein Bonus von 100 € bei

zehnfachem Umsatz verlangt 1.000 € an Einsätzen, bevor Guthaben zu echtem Geld wird. Bei zwei Euro

pro Wette sind das fünfhundert Wetten – nach Adam Riese eine ganze Saison, nicht ein Nachmittag.

Wetten unterhalb der geforderten Mindestquote zählen dabei nicht mit, und genau hier verliert der

Bonus in der Praxis an Wert: Wer auf klare Favoriten setzt, weil die Quote über der Schwelle liegt,

handelt sich eine niedrige Auszahlungsquote ein; wer höher bepreiste Außenseiter sucht, tilgt das

Guthaben langsamer, weil mehr Wetten verloren gehen, bevor das Ziel erreicht ist.

Die Frist ist die schärfste Klingel im ganzen Bonusgeschäft. Ein Zeitfenster, das nur wenige Wochen

umfasst, verwandelt einen Umsatz von tausend Euro in einen Terminkalender. Wer nicht täglich

wettet, verliert den Bonus nicht durch eine schlechte Wette, sondern durch einen Blick auf die Uhr.

Verfällt das Guthaben, bleibt die Einzahlung trotzdem beim Anbieter.

Ob Einzahlungen über Skrill an Aktionen teilnehmen, ist nicht einheitlich geregelt, und dieser

Punkt taucht im Kleingedruckten oft nach den Bonusprozenten auf. Wer eine Einzahlung vom

Bankkonto wählt, um die Aktion mitzunehmen, verliert dafür die Bequemlichkeit der Wallet. Wer die

Wallet wählt, tauscht gelegentlich Aktionsfähigkeit gegen Geschwindigkeit. Vor der ersten

Einzahlung lohnt der Blick in die Teilnahmebedingungen; nachher ist er zu spät.

Was ein Willkommensbonus den Leser kostet, lässt sich mit einem einzigen Satz sagen: Er kostet die

Zeit, die der Umsatz frisst, und die Quoten, auf die man sich dabei einlässt. Der Bonus selbst

bringt keinen Vorteil. Er verschärft nur die Frage, wie viele Wetten man in welcher Frist

unterbringen kann – und ob man sie ohnehin platziert hätte.

Frist, Mindestquote und Deckel: drei Gründe, warum Bonusgeld verschwindet

Angebote unterscheiden sich weniger in ihrer Zahl als in ihrer Form. Ein Einzahlungsbonus, der

sofort auf dem Konto steht, wirkt anders als Freiwetten, die erst mit der ersten Wette entstehen,

und anders als Cashback, das einen Teil der Einsätze zurückgibt. Für den Vergleich mit Skrill zählt

allein, wie die Einzahlung angerechnet wird.

Gratis- und Freiwetten haben einen versteckten Abschlag, den man nicht in Prozenten sieht: Der

Einsatz der Freiwette wird bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt. Eine Freiwette über

10 € auf eine Quote von 2,00 zahlt also 10 € Gewinn zurück, nicht 20 €. Der Einsatz, den man

einzahlt, wird immer zurückgezahlt, wenn die Wette gewinnt – der Einsatz, den der Anbieter

schenkt, meist nicht. Das ist der Grund, warum eine zehn Euro hohe Freiwette nicht zehn Euro wert

ist.

Kombinations- und Systemwetten verändern die Rechnung, ohne sie zu verbessern. Bei einer Kombiwette

multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einem Gesamtpreis. Aus 1,80, 2,10 und 1,65

wird eine Quote von 6,24 – ein Einsatz von 5 € zahlt dann 31,20 € zurück, davon 26,20 € Gewinn. Die

Rechnung gilt für den Fall, dass alle Teile stimmen. Sie sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit,

dass genau das passiert; der Buchmacher verdient an jeder einzelnen Kombination mehr als an den

Einzelwetten darin.

Ein Deckel auf den Gewinn ist die dritte Form, die einen Bonus leiser macht. Sichert der Anbieter

die Auszahlung aus Bonusguthaben auf einen bestimmten Betrag ab, wächst der Wert des Angebots nicht

mit der Fähigkeit des Spielers. Wer bei hoher Quote mit Bonusgeld richtig liegt, verliert den Teil

des Gewinns, der über den Deckel hinausgeht. Prüfen lässt sich das nur in den Bedingungen des

jeweiligen Anbieters, weil das GlüStV nichts dergleichen vorschreibt.

Zahlungsabwicklung mit Skrill: wo die Kosten tatsächlich sitzen

Wer Skrill nur als Abkürzung zum Wettanbieter liest, übersieht die zweite Hälfte des Weges. Das

Geld verlässt die Wallet nicht kostenlos wieder.

Bei Winamax beträgt die Mindesteinzahlung per Skrill 15 €, der Anbieter erhebt dafür keine Gebühren.

AdmiralBet setzt ebenfalls 10 € an, ebenfalls ohne Transaktionsgebühr des Anbieters. Wettarena nennt

für Skrill eine Mindesteinzahlung von 10 € und führt Skrill neben PayPal, Kreditkarte,

Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Klarna Sofort, Neteller, paylado und

Arenapay. Bei Wettarena liegt die Mindesteinzahlung für jede dieser Methoden bei einheitlich 10 €,

sodass die Wahl hier keine Kostenfrage ist, sondern eine Frage der Bequemlichkeit.

Das sind Wege ins Konto. Der teurere Weg ist der zurück. Skrill berechnet für eine Auszahlung auf

ein Bankkonto 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €. Bei einer Auszahlung von 100 € sind das 2,80 €;

liegt der Betrag unter 125 €, greift die Untergrenze und drückt die effektive Belastung über die

2,80 %. Fallen Währungsumrechnungen an, kommen 4,49 % hinzu. Zusammen mit einem Auszahlungsbetrag,

den der Anbieter ohnehin in Euro führt, ist das der Fall, in dem die Wallet sich selbst bezahlt.

Dazu kommt ein Posten, der nichts mit Wetten zu tun hat und trotzdem jeden aktiven Nutzer betrifft:

Für die private Nutzung entfällt die Servicegebühr, solange mindestens alle sechs Monate ein Login

oder eine Transaktion erfolgt. Bleibt das Konto länger unberührt, werden monatlich 5,00 € vom

Guthaben abgezogen. Wer nach einer langen Saison das Guthaben stehen lässt, zahlt dafür Miete.

Die Auszahlungswege der Anbieter unterscheiden sich in der Dauer und in den Hürden. Sportingbet zahlt

Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus: per Debit- oder Kreditkarte in zwei bis vier Werktagen,

per eWallet wie Skrill innerhalb von acht Stunden und per Banküberweisung in drei bis fünf

Werktagen, ohne Bearbeitungsgebühren. Die Gutschrift auf die Wallet geht also schnell – der Weg von

dort auf das eigene Konto dauert länger und kostet Geld. Genau an dieser Grenze entstehen die

Kosten, die in keinem Bonusversprechen auftauchen.

Bei Betway liegt die Mindestauszahlung bei 10 €, und die Auszahlung auf ein Paysafe-Konto dauert in

der Regel weniger als 24 Stunden. Bei AdmiralBet erfolgen Auszahlungen ausschließlich über dieselbe

Zahlungsmethode, die für die Einzahlung genutzt wurde – wer mit Skrill einzahlt, bekommt sein Geld

auch auf Skrill zurück und trägt damit die 2,80 % der Wallet. Das Unternehmen will

Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeiten, sofern die Identität des

Spielers verifiziert ist. Bei ODDSET setzt eine Auszahlung ein vollständig verifiziertes Konto

voraus, und alle eingezahlten Beträge müssen mindestens einmal umgesetzt worden sein;

Gewinnauszahlungen über 15.000 € erfolgen in der Regel nur per Banküberweisung. Wer mit hohen

Beträgen arbeitet, landet am Ende also doch beim Girokonto.

Ein Punkt, der bei jeder Auszahlung an erster Stelle steht und nichts mit der Wallet zu tun hat: Die

Verifizierung des Kontos muss abgeschlossen sein, bevor Geld fließt. Zahlungsmethoden sind die

letzte Meile, nicht die erste.

Mindesteinzahlung, Anbietergebühr, Wallet-Gebühr: drei verschiedene Zahlen

Ein Anbieter ohne Einzahlungsgebühr wird oft so gelesen, als sei der Zahlungsweg kostenlos. Die drei

Zahlen gehören auseinandergehalten: die Mindesteinzahlung des Anbieters, die Transaktionsgebühr des

Anbieters und die Gebühren, die Skrill selbst berechnet. Nur die ersten beiden stehen in den

Bedingungen des Buchmachers; die dritte steht bei Skrill und ändert sich unabhängig davon.

Für den Alltag heißt das: Wer 20 € per Skrill einzahlt, um eine kleine Wette zu platzieren, kann bei

Winamax und AdmiralBet mit 15 € beziehungsweise 10 € Untergrenze arbeiten, bei den übrigen

Anbietern hängt es an deren eigenen Zahlungsbedingungen. Wer 500 € gewinnt und das Geld auf dem

Girokonto braucht, zahlt in jedem Fall die Wallet-Gebühr – der Anbieter verlangt für die Auszahlung

selbst nichts, Skrill schon.

Die günstigste Konstellation ist unbequem: Einzahlung per Wallet, Auszahlung per Banküberweisung,

und dazwischen kein Guthaben, das monatelang liegen bleibt. Wer die Bequemlichkeit der Wallet in

beiden Richtungen will, bezahlt sie beim Rückweg.

Einordnung: Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige Maßstab dafür, ob ein

Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30

Einträge: 27 Inhaber mit einer Erlaubnis für Sportwetten, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten,

und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber

eine .de-Domain allein beweist nichts.

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Domain und Inhaber. Die Whitelist nennt zu jeder Domain den

Erlaubnisinhaber, und nur die unter der Sporterlaubnis geführte Domain nimmt Sportwetten an. Ein

Inhaber, der daneben Slots, Poker oder Casino betreibt, hält dafür andere Erlaubnisse mit anderen

Regeln. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist führt nur Erteilungsdaten und kein

Enddatum. Wer das Enddatum sucht, sucht vergeblich.

Anbieter Eintrag in der Whitelist und Erlaubnisinhaber Sporterlaubnis seit
Wettarena Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 13.12.2022 und 29.07.2024
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022
bwin Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Tipico Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betway Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
LeoVegas Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain; Inhaber LVSports Limited 21.10.2024

Die Spalte mit den Erteilungsdaten erzählt mehr als eine Chronologie. Ein großer Teil der Erlaubnisse

stammt aus dem Oktober und November 2020, dem Startfenster des regulierten Marktes, und wurde Ende

2022 verlängert. LeoVegas fällt mit dem 21.10.2024 heraus, weil die Marke erst später ins deutsche

Sportwettengeschäft kam. Das ist keine Qualitätsaussage: Eine späte Erteilung bedeutet weder ein

schlechteres Angebot noch ein besseres. Sie erklärt nur, warum ein Anbieter bei bestimmten

Bonusaktionen und Kooperationen kürzer im Markt ist als seine Nachbarn in der Tabelle.

Alle zehn Anbieter sind Inhaber einer Sporterlaubnis und damit in Deutschland erlaubt. Über Casino,

Slots und Poker sagt die Zeile in der Whitelist dabei nichts aus. Wer nach der Sporterlaubnis

auswählt und dann im Casino der gleichen Marke spielt, verlässt den Bereich, den diese Erlaubnis

abdeckt.

Skrill bei deutschen Anbietern: eine Zahlungsart unter vielen

Skrill ist die Marke eines britisch regulierten E-Geld-Instituts. Die Skrill Limited mit Sitz in

London wird auf der deutschen Website mit der Firmenreferenznummer FRN 900001 als E-Geld-Institut

geführt; bei der Financial Conduct Authority ist sie als Kryptoanlageunternehmen eingetragen.

Gegründet wurde das Unternehmen 2001 in London unter dem Namen Moneybookers, seit 2010 trägt es den

Namen Skrill. Seit August 2015 gehört die Skrill Group zu 100 % der Optimal Payments Group, die im

November 2015 in Paysafe Group umbenannt wurde.

Für den deutschen Markt ist die wichtigere Frage nicht die Firmengeschichte, sondern die

Zahlungsregel des GlüStV: Erlaubte Anbieter dürfen Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto

annehmen, das auf den Namen des Spielers selbst lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz

verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – das ist der

Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem erlaubten deutschen Sportwettengeschäft

heraushält. Ein Wallet-Konto muss also auf den eigenen Namen laufen; ein Konto, das ein Dritter für

einen anlegt, ist keine gültige Einzahlungsquelle.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Angelegenheit und steht in seinen

Bedingungen. Skrill ist daher keine Selbstverständlichkeit. Wettarena führt Skrill ausdrücklich

unter seinen Zahlungsmethoden, AdmiralBet ebenfalls mit 10 € Mindesteinzahlung, Winamax mit 15 €.

Wer bei einem anderen Anbieter einzahlen will, prüft dessen Zahlungsübersicht vor der Anmeldung –

und liest dort auch, ob Auszahlungen über dieselbe Methode zurücklaufen müssen.

Bei ODDSET kommt ein Posten hinzu, der nichts mit der Zahlungsmethode zu tun hat: Nach den

Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhebt ODDSET bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland einen

Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Ausgezahlt wird der

Nettogewinn nach Abzug dieser Gebühr. Eine Wette mit 10 € Einsatz auf eine Quote von 2,00 bringt

20 € brutto und damit 10 € Bruttogewinn; nach dem Abschlag bleiben 9,50 € Gewinn, ausgezahlt werden

19,50 €. Das ist keine Wallet-Gebühr, sondern eine Erfolgsgebühr – und sie trifft jeden Gewinn, egal

über welchen Weg das Geld kam.

Grundlagen: Wie Skrill und Sportwetten zusammenkommen

Die Skrill Group gehört seit August 2015 zu 100 % der Optimal Payments Group, die im November 2015

in Paysafe Group umbenannt wurde. Das ist keine Fußnote, sondern die Erklärung, warum die Marke

Skrill in der Zahlungslandschaft neben Paysafecard und Neteller steht: dieselbe Gruppe, drei

verschiedene Wege ins Wettkonto, drei verschiedene Gebührenmodelle.

Ein Fußball liegt in der Mitte eines leeren Rasenplatzes, am Horizont färbt sich der Himmel orange.
Seit August 2015 gehört die Skrill Group zu 100 % der Optimal Payments Group, die im November 2015 in Paysafe Group umbenannt wurde.

Was die Wallet beim Wetten leistet, ist unspektakulär: Sie ist ein Zahlungskonto, das auf den Namen

des Spielers laufen muss und von dem aus Einzahlungen an erlaubte Anbieter möglich sind. Sie

verschafft keinen Zugang zu einem Buchmacher, der ohne sie nicht zugänglich wäre, und sie ersetzt

keine Erlaubnis. Ein Anbieter ohne Eintrag in der Whitelist wird nicht dadurch seriös, dass er

Skrill akzeptiert.

Wann der Umweg über die Wallet sich lohnt, hängt an drei Fragen, die man vor der Einzahlung

beantworten kann. Erstens: Wie oft wird das Guthaben bewegt? Wer bei einem Anbieter bleibt, braucht

die Zwischenstation seltener als jemand, der mehrere Konten führt. Zweitens: Wie hoch sind die

Beträge? Die 2,80 % mit einer Untergrenze von 3,50 € fallen bei kleinen Summen prozentual schwerer

ins Gewicht als bei großen. Drittens: In welcher Währung wird gerechnet? Währungsumrechnungen kosten

4,49 %, und diese Gebühr entsteht nicht beim Buchmacher, sondern in der Wallet.

Wer diese drei Fragen beantwortet, weiß, ob Skrill für ihn ein Werkzeug ist oder ein Aufschlag.

Die Form der Wette ist dabei unabhängig vom Zahlungsweg. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den

Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses

(§ 21 Abs. 1 GlüStV), als Einzelwette oder als Kombiwette, und nur die Sportwettarten, die die GGL

zugelassen hat. Eine Einzelwette zahlt Einsatz mal Quote zurück, netto bleibt Einsatz mal Quote minus

Einsatz. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer Teile zu einem Preis, und dieser Preis gilt

nur, wenn alle Teile stimmen.

Was eine Wette am Ende auszahlt, hängt an zwei Größen und keiner dritten: dem Einsatz und der

Quote. Ein Einsatz von 25 € auf eine Quote von 3,40 zahlt 85 € zurück, davon 60 € Gewinn. Ob diese

Wette gewinnt, steht in keiner Rechnung. Das ist der Teil, den der Wettanbieter nicht verkauft und

die Wallet nicht beeinflusst.

Die Grundlagen sind also ernüchternd einfach: Skrill ist ein bezahlter Umweg mit Namen, die

Erlaubnis kommt von der Whitelist, und die Rechnung am Ende ist Einsatz mal Quote.

Rechtslage: Was die Erlaubnis deckt und was nicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt unter dem GlüStV 2021,

in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von

Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht den Markt

einschließlich der Verhängung von Bußgeldern (§ 28a). Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der

GGL.

Ein hell beleuchtetes Stadion aus der Ferne in der Dämmerung, im Vordergrund ein Feld mit hohem Gras.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Maßstab für eine Erlaubnis. Eine

maltaische, curaçaoische oder anjouanische Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Wer

Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV) –

die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.

Erlaubnisinhaber dürfen werben (§ 5 Abs. 7); das Verbot von Werbung in der Zeit von 06:00 bis 21:00

Uhr gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten

gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner

Live-Übertragung im selben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine

Provision für Affiliates nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6).

Ein Punkt, der in der Werbung gern verschwiegen wird: Eine bezahlte Wettsteuer beweist keine

Erlaubnis. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage

„Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie

schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist

seine Entscheidung. Interwetten beschreibt in seinen Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand

29.05.2024) unter Nr. 4.2, dass sich im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen Quotenabschlag

von 5,3 % reduziert; die Regeln fassen die Steuer damit anders auf als die Seite „Besteuerung von

Sportwetten“, die von einem Einbehalt vom Gewinn ausgeht. Genaue Auskunft dazu gibt ein

Steuerberater, nicht ein Wettanbieter.

Die zivilrechtliche Seite ist in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am

  1. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit

von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus

Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache

C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte

Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass

Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf

Rückzahlung ist damit für niemanden zugesagt. Wer heute bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis

setzt, wartet auf ein Urteil, das noch nicht gesprochen ist.

Angebote, die mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ werben, beschreiben damit genau das, was ihnen

fehlt. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV), das bei der Registrierung und beim

Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen

Zeitraum nennt, andernfalls mindestens ein Jahr. Die LUGAS-Limitdatei setzt das Einzahlungslimit

durch. Ein Anbieter ohne Anbindung an beide Systeme kann weder prüfen, ob jemand gesperrt ist, noch

die bundesweite Grenze durchsetzen. Die Zahlungsmethode ändert daran nichts: Skrill mag funktionieren,

Schutzfunktionen kommen mit ihr nicht mit.

Casino, Slots und Poker: warum die Sporterlaubnis nicht mitzählt

Die Whitelist führt je Domain die Erlaubnis für Sportwetten. Daneben kann derselbe Inhaber

Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker halten – für LVSports Limited etwa eine

Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023.

Das sind zwei Erlaubnisse mit zwei Regelwerken.

Für den Leser bedeutet das eine praktische Konsequenz: Wer über Skrill Geld auf ein Wettkonto

einzahlt und dieses Guthaben im Casino derselben Marke verwendet, ist in einem anderen

Regelungsbereich unterwegs. Die Sporterlaubnis trägt das nicht. Die Einzahlung bleibt dieselbe, der

Schutz nicht.

Beim Sportwettenangebot selbst gibt es Grenzen, die man kennen sollte, bevor man nach einem Bonus

greift. Nur die von der GGL zugelassenen Sportwettarten sind erlaubt (Sportwettprogramm, § 21 Abs. 5

GlüStV). Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das

nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche

Ereignisse selten sind (§ 21 Abs. 4) – das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Punkt im

Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht. Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen

überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen (in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb

der 3. Liga als Amateur), manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren

Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht

zulässig. Die GGL stellt klar, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als

Sport anerkannt ist – ein erlaubtes E-Sport-Wettangebot gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden

erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den

Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Wer den schnellen Ausstieg sucht, landet bei Cash Out. Dazu findet sich keine gesetzliche oder

behördliche Regel; Cash Out ist ausschließlich eine Funktion des jeweiligen Anbieters und nach

dessen Bedingungen zu beurteilen.

Verantwortung: Warum ein bequemer Zahlungsweg keine Grenze ersetzt

Die Teilnahme am Sportwetten ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Wer bei einem erlaubten

Anbieter ein Konto eröffnet, muss sich vollständig verifizieren lassen; vor abgeschlossener

Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem

Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen (§ 6a). Ein Konto pro Anbieter ist die Regel, und

das parallele Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt (§ 6h, Aktivitätsdatei). Diese Punkte

gelten unabhängig davon, ob das Geld per Banküberweisung oder per Wallet kommt.

Das wichtigste Instrument ist das Einzahlungslimit: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter

hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es

zulässt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 €, für höchstens

1 % seiner aktiven Spieler 10.000 bis 30.000 € – aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Ein niedrigeres Limit greift sofort, eine

Erhöhung erst nach sieben Tagen. Diese Frist ist Absicht: Sie bremst den Impuls, der nach einem

Verlust entsteht.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-stündige Sperre aus. Wer eine Selbstsperre über

OASIS einträgt, ist mindestens drei Monate gesperrt, wenn er einen Zeitraum nennt, andernfalls

mindestens ein Jahr. Die Systeme greifen bei erlaubten Anbietern; sie sind der Grund, warum die

Erlaubnis mehr ist als ein Logo.

Guthaben von Spielern liegt bei erlaubten Anbietern auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und

bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b

Abs. 6 und 7). Auch diese Regel gilt für erlaubte Anbieter, nicht für den Rest des Marktes.

Der praktische Punkt für alle, die mit Wallet bezahlen: Das Limit zählt Einsätze ins Wettkonto, nicht

Wege dorthin. Eine Einzahlung per Skrill ist eine Einzahlung wie jede andere und wird auf die 1.000 €

angerechnet. Die Bequemlichkeit der Wallet beschleunigt den Weg zum Wettkonto; das Limit verlangsamt

ihn nicht. Genau darum gehört die Zahl der Einsätze ins Budget und nicht die Zahl der Klicks.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt der Marke und ihrem Platz im deutschen Markt, nicht einer Rangfolge. Alle zehn

halten eine Sporterlaubnis; wer eines der Konten führt, findet die zugehörigen Angaben in der

Übersicht zu Erlaubnis und Inhaber.

Wettarena: Skrill zum Zehner, aber nicht zurück auf jede Methode

Wettarena ist mit einer Sporterlaubnis für seine gelistete Domain seit dem 09.10.2020 dabei, mit

einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022; Inhaber ist I.B.C. Sportsbetting Limited. Kein Anbieter in

dieser Liste ist länger ohne Unterbrechung im regulierten Markt.

Zahlen lässt sich bei Wettarena auf vielen Wegen: PayPal, Kreditkarte (VISA und Mastercard),

Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado

und Arenapay. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 € für alle Einzahlungsmethoden – Skrill ist hier

nicht der Sonderfall, sondern eine von elf Optionen mit identischer Untergrenze. Das ist für den

Nutzer günstig, weil die Wahl der Methode nicht über die Schwelle entscheidet.

Die Breite des Angebots ist zugleich die Grenze dieses Vorteils. Wer Skrill wählt, weil er es

ohnehin für andere Dienste nutzt, findet hier keinen Grund zur Umstellung; wer Skrill wählt, um über

das Wettkonto hinaus etwas zu steuern, findet hier nichts, was eine andere Zahlungsmethode nicht

auch böte. Der Wert liegt in der Gleichbehandlung: elf Wege, eine Hürde.

ODDSET: staatliche Wurzeln, fünf Prozent auf jeden Gewinn

ODDSET hat seine Sporterlaubnis seit dem 18.11.2020, die Folgeerlaubnis stammt vom 15.12.2022;

Inhaber ist die Oddset Sportwetten GmbH. Die Marke ist die staatlich geprägte unter den zehn.

Der bestimmende Posten im Angebot ist der Quotenabschlag: Bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland

erhebt ODDSET nach seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen 5 % auf den Bruttogewinn einer

gewonnenen Wette. Das ist die einzige Erfolgsgebühr, die in dieser Übersicht ausdrücklich in den

Bedingungen eines Anbieters steht, und sie trifft jede gewonnene Wette. Bei einer Quote von 1,50 und

10 € Einsatz bleibt brutto ein Gewinn von 5 €, davon 4,75 € netto; ausgezahlt werden 14,75 €. Der

Effekt ist bei niedrigen Quoten kleiner und bei hohen größer, weil er am Gewinn hängt und nicht am

Einsatz.

Dazu kommt die Hürde bei der Auszahlung: Eine Auszahlung setzt ein vollständig verifiziertes

Spielerkonto voraus, und alle eingezahlten Beträge müssen mindestens einmal umgesetzt worden sein.

Wer einzahlt und das Geld wieder abziehen will, ohne gewettet zu haben, kommt nicht durch.

Gewinnauszahlungen über 15.000 € erfolgen in der Regel nur per Banküberweisung – wer also mit hohen

Summen arbeitet, verlässt die Wallet ohnehin auf dem Weg hinaus, und zwar über die langsamere

Variante.

AdmiralBet: Skrill ab zehn Euro, zurück nur über Skrill

AdmiralBet hält die Sporterlaubnis für seine gelistete Domain seit dem 09.10.2020, mit

Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024; Inhaber ist Greentube Betting Malta Limited.

Zwei Folgeerlaubnisse in vier Jahren deuten auf einen Anbieter, der seinen Auftritt mehrfach

angepasst hat.

Skrill ist mit einer Mindesteinzahlung von 10 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters

vertreten. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen liegt die Mindesteinzahlung je nach

Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €; wer die genaue Schwelle kennen will, liest sie für seine

gewählte Methode nach. Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden –

dieselbe Umsatzhürde wie bei ODDSET, aber ohne dass daraus eine Erfolgsgebühr wird.

Die entscheidende Regel steht bei den Auszahlungen: AdmiralBet zahlt nur über dieselbe Zahlungsweise

zurück, über die eingezahlt wurde. Wer mit Skrill einzahlt, bekommt das Geld auf Skrill zurück und

trägt die 2,80 % der Wallet, mindestens 3,50 €. Der Anbieter selbst verlangt keine Gebühr und will

Auszahlungen innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeiten, sofern die Identität verifiziert ist. Die

Kombination ist sauber geregelt und für den Nutzer teurer, als sie aussieht: Die günstige Einzahlung

bindet die teurere Auszahlung an denselben Weg. Wer einmal mit Skrill einzahlt, hat den Rückweg

mitgewählt.

Sportwetten.de: hundert Prozent Bonus und die Frage nach den Bedingungen

Sportwetten.de ist seit dem 19.11.2020 mit einer Sporterlaubnis für seine gelistete Domain dabei,

Folgeerlaubnis vom 16.12.2022; Inhaber ist NetX Betting Limited.

Der Willkommensbonus ist ein Einzahlungsbonus in Bonusgeld: 100 % der ersten Einzahlung, höchstens

100 €, sofort gutgeschrieben ab einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €. Maßgeblich ist die erste

online getätigte Einzahlung. „100 %“ heißt hier also nicht, dass doppelt so viel Geld auf dem Konto

liegt, sondern dass zu einer Einzahlung bis 100 € die gleiche Summe als Wettguthaben dazukommt.

Bonusgeld ist an Umsatzbedingungen gebunden; ohne sie zu erfüllen, bleibt es Guthaben im

Wettkonto und wird nicht auszahlbar. Das GlüStV schreibt dafür keine Obergrenze und keine

Mindestanforderung vor – die Bedingungen des Anbieters sind der einzige Maßstab.

Wer Skrill als Einzahlungsweg nutzt, sollte vorher klären, ob die Wallet-Einzahlung für die Aktion

zählt. Die Antwort steht in den Teilnahmebedingungen, und sie entscheidet, ob der Bonus den

Zahlungsweg beeinflussen darf. Fällt sie negativ aus, ist die Wahl zwischen Wallet und Bonus eine

echte Einscheidung, keine Kleinigkeit. Der Bonus ist der auffälligste Teil dieses Angebots, die

Wallet ist der stillste – und beide berühren sich an genau dieser Stelle.

bwin: Erlaubnis seit dem ersten Regulierungsjahr

bwin hält die Sporterlaubnis für seine gelistete Domain seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom

23.12.2022; Inhaber ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta. Die Marke

gehörte zu den ersten, die im regulierten deutschen Markt vertreten waren.

Für die Wahl des Zahlungswegs heißt das vor allem: bwin ist kein Anbieter, bei dem man sich in eine

junge Struktur hineinbegibt. Wer seit 2020 im Markt ist, hat seine Zahlungsprozesse und seine

Auszahlungsroutinen über mehrere Jahre justiert. Ob Skrill zu den akzeptierten Methoden gehört und

welche Mindesteinzahlung gilt, steht in der Zahlungsübersicht des Anbieters; diese Angaben ändern

sich unabhängig von der Erlaubnis.

Der Nutzen der frühen Erlaubnis liegt in der Routine, nicht in einem Bonusversprechen. Wer eine

Zahlungsmethode an einer Stelle vertraut, an der sie seit Jahren läuft, hat weniger Überraschungen

im Ablauf. Mehr lässt sich daraus nicht ableiten.

Tipico: Rückzahlungsstreit vor dem Europäischen Gerichtshof

Tipico verfügt über eine Sporterlaubnis für die Domain Tipico.de seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom

09.12.2022; Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan

auf Malta. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam

mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet.

Der Name steht derzeit auch für einen Rechtsstreit: Der Kläger im Verfahren vor dem

Bundesgerichtshof fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis

2018 zurück. Die Vorlagefrage beim Europäischen Gerichtshof stammt vom 25. Juli 2024, die

Schlussanträge des Generalanwalts vom 19. März 2026. Für alle, die heute wetten, ist das eine

Randnotiz ohne Sofortwirkung – aber keine, die den Blick auf die Whitelist des heutigen Anbieters

ersetzen kann. Der Streit betrifft den Markt vor der Regulierung.

Interwetten: Abstecher zur Umsatzsteuer, der den Gewinn trifft

Interwetten hat seine Sporterlaubnis für die gelistete Domain seit dem 02.11.2020, Folgeerlaubnis

vom 27.12.2022; Inhaber ist Interwetten Gaming Limited.

Auffällig sind die Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024): Nach Nr. 4.2 reduziert sich im

Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen Quotenabschlag von 5,3 %. Bemessungsgrundlage der

Sportwettensteuer ist nach §§ 17, 18 RennwLottG der „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund

5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht; die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der

Wettende. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung, und Interwetten beschreibt

sie so, wie es sie offenbar handhabt. Die Seite „Besteuerung von Sportwetten“ desselben Anbieters

spricht dagegen von einem Einbehalt vom Gewinn. Zwei Darstellungen, ein Effekt: Der Gewinn wird

kleiner, und die Zahl hängt an der Beschreibung. Wer den genauen Betrag berechnen will, sieht in der

Wettscheinabrechnung nach.

Sportingbet: acht Stunden auf die Wallet, Werktage aufs Bankkonto

Sportingbet ist seit dem 09.10.2020 mit einer Sporterlaubnis für die gelistete Domain dabei,

Folgeerlaubnis vom 21.12.2022; Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited.

Der Unterschied zwischen den Auszahlungswegen lässt sich hier in Stunden ablesen: Gewinne werden ab

einem Mindestbetrag von 10 € ausgezahlt, per Debit- oder Kreditkarte in zwei bis vier Werktagen, per

eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von acht Stunden und per Banküberweisung in drei

bis fünf Werktagen. Bearbeitungsgebühren fallen nicht an. Wer sein Geld innerhalb eines Arbeitstages

auf der Wallet braucht, findet hier den kürzesten Weg in dieser Liste.

Der Haken liegt hinter der Wallet. Was innerhalb von acht Stunden ankommt, liegt dann bei Skrill –

und von dort auf das Bankkonto kostet erneut 2,80 %, mindestens 3,50 €. Die Stundenzahl des

Anbieters ist also nicht die Stundenzahl bis zum eigenen Konto. Bei einem Betrag von 100 € bleiben

von den acht Stunden die 2,80 € des zweiten Weges übrig; bei 50 € greift die Untergrenze von

3,50 €, und die ist prozentual mehr als das Doppelte. Wer kleine Gewinne per Wallet abzieht, zahlt

den höchsten Satz. Wer einmal im Monat sammelt und dann auszahlt, fährt mit dem gleichen Angebot

besser.

Betway: fünf Euro Einzahlung, zehn Euro Auszahlung

Betway hält die Sporterlaubnis seit dem 09.03.2021, die Folgeerlaubnis stammt vom 23.12.2022;

Inhaber ist die Betway Limited. Der Anbieter gehört zu den späteren in der ersten Regulierungsrunde.

Für die Zahlungsseite sind zwei Schwellen bekannt: Bei Betway beträgt die Mindesteinzahlung per

Paysafecard 5 €, die Mindestauszahlung 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in

der Regel weniger als 24 Stunden. Diese Schwellen betreffen konkret Paysafecard und MyPaysafe, nicht

Skrill. Wer mit Skrill arbeitet, muss die 5 € Untergrenze nicht erwarten; welche Schwelle für Skrill

gilt, steht in der Zahlungsübersicht des Anbieters.

Bemerkenswert ist die Asymmetrie selbst: Eine Einzahlung ab 5 € ist niedriger angesetzt als eine

Auszahlung ab 10 €. Das ist kein Zufall, sondern die übliche Richtung – hinein ist billiger als

heraus. Wer den Weg zurück kennt, plant ihn mit.

LeoVegas: Sporterlaubnis seit dem 21.10.2024

LeoVegas kommt als Letzter in diese Runde: Auf der Whitelist ist für die gelistete Domain die

LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024

und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Casino ist damit länger erlaubt als das

Sportwettengeschäft.

Diese Reihenfolge hat eine praktische Bedeutung. Wer LeoVegas aus dem Casino kennt, kennt nicht

automatisch den Sportwettenauftritt – die beiden Erlaubnisse sind getrennt und unterschiedlich lang

im Markt. Für die Wahl der Zahlungsmethode zählt die Sportwettenerlaubnis und deren eigener

Zahlungsbereich. Skrill ist in dieser Runde kein Unterscheidungsmerkmal; die Frage, ob und zu welchen

Schwellen der Anbieter die Wallet führt, gehört in dessen eigene Zahlungsübersicht.

Häufige Fragen zu Sportwetten mit Skrill

Kann bei Sportwetten mit Skrill eingezahlt werden, und welche erlaubten Anbieter nehmen die Wallet an?

Bei mehreren Anbietern mit deutscher Erlaubnis ist Skrill eine akzeptierte Zahlungsmethode.

Wettarena führt sie neben zehn weiteren Methoden mit 10 € Mindesteinzahlung, AdmiralBet mit 10 €

ohne Anbietergebühr, Winamax mit 15 € ohne Gebühren. Welche Marken die Wallet führen, steht in der

Zahlungsübersicht des jeweiligen Anbieters.

Welche Mindesteinzahlung gilt bei Skrill, und fallen beim Wettanbieter Gebühren an?

Eine Mindesteinzahlung setzt der Wettanbieter fest, nicht Skrill. Bei Wettarena liegt sie für alle

Methoden bei 10 €, bei AdmiralBet je nach Methode bei 5 € oder 10 €, bei Winamax per Skrill bei

15 €. AdmiralBet und Winamax erheben nach ihren eigenen Angaben keine Transaktionsgebühr des

Anbieters.

Welche Kosten entstehen bei Skrill selbst, etwa bei der Auszahlung aufs Bankkonto oder bei Währungsumrechnung?

Skrill berechnet für die Auszahlung auf ein Bankkonto 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €.

Währungsumrechnungen kosten 4,49 %. Für die private Nutzung entfällt die Servicegebühr, solange

mindestens alle sechs Monate ein Login oder eine Transaktion erfolgt, sonst werden monatlich 5,00 €

vom Guthaben abgezogen.

Warum gilt die Erlaubnis für Sportwetten nicht für Casino, Slots und Poker, obwohl Skrill dort ebenfalls angeboten wird?

Sportwetten und virtuelle Automatenspiele sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Die

Whitelist führt je Domain die Sporterlaubnis; LVSports Limited etwa hält sie seit dem 21.10.2024

und die Casino-Erlaubnis seit dem 27.02.2023. Wer aus dem Wettkonto im Casino spielt, wechselt den

Regelungsbereich.

Wie funktionieren Wetten mit Skrill, und wie ergibt sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Der Zahlungsweg ändert die Rechnung nicht. Eine Einzelwette zahlt Einsatz mal Quote zurück: 25 € auf

eine Quote von 3,40 ergeben 85 €, davon 60 € Gewinn. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer

Teile zu einem Preis – 1,80, 2,10 und 1,65 ergeben 6,24 – und dieser Preis gilt nur, wenn alle Teile stimmen.

Was bedeutet ein Angebot ohne OASIS oder LUGAS mit Skrill, und welche Schutzfunktionen entfallen dort?

Wer mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ wirbt, hat keine Anbindung an das bundesweite Sperrsystem

(§§ 8, 8a GlüStV) und nicht an die LUGAS-Limitdatei. Damit fehlen die Sperrprüfung beim Login und

die Durchsetzung des Einzahlungslimits von 1.000 € pro Kalendermonat. Das Einzahlungslimit der

erlaubten Anbieter bleibt im Übrigen bestehen.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter»